Handelsblatt Konjunktur

Wirtschaft, Handel & Finanzen Sorgen um Konjunktur: IfW-Präsident warnt vor Überdramatisierung

Trotz der eingetrübten Konjunktur sieht der Ökonom Gabriel Felbermayr aktuell nur ein geringes Rezessionsrisiko in Deutschland. "Ich sehe kein Risiko einer Rezession im Sinne einer nachhaltig negativen Entwicklung der Wirtschaft", sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) der Deutschen Presse-Agentur. Auch bestehe momentan angesichts der boomenden Bauwirtschaft und einer lebhaften Dienstleistungskonjunktur keine Gefahr einer technischen Rezession, also dem Rückgang der Wirtschaftsleistung über mindestens zwei Quartale. "Man sollte die jetzige Situation nicht überdramatisieren."
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  • dpa

Allerdings sei die Zahl der Unsicherheitsfaktoren für die Prognosen so hoch wie lange nicht, räumte Felbermayr ein. "Wenn der Brexit schiefgeht, wenn der harte Handelsstreit mit den Amerikanern eskaliert, wir noch einen trockenen Sommer kriegen, dann haben wir möglicherweise tatsächlich eine Rezession und vielleicht sogar mehr als nur eine technische."

Profitieren würde die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des Ökonomen dagegen von einem Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China. "Wenn die Unsicherheit verschwindet und China wieder kräftiger wächst, würde das auch uns helfen", sagte er.

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