Afrika-Fonds Anleger entdecken einen neuen Kontinent

Sie wachsen, entwickeln sich unabhängig von der Weltkonjunktur und Aktien sind sehr günstig bewertet: Afrikanische Staaten südlich der Sahara. Mit welchen Fonds Privatanleger profitieren können.
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Buntes Treiben in Nigerias Hauptstadt Lagos: Auch Mark Mobius lobte zuletzt das westafrikanische Land für seine Dynamik. Quelle: Reuters

Buntes Treiben in Nigerias Hauptstadt Lagos: Auch Mark Mobius lobte zuletzt das westafrikanische Land für seine Dynamik.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfAfrika als Anlageziel? Was exotisch klingt, ist für einige findige Investoren gar nicht so neu. Mark Mobius etwa, Schwellenländer-Pionier beim Fondshaus Franklin Templeton, spricht schon seit 2012 immer wieder über die Wachstumsmärkte in Subsahara-Afrika, allen voran Nigeria. Doch steht Afrika bei Privatanlegern erst jetzt auf der Agenda, da sie sich mit dem Vertrauen in die klassischen Emerging Markets wie Türkei, Thailand oder Indien neuerdings schwer tun.

Die sogenannten Frontier-Märkte – dazu zählen neben Subsahara-Afrika auch Marokko und Tunesien, sowie schlechter entwickelte Schwellenländer in Osteuropa, Asien und im Nahen Osten – werden die klassischen Schwellenländer zwar nicht ersetzen können. Dafür ist ihr Anteil an der weltweiten Marktkapitalisierung mit 2,4 Prozent momentan noch zu gering (Schwellenländer 24,7 Prozent). Doch kann sich die rechte Hand von Mark Mobius, Afrika-Spezialist Carlos von Hardenberg, vorstellen, dass chancenorientierte Anleger ihrem Portfolio künftig bis zu acht Prozent Frontier-Anlagen beimischen könnten.

Dass ein Investment in Subsahara-Afrika gerade jetzt für Privatanleger interessant sein kann, meint auch Cornelis Vlooswijk, Afrika-Experte beim niederländischen Fondshaus Robeco. „Privatanleger haben es besser, wenn sie zu den ‚early movers‘ gehören, von dem neuen Investment-Trend von Anfang an profitieren.“ Im Gegensatz zu den Schwellenländern, deren Wachstum unter den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise leidet, würden sich die afrikanischen Frontier-Märkte weitgehend unabhängig von der Weltwirtschaft entwickeln, so Vlooswijk.

Tatsächlich holt Subsahara-Afrika in größeren Schritten auf. Die stetigen Investitionen in die Förderung natürlicher Ressourcen wie Öl, Gas, Edel- und Industriemetalle, sowie eine immer wohlhabendere Mittelschicht, seien zuletzt die Treiber des Wachstums gewesen, schreibt die Weltbank. Aktuell rechnet sie damit, dass einzelne Länder, darunter die ehemaligen portugiesischen Kolonien Angola und Mosambik, aber auch Nigeria, Ghana oder Kenia, in den nächsten Jahren jährlich zwischen 6,8 und 8,5 Prozent wachsen. 

Ein gutes Dutzend Fonds mit Schwerpunkt Afrika gibt es zur Zeit, aufgelegt etwa von den Fondshäusern Robeco, Templeton, und dem Schweizer Asset Manager Bellevue. Allesamt richten sie sich an Anleger mit längerfristigem Investmenthorizont (mindestens fünf Jahre), die am strukturellen Wachstum der afrikanischen Frontier-Märkte teilhaben wollen.

Ohne Südafrika geht es nicht
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  • Perfektes Timing, wo doch Emerging Markets gerade so beliebt sind bei Anlegern.

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