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Anleihefonds Wie Bill Gross sein Image als Starinvestor verliert

Dem einstigen Anleihekönig der Wall Street und Mitgründer der großen Anlagegesellschaft Pimco laufen die Kunden weg. Sein Fonds verwaltet jetzt weniger als eine Milliarde Dollar.
Update: 14.01.2019 - 15:54 Uhr Kommentieren
Der einstige Pimco-Manager hatte vor Monaten selbst Anteile aus dem Fonds abgestoßen. Quelle: Reuters
Bill Gross

Der einstige Pimco-Manager hatte vor Monaten selbst Anteile aus dem Fonds abgestoßen.

(Foto: Reuters)

SydneyInvestoren ziehen weiterhin Geld aus dem Anleihefonds von Bill Gross ab. Der Janus Henderson Global Unconstrained Bond Fund erlitt Bloomberg-Schätzungen zufolge im Dezember Abflüsse von etwa 60 Millionen Dollar. Die Abflüsse verringerten das Fondsvermögen auf 950 Millionen Dollar, verglichen mit einem Allzeithoch im Februar von 2,2 Milliarden Dollar. Investoren haben seit dem Höchstwert im Februar zehn Monate in Folge Geld abgezogen.

Es ist ein herber Rückschlag für den 74-Jährigen mit großer Vergangenheit. Er war Mitgründer des US-Asset-Managers Pimco und galt an der Wall Street lange Zeit als „Anleihekönig“. Von der unabhängigen Ratingagentur Morningstar wurde er als bester Anleihemanager der ersten Dekade dieses Jahrtausends ausgezeichnet, zuletzt noch als bester Bondmanager im Jahr 2007.

Vor acht Jahren noch steuerte er noch den Pimco-Flaggschifffonds mit knapp 300 Milliarden Dollar Kapital. Doch dann entzweite er sich mit der Firma und wechselte 2014 zum kleineren Konkurrenten Janus Henderson unter ihrem Chef Dick Weil. An der Börse werteten die Anleger den Neuzugang als Coup. Die Janus-Henderson-Aktie explodierte.

Märkte falsch eingeschätzt

Die Euphorie ist längst geschwunden. Gross hat sich mit seinen Anlageentscheidungen mehrere Male verhoben. Im vergangenen Jahr fuhr er einen Verlust von rund vier Prozent ein, war damit schlechter als die meisten Konkurrenten. Auch in den Vorjahren waren die Ergebnisse wenig berauschend.

„Er hat die Märkte falsch eingeschätzt“, sagt beispielsweise Volker Schilling, Chef der Anlagefirma Greiff Capital Management. Schon im Sommer 2012 urteilte Gross, der Aktienkult könnte schon bald enden. Sein teilweiser Verzicht auf US-Staatsanleihen erwies sich als Fehlentscheidung, ebenso wie die Flucht in kurze Laufzeiten.

Vor zwei Jahren wiederholte er sein Credo: Aktien sind verwundbar, Cash aufbauen ist die bessere Alternative. Dazu kamen zeitweise Wetten, dass die Renditen von US-Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen sich annähern würden. Auch das erwies sich als falsch.

Eine Reaktion von Janus Henderson auf eine Anfrage zur Zukunft des Fonds von Bill Gross stand bis zum Nachmittag aus.

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