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AWD und Bilfinger Berger Kurseinbrüche belasten Nebenwerte-Fonds

Der Oktober war für gleich zwei im deutschen Nebenwerte-Index MDax vertretene Unternehmen ein schwarzer Monat. So plumpste die Aktie des Finanzdienstleisters AWD nach einer Gewinnwarnung um mehr als 30 Prozent in die Tiefe, dem Baukonzern Bilfinger (minus 25 Prozent) verhagelten Verluste im Australien-Geschäft die Bilanz.
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HB HAMBURG. Eine mögliche böse Überraschung bei Bilfinger hatte Felix Meier auf der Rechnung, die kalte Dusche von AWD nicht. Weil die Aktie, die seit Anfang 2003 um mehr als 250 Prozent gestiegen war, bereits seit längerem zu den Top-Positionen des von ihm betreuten CS Equity Fund (Lux) Small Cap Germany gehörte, fielen die Verluste höher aus als bei den meisten Mitbewerbern. Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich deutscher Nebenwerte-Fonds rutschte der bisherige Spitzenreiter deshalb auf Platz drei ab.

Der AWD-Aktie hält Meier gleichwohl die Treue. "Die Gründe für die Gewinnwarnung waren vorübergehender Natur", konstatiert der CS-Manager. Trotz des jüngsten Einbruchs im Lebensversicherungsgeschäft bleibe die private Altersvorsorge ein Wachstumsmarkt, von dem der Konzern überdurchschnittlich profitieren werde: "Wir haben die Kursschwäche zum Nachkauf genutzt."

Größere Sorgen bereitet Meier da schon die deutlich gestiegene Risikoaversion vieler Marktteilnehmer, die in vielen Portfolios zum pauschalen Abbau von Nebenwerten geführt habe. Auch wenn der Schweizer durchaus die Gefahr sieht, dass sich diese Tendenz noch einige Wochen fortsetzt, hält er deutsche Small Caps mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 für "nach wie vor ansprechend" bewertet.

Vergleichsweise wenig Federn lassen musste im Oktober der Kapitalfonds Family Business auf Rang sieben. Das hat zum einen damit zu tun, dass dort weder AWD noch Bilfinger enthalten waren und sind, zum anderen aber auch mit der besonderen Ausrichtung: Fondsberater Jürg Fritsche von der Vermögensverwaltung Grossbötzl, Schmitz & Partner konzentriert sich auf Firmen, die mehrheitlich von einer Eignerfamilie beherrscht werden. "Familienunternehmen agieren im Allgemeinen deutlich verantwortungsbewusster, da sich Fehler und Versäumnisse immer auch im Privatvermögen der Eigner niederschlagen", erläutert Fritsche. Deshalb verlaufe die Kursentwicklung - von Ausnahmen wie AWD abgesehen - meist kontinuierlicher.

Ein Zusammenhang, auf den mittlerweile auch die Deutsche Börse aufmerksam wurde: Anfang Januar lancierte sie den German Entrepreneurial Index (Gex), der 117 eignerdominierte Firmen listet. Als Messlatte für den Kapitalfonds Family Business taugt der Gex Fritsche zufolge aber nicht: "Wir berücksichtigen auch Firmen, die wie Altana, Peugeot oder Microsoft seit mehr als zehn Jahren an der Börse notiert sind." Der Deutschland-Anteil seines Portfolios beträgt derzeit 68 Prozent, zu den größten Positionen gehören Fuchs Petrolub, Hymer und Henkel.

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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