Wirtschaft, Handel & Finanzen Renault-Präsident Senard bekommt Rückendeckung der Regierung

Nach dem geplatzten Fusionsversuch mit Fiat Chrysler hat Renault -Präsident Jean-Dominique Senard wichtige Rückendeckung der französischen Regierung bekommen. Ein Treffen Senards mit dem mächtigen Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sei am Donnerstag sehr gut verlaufen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.
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  • dpa

Die Zusammenarbeit des Topministers und des Renault-Spitzenmanagers sei vertrauensvoll. Der französische Staat hält 15 Prozent der Anteile an Renault und hat deshalb bei dem Traditionshersteller viel zu sagen.

Fiat Chrysler hatte Mitte vergangener Woche seine Offerte für einen Zusammenschluss überraschend zurückgezogen, da Renault eine Entscheidung über förmliche Fusionsgespräche verzögerte. Senard galt nach diesem spektakulären Fehlschlag als geschwächt, zumal es weiter Spannungen mit dem langjährigen japanischen Renault-Partner Nissan gibt. In Medien wurde sogar über einen Rückzug Senards von der Renault-Spitze spekuliert. Vor seinem Einstieg bei Renault war der 66-Jährige Chef des Reifenherstellers Michelin gewesen.

Inzwischen gibt es Signale, dass Senard weitermachen will. Wie aus Regierungskreisen verlautete, hätten Le Maire und Senard vereinbart, in den "nächsten Wochen und Monaten" im regelmäßigen Kontakt zu bleiben. Senard muss nun vor allem die Allianz mit Nissan und Mitsubishi retten, die nach der Affäre um den früheren Topmanager Carlos Ghosn in eine schwere Krise geraten war. Ghosn war Ende 2018 in Japan wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen verhaftet worden.

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