Wirtschaft, Handel & Finanzen Trump: Iran wird bald reden wollen

US-Präsident Donald Trump will den Iran weiter an den Verhandlungstisch zwingen. "Ich bin sicher, dass der Iran bald reden will", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Er widersprach Behauptungen, wonach es einen internen Streit um die richtige Strategie im Iran in seiner Regierung gebe. "Es gibt überhaupt keinen internen Streit", schrieb der US-Präsident. "Unterschiedliche Meinungen werden ausgetauscht und am Ende treffe ich eine entschiedene und finale Entscheidung", schrieb Trump. Der Prozess sei sehr einfach.
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  • dpa

In US-Medien machen Gerüchte die Runde, dass es zwischen dem Ultra-Hardliner John Bolton, dem Nationalen Sicherheitsberater von Trump, und anderen Regierungsmitgliedern erhebliche Meinungsverschiedenheiten zur Iran-Politik Trumps gibt. Selbst der konservative Kommentator Tucker Carlson hatte kürzlich die Vermutung geäußert, dass Bolton Trump von einem Krieg gegen den Iran überzeugen wolle.

Die Spannungen zwischen den USA und der Führung in Teheran sind zuletzt eskaliert. Die US-Regierung hatte im Mai 2018 das internationale Atomabkommen aufgekündigt. Anfang Mai dieses Jahres traten die bislang schärfsten Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Die US-Regierung wirft dem Iran vor, Terror zu unterstützen, die Region zu destabilisieren, mit seinem Raketenprogramm gegen UN-Auflagen zu verstoßen und insgeheim weiter nach Atomwaffen zu streben. Inzwischen erklärte auch der Iran einen Teilausstieg aus dem Atomdeal. Eine Reihe von Zwischenfällen in der Golfregion hat zuletzt Sorgen vor einem Krieg geschürt.

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