Wirtschaft, Handel & Finanzen Ölpreise geben weiter deutlich nach

Die Ölpreise haben am Donnerstag an die starken Verluste vom Vortag angeknüpft. Die zunächst leichten Verluste aus dem frühen Handel verstärkten sich bis zum Mittag. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 58,16 US-Dollar. Das waren 1,32 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,01 Dollar auf 54,22 Dollar.
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  • dpa

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erklärte die fallenden Ölpreise unter anderem mit Konjunktursorgen an den Finanzmärkten. Er verwies auf zuletzt schwache Wirtschaftsdaten aus China und Deutschland. Außerdem habe die Entwicklung der Renditen von US-Staatsanleihen die Sorge vor einer Rezession geschürt und damit die Gefahr einer sinkenden Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt.

Darüber hinaus machten Anleger an den Finanzmärkten wegen der Konjunktursorgen generell einen Bogen um riskante Anlageformen, denen gemeinhin auch Rohöl gezählt wird. Zuletzt hatte China den USA mit Gegenmaßnahmen wegen neuer Zölle gedroht. In einer kurzen Mitteilung des chinesischen Finanzministeriums vom Donnerstag wurden allerdings keine konkreten Maßnahmen genannt.

Außerdem belastete ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA die Preise. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände laut Daten des US-Energieministeriums vom Mittwoch um 1,6 Millionen Barrel auf 440,5 Millionen Barrel gestiegen. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 2,5 Millionen Barrel erwartet. Steigende Vorräte können ein Hinweis auf ein hohes Angebot oder eine geringe Nachfrage sein, was die Ölpreise in der Regel belastet.

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