Wirtschaft, Handel & Finanzen Ölpreise geben weiter nach - Anstieg der US-Reserven belastet

Die Ölpreise sind am Donnerstag gesunken und haben damit an die Verluste vom Vortag angeknüpft. Im Vergleich zur Wochenmitte hielten sich die Preisrückgänge aber in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,12 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 24 Cent auf 54,99 Dollar.
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  • dpa

Am Mittwochnachmittag hatte ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA die Preise stark belastet. Beide Ölpreise waren in kurzer Zeit jeweils mehr als zwei Dollar abgerutscht. In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände laut Daten des US-Energieministeriums vom Mittwoch um 1,6 Millionen Barrel auf 440,5 Millionen Barrel gestiegen. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 2,5 Millionen Barrel erwartet. Steigende Vorräte können ein Hinweis auf ein hohes Angebot oder eine geringe Nachfrage sein, was die Ölpreise in der Regel belastet.

Am Markt werden die sinkenden Ölpreise aber auch mit der Sorge vor einem weiteren konjunkturellen Abschwung in wichtigen Industriestaaten erklärt, der für einen Rückgang der weltweiten Nachfrage nach Rohöl sorgen könnte. Darüber hinaus hatten schwache Konjunkturdaten aus China und Deutschland die Finanzmärkte beunruhigt und eine breitangelegte Flucht in sichere Anlagehäfen ausgelöst. Um riskante Anlageformen wie zum Beispiel Rohöl wurden hingegen ein Bogen gemacht.

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