Wirtschaft, Handel & Finanzen ROUNDUP: IT-Dienstleister S&T spurtet durch - Prognose angehoben

Der IT-Dienstleister S&T ist nicht zu bremsen. Die Digitalisierung der industriellen Produktion treibt das Wachstum der Österreicher weiter voran. Nach einem deutlichen Ergebniszuwachs im dritten Quartal zeigt sich das Unternehmen nun noch etwas optimistischer für das operative Ergebnis (Ebitda) im Gesamtjahr. Unternehmenschef Hannes Niederhauser sieht sein Unternehmen damit in der besten Startposition für die geplante weitere Umsatz- und Ergebnisbeschleunigung. "Die Wachstumsgeschichte der S&T ist noch nicht vorbei", sagte er am Freitag laut Mitteilung in Linz.
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  • dpa

"Für das Geschäftsjahr 2018 fehlt nun noch der Schlussspurt, aber wir sehen erfreulicherweise bereits heute, dass wir unsere Ebitda-Prognose von mindestens 80 Millionen Euro auf mindestens 88 Millionen Euro übertreffen werden", so Niederhauser. Der S&T-Chef weiß dabei die guten Aussichten für die gesamte Branche in seinem Rücken: Bis 2025 prognostizieren Forscher dem Markt für die sogenannte Industrie 4.0 mehr als eine Verdoppelung. S&T hat angesichts solcher Aussichten in den vergangenen Jahren vor allem in das Geschäft mit dem "Internet der Dinge" investiert. In diesem Jahr hatten die Österreicher den deutschen Minicomputerhersteller Kontron gekauft.

Im dritten Quartal 2018 zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 Prozent auf 237,3 Millionen Euro an, angeschoben vor allem vom starken Wachstum in der Sparte für vernetzte Maschinen, aber auch die IT-Services steuerten klar zum Erlösplus und noch stärker zur operativen Verbesserung bei. Das Ebitda verbesserte sich um von knapp 30 Prozent auf 20,5 Millionen Euro. Unter dem Strich erhöhte sich der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um fast ein Drittel auf 9,35 Millionen Euro.

Analyst Cengiz Sen von der Investmentbank Equinet sprach von einem gut verlaufenen Jahresviertel, das - mit minimalen Abweichungen bei Umsatz und operativem Gewinn - im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sei. Die Sparte Embedded Systems, in die Kontron aufgegangen ist, müsse hingegen weiter verschlankt werden, um sich besser entwickeln zu können. Der Bereich hatte im dritten Quartal bei nahezu stagnierenden Umsätzen ein rückläufiges operatives Ergebnis eingefahren.

An der Börse legte die im TecDax notierte S&T-Aktie am Freitagmorgen eine wahre Achterbahnfahrt hin. In der Spitze legte das Papier angesichts der höheren Prognose um fast vier Prozent zu, anschließend einsetzende Gewinnmitnahmen trieben den Kurs zeitweise um mehr als sieben Prozent nach unten. Seit ihrem Jahreshoch bei rund 28 Euro Ende September hat die Aktie damit inzwischen mehr als ein Fünftel an Wert eingebüßt, seit Jahresbeginn beträgt das Kursplus gleichwohl noch rund 20 Prozent.

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