Bilanz 2013 Die besten Fonds des Jahres

Der stärkste Fonds erzielte im Vorjahr eine Rendite von 146 Prozent. Ein Vergleich zeigt die besten Produkte. Plus: Warum der durchschnittliche Fondskäufer viel richtig gemacht hat und wie er sich nun optimal aufstellt.
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Siegerpokal: Einige Fonds brachten Anlegern dreistellige Renditen. Quelle: Getty Images

Siegerpokal: Einige Fonds brachten Anlegern dreistellige Renditen.

(Foto: Getty Images)

FrankfurtEs gibt sie wieder, die spektakulären Kursfeuerwerke für Geldanleger. So hoch wie der Luxembourg Selection Asian Wind and Solar Fonds flog 2013 kein anderer. Um mehr als 146 Prozent stieg die Kursrakete in den vergangenen zwölf Monaten nach oben. Damit schnitt das Portfolio von allen 26.100 Fondstranchen, die in Deutschland erhältlich sind, am besten ab.

Dieses Ergebnis zeigt eine Auswertung aktueller Fondsdaten, die die Ratingagentur Morningstar börsentäglich erstellt. Der Zweitbeste investiert in Biotechnologieaktien und flog im selben Zeitraum immerhin noch halb so hoch. Das ist gut und erklärbar: Legten doch die Portfolios dieser Anlageklasse im Durchschnitt 2013 um 54 Prozent zu.

Doch die meisten deutschen Privatanleger haben nicht nur diese Bestperformer mit hoher Wahrscheinlichkeit verpasst. Auch die Aktienhausse soll an ihnen vorbeigerauscht sein. So lieferten Produkte in vielen Aktiensegmenten im vergangenen Jahr zwar hervorragende Ergebnisse. Aber nur 7,5 Prozent der deutschen Privatanleger sind in Aktien und angeblich nur zehn Prozent in Aktien- oder Mischfonds investiert, berichtet das deutsche Aktieninstitut. Der Durchschnittssparer bescheide sich stattdessen oft mit Zinsen und Renditen, die unterhalb der Inflationsrate liegen.

Fondsanleger setzen zu 37 Prozent auf Aktien

Ganz anders verhält sich offenbar die Spezies der Fondsanleger im Land: Millionen haben derzeit insgesamt 770 Milliarden Euro in Publikumsfonds aller Gattungen investiert, berichtet der deutsche Fondsverband BVI. Wie viele Investoren davon genau Aktien- und Mischfonds halten, erhebt das Institut zwar nicht. Doch Ende Oktober 2013 waren stolze 37 Prozent aller Mittel in Aktienfonds angelegt.

Sie sind damit die beliebteste Anlageklasse vom Max Mustermann der Fondsanleger. Weitere 18 Prozent des Fondsvermögens sind in Mischfonds investiert, die Aktien und Anleihen kaufen. Kursgewinne und Dividenden dürften also auch bei ihm hängen geblieben sein.

Doch während Spezialfonds, die nur für Großanleger offen sind, 2013 weiter investiert haben, zogen Privatanleger Geld aus Aktienfonds ab. Von Januar bis Oktober 2013 verkauften sie um sechs Milliarden Euro mehr Anteile an Aktienfonds, als sie erworben haben. Dafür investierten sie jeweils zehn Milliarden Euro netto in Renten-und Mischfonds sowie je drei Milliarden in offene Immobilienfonds und alternative Portfolios wie Absolute Return Fonds. Aktienfonds stehen also trotz der Hausse auf der Verkaufsliste des durchschnittlichen Fondsanlegers.

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6 Kommentare zu "Bilanz 2013: Die besten Fonds des Jahres"

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  • Ich bin schon ziemlich lange an der Börse mit dabei und würde jedem von Fonds abraten. In einem Jahr hui, im nächsten Jahr pfui. Ich habe schon Fonds gesehen, die hoch gelobt wurden und dann hoch zweistellig eingebrochen sind. Und Dividenden sieht man nicht, das ist am bittersten!

    Ich teile im Übrigen die Kritik anderer Kommentatoren, dass hier einfach mal für Fonds getrommelt wird und empfehle, statt dessen ausgewählte Aktien nach klar definierten Regeln (Substanz/Kosten) zu kaufen und ggf. billiger nachzukaufen, wenn die Börse wieder mal nachgibt. Mein Tipp: Aktiensparen geht vor Fondssparen.

  • Sie scheinen sich noch nie mit Fonds bzw. Indexfonds beschäftigt zu haben sonst wüssten sie was diese tollen Indexfonds an Kosten verursachen. Wenn schon so etwas dann Einzelwerte wenn nicht dann ein paar vernünftige Vermögensverwaltungen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Die Korrelation zwischen Vorjahressiegern und den Siegern des nächsten Jahres liegt weit unter .30 (d.h. 30%).

    Keinen Cent sieht diese Finanzmaffia von mir, auch wenn ihre Apothekenumschau (Handelsblatt) noch so heftig dafür trommelt, um dann bei den Awards & Pressreisen der Investmenthäuser ein paar Lachshäppchen und Goodies abzugrasen.

  • Kostengünstige Indexfonds (ETFs), Risikostreuung z.B. 60/40 und liegen lassen. Damit wird man zum unbeliebtesten Kunden der Finanzbranche & schlägt auf lange Sicht jeden aktiven Fondsmanager.

  • was für ein Mist...Das der Luxemburg Asian Wind and Solar auf Dreijahressicht noch immer ein Minus von 14% bleibt unerwähnt. Solche Artikel animieren unerfahrene Anlager in Risikoinvestments einzusteigen und nach dem nächsten Zusammenbruch beginnt mal wieder das Gejammer. Unter dem Strich führt das dazu das Anleger auf lange Sicht die Lust an Wertpapieranlagen verlieren...

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