Wirtschaft, Handel & Finanzen ROUNDUP: United Internet und 1&1 Drillisch beim Blick auf 2019 vorsichtiger

Der Telekommunikationsanbieter United Internet wird beim Blick auf das Gesamtjahr vorsichtiger. Der Umsatz dürfte 2019 unter anderem wegen des schwächer laufenden Hardware-Geschäfts nur um zwei Prozent zulegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in Montabaur mit. Zuvor war United Internet von einem Zuwachs um vier Prozent ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebitda) wird demnach unter anderem wegen höherer Regulierungsentgelte und Ausgaben für den neuen Mobilfunkstandard 5G um elf statt wie bisher gedacht um zwölf Prozent zulegen.
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  • dpa

Zur Beruhigung der Gemüter kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu 192 Millionen Euro an. Ganz erfolgreich war United Internet mit dieser Strategie aber nicht, der Aktienkurs des Unternehmens fiel auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um ein Prozent, nachdem es in einer ersten Reaktion um ebenfalls ein Prozent nach oben gegangen war.

Im ersten Halbjahr hatte United Internet den Umsatz um 1,1 Prozent auf 2,576 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war um 11,4 Prozent auf 630 Millionen Euro nach oben geklettert.

Die Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch rechnet wegen der verstärkten Nachfrage von Bestandskunden bei LTE-Tarifen, die zu Anfang günstiger angeboten werden, nur noch mit einem Anstieg des Service-Umsatzes von drei (bisher: vier) Prozent, wie aus einer ebenfalls am Mittwochabend in Maintal veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Beim Ebitda wird nun aus denselben Gründen wie bei der Mutter nur noch ein Anstieg um acht (zuvor: zehn) Prozent angepeilt.

Bei 1&1 gab es im Gegensatz zu United Internet keine Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms. Dennoch war das Minus beim Aktienkurs nicht höher als beim Mutterkonzern.

Der Umsatz war bei 1&1 im ersten Halbjahr um 0,4 Prozent auf 1,826 Milliarden Euro gestiegen. Das Ebitda legte um 0,1 Prozent auf 340,4 Millionen Euro zu.

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