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Wirtschaft, Handel & Finanzen Trump zu Urananreicherung im Iran: Ein sehr schlechter Schritt

US-Präsident Donald Trump hat den Iran im Atomstreit vor jeder weiteren Eskalation gewarnt. In einem Tweet bezeichnete Trump am Sonntagabend (Ortszeit) Berichte über Urananreicherung Teherans als "sehr schlechten Schritt". Dagegen wäre die Aushändigung eines seit zwölf Jahren im Iran vermissten ehemaligen FBI-Agenten ein "sehr positiver Schritt", twitterte der US-Präsident weiter.
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  • dpa

Der Iran hat nach amerikanischen Medienberichten am Wochenende erstmals offiziell bestätigt, dass es gegen den ehemaligen FBI-Mann vor Gericht in Teheran ein laufendes Verfahren gebe. Details wurden nicht genannt.

Seit die USA im Mai 2018 einseitig das internationale Atomabkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe aufkündigten, haben die Spannungen zwischen den beiden Ländern immer weiter zugenommen. Die US-Regierung versucht mit einer Politik des "maximalen Drucks", zu der auch neue Sanktionen gegen Teheran gehören, den Iran zu einer Neuverhandlung des Atomabkommens mit schärferen Auflagen zu bewegen.

Seither verletzte der Iran in mehreren Schritten Bestimmungen des Abkommens, um den Druck auf die Vertragspartner erhöhen, ihren Verpflichtungen aus dem Atomdeal nachzukommen. Zuletzt wurde die Urananreicherung in der unterirdischen Anlage Fordo wieder aufgenommen. Die Vertragspartner Deutschland, China, Frankreich, Russland und Großbritannien befürchten, dass der Iran ganz aus dem Abkommen aussteigen und unbegrenzt Uran anreichern könnte.

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