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Allianz-Tochter Pimco laufen noch mehr Anleger davon

Die Kapitalflucht bei Pimco nimmt kein Ende. Große Pensionsfondsverwalter hatten bereits nach dem Abschied von Starinvestor Bill Gross Gelder abgezogen. Jetzt schmilzt das Volumen des Fonds weiter.
Update: 05.11.2014 - 02:25 Uhr 2 Kommentare
Der Hauptsitz des Investmentfonds Pimco: Viele Anleger verlassen die Allianz-Tochter. Quelle: Reuters

Der Hauptsitz des Investmentfonds Pimco: Viele Anleger verlassen die Allianz-Tochter.

(Foto: Reuters)

Newport Beach Die Fondsgesellschaft Pimco kämpft weiter mit massiven Mittelabflüssen. Im Oktober zogen Investoren 27,5 Milliarden Dollar (21,9 Mrd Euro) aus dem Flaggschiff „Pimco Total Return Fund“ ab, wie das zum deutschen Versicherungskonzern Allianz gehörende Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Damit beschleunigte sich der Kapitalabfluss nochmals, nachdem er im September schon bei 23,5 Milliarden Dollar lag. Der weltgrößte Anleihen-Fonds verfügt demnach noch über 170,9 Milliarden Dollar nach einem Spitzenvolumen von 293 Milliarden Dollar im Jahr 2013.

Dem Analysehaus Morningstar zufolge verzeichnete auch der Total Return Exchange-Traded Fonds (ETF) im Oktober einen Abfluss von insgesamt 437 Millionen Dollar. Das wäre der zweite negative Monat in Folge nach dem Abzug von 631 Millionen Dollar aus dem börsennotierten Fonds im September. Der ETF folgt mit seiner Strategie Pimcos Flagschiff-Fonds Total Return.

Pimco laufen bereits seit einiger Zeit die Anleger davon. Im August hatten sie unter dem Strich 3,9 Milliarden Dollar aus dem Total Return Fund abgezogen. Mit dem Abgang des in der Branche aus als "Bond-König" bekannten Anlage-Experten und Pimco-Gründer Gross kehrten aber noch mehr Investoren dem Unternehmen den Rücken.

Portfoliomanager David Schawel von Square 1 Financial wies darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse bei vielen institutionellen Anlegern langwierig seien. Daher sei noch "einige Monate" mit Abflüssen zu rechnen.

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  • dpa
  • rtr
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2 Kommentare zu "Allianz-Tochter: Pimco laufen noch mehr Anleger davon"

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  • Es war richtig, Gross zu feuern; Micheal Diekmann durfte und wollte sich nicht von diesem bunten Vogel auf der Nase rumtanzen lassen – Ausserdem hatte der lange genug Gelegenheit, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, die er ja selbst verbockt hat – also möglichst schnell weg mit Schaden. Was jetzt geschieht, hat zwei Ursachen: Fondanleger handeln alles andere als rational, die sind im Verhalten wie aufgescheuchte Hühner; Und diese Flucht hat ihre Ursache noch in dem Gross entzogenen Vertrauen. Ich vertraue da voll auf Michael Diekmann – ehe er die Allianz verlässt, wird er dieses Problem gelöst haben- wetten?

  • Es zeigt sich immer mehr, daß Gross wohl richtig lag, weiter Treasuries zu halten, denn seit seinem Abgang bei PIMCO fiel deren Zins bis zu 20%, was sehr viel ist.

    Zwar gaben sie seither wieder deutlich nach, konnten jedoch in jenem Zeitfenster ordentlich abverkauft werden.