Wirtschaft, Handel & Finanzen Mitarbeitervertreter: Notfalls mehr Schulden für bessere Bahn

Für pünktlichere Züge und mehr Qualität bei der Bahn soll der Staatskonzern aus Sicht der Mitarbeitervertretung notfalls mehr Schulden machen. Das Limit von 20 Milliarden Euro sei eine künstliche Grenze, sagte Konzernbetriebsratschef Jens Schwarz am Mittwoch. "Wenn es keine andere Finanzierungsmöglichkeit gibt, muss man auch darüber nachdenken, ob man nicht weiter in die Verschuldung geht." Die Bahn hatte Ende 2018 gut 19,5 Milliarden Euro Schulden.
Kommentieren
  • dpa

Die Bundesregierung und der bundeseigene Konzern verhandeln gerade darüber, wieviel Geld die Bahn in den nächsten Jahren erhält. Nach Medienberichten ist im Gespräch, dass der jährliche Betrag von bisher 3,5 Milliarden Euro bis 2024 auf 5,5 Milliarden Euro wächst und danach mehr als 6,5 Milliarden Euro beträgt.

Das reicht aus Betriebsratssicht nicht, um den Sanierungsstau im 33 000 Kilometer langen Schienennetz und an Bahnhöfen abzubauen. Solle der Sanierungsstau bis 2030 abgebaut werden, seien sieben Milliarden Euro pro Jahr notwendig, zuzüglich künftiger Preissteigerungen, sagte Schwarz.

Die Bahn arbeite mit museumsreifen Stellwerken, die Gleise seien im Schnitt gut 20 Jahre alt. Das Management beziffert den Sanierungsstau auf 54 Milliarden Euro, Schwarz sprach von 57 Milliarden Euro. Es sei auch mehr Personal nötig. Die Mitarbeiter in Deutschland hätten 6,4 Millionen Überstunden angehäuft, eine halbe Million mehr als vor einem Jahr.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Wirtschaft, Handel & Finanzen: Mitarbeitervertreter: Notfalls mehr Schulden für bessere Bahn"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.