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Anlageskandal Fahnder suchen beim TÜV nach Unterlagen zu S&K

Im Rahmen der Ermittlungen zur Immobiliengruppe S&K haben Fahnder jetzt Büros einer TÜV-Süd-Tochter durchsucht. Die Immobilienfonds waren mit einem Gutachten des TÜV beworben worden.
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Die S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller. Quelle: WirtschaftsWoche

Die S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller.

(Foto: WirtschaftsWoche)

FrankfurtIm Multimillionen-Anlageskandal um die Frankfurter S&K-Immobiliengruppe haben Fahnder Büros einer TÜV-Süd-Tochter in München durchsucht. Entsprechende Informationen des ARD-Wirtschaftsmagazins „Plusminus“ bestätigten eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft und ein Sprecher des TÜV Süd am Wochenende. Der TÜV Süd sei aber kein Beschuldigter, die Aktion am vergangenen Donnerstag sei erfolgt, „weil wir nach Unterlagen gesucht haben“, sagte die Sprecherin.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen zahlreiche Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, mit einem Schneeballsystem Anleger geprellt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Schaden mindestens auf einen dreistelligen Millionenbetrag beläuft. Damit wäre S&K laut Staatsanwaltschaft das größte laufende Betrugsverfahren in Deutschland. Nach Angaben der Sprecherin haben bislang zwei Verdächtige Aussagen gemacht, ob diese aber als Geständnis gewertet werden könnten, könne sie nicht sagen. Die übrigen hätten sich bislang noch nicht geäußert.

Der Sprecher des TÜV Süd bestritt die Darstellung von „Plusminus“, dass sich die S&K-Unternehmensgruppe vom TÜV Süd den angeblichen Wert ihres Immobilienbestands bescheinigen ließ. Vielmehr habe ein TÜV-Mitarbeiter für ein internes S&K-Gutachten die Immobilienan- und -verkäufe der Unternehmensgruppe auf Grundlage der vorhandenen Dokumente aufgelistet. Auch habe er die darin verzeichneten Preise zusammengefasst. Dieses Gutachten habe S&K dann massiv in der Anlegerwerbung eingesetzt und den guten Ruf des TÜV SÜD „für eigenes Marketing missbraucht“.

Ein Wertgutachten habe der TÜV SÜD für die Immobilien nicht erstellt, sagte der Sprecher. „Wir haben kein Zertifikat ausgestellt, wir haben kein Audit durchgeführt.“ Er betonte, seine Organisation wolle auch künftig mit den Ermittlern kooperieren und die Aufklärung des Sachverhalts unterstützen.

  • dpa
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