Wirtschaft, Handel & Finanzen Städte zu E-Tretrollern: Aus Erfahrung mit Miet-Fahrrädern gelernt

Bunte Miet-Fahrräder auf Bürgersteigen und Radwegen haben in vielen Städten für Frust gesorgt - das soll aus Sicht des Deutschen Städtetags mit elektrischen Tretrollen anders laufen. Vor der für Freitag erwarteten Entscheidung über die Zulassung sogenannter E-Scooter sagte Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur, aus Erfahrungen mit flexiblen Fahrrad-Verleihsysteme hätten die Städte gelernt. "Wo öffentlicher Platz knapp ist, wird ein Bündeln der Miet-Fahrzeuge, wie E-Roller, von unterschiedlichen Anbietern unumgänglich." Dafür könnten Städte Sondergenehmigungen für öffentliche Parkflächen aussprechen.
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  • dpa

Für diesen Freitag wird erwartet, dass der Bundesrat einer Verordnung über die Zulassung von Tretrollern mit Elektromotor zustimmt. Anders als zunächst geplant dürfen Nutzer sie voraussichtlich nur auf Radwegen oder auf der Straße fahren, auch langsame Modelle werden wohl von den Gehwegen verbannt. In vielen Städten stehen Verleiher schon in den Startlöchern.

Die Städte begrüßen die geplante Verordnung, sagte Dedy. Neue Fahrzeuge wie die E-Tretroller bereicherten den Verkehrsmix in Richtung nachhaltige Mobilität. Dass das auch zu Konflikten führen kann, ist den Städten bewusst: Die neue Verkehrsvielfalt verlange "sowohl zwischen den Zweiradnutzern als auch besonders von Auto- und Lkw-Fahrern größere Achtsamkeit auf den Straßen und Wegen", mahnte Dedy. "Der Schutz der jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmer muss jederzeit gewährleistet sein." Viele Städte bauten derzeit Radwege aus. Damit werde auch mehr Platz geschaffen für die sogenannten E-Kleinstfahrzeuge.

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