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Bridgewater gegen den Dax Weltgrößter Hedgefonds wettet auf weiteren Dax-Crash

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Die Frage nach dem Wann

Dabei kaufte Bridgewater grob überschlagen Leerverkaufs-Positionen, die so hoch sind wie das gesamte Handelsvolumen der jeweiligen Aktie an zwei Tagen. Ihr Anteil an den ausgegeben Aktien beträgt zwischen 0,6 und 0,89 Prozent. Gekauft wurden in erster Linie die Dax-Papiere mit der höchsten Marktkapitalisierung wie SAP, Siemens, Allianz, Bayer, BASF, Daimler und Deutsche Telekom und Deutsche Post. Diese acht Werte haben auch das größte Gewicht innerhalb des Dax.

Hinzu kamen die Finanzwerte Deutsche Bank, Allianz und Munich Re, gefolgt von Eon und Fresenius. Dax-Werte mit vergleichsweise niedrigem Börsenwert wie RWE und Pro Sieben Sat1 blieben außen vor, diese Anteilsscheine hatten auch nicht von der Börsenhausse profitiert.

Bei der Deutschen Bank etwa bewiesen die Amerikaner ein gutes Händchen. Mit einem Volumen von 0,5 Prozent der handelbaren Aktien baute Bridgewater die erste Position an Leerverkäufen auf, das war am Montag vergangener Woche. Am Freitag dann präsentierte das führende Institut der Bundesrepublik enttäuschende Zahlen, der Kurs Aktienkurs sackte deutlich ab. Bridgewater stockte weiter auf: Aus gut 140 wurden 220 Millionen. Und die Scheine fielen weiter. Seit dem Aufbau der Position um mehr als 13 Prozent.

Die entscheidende Frage: Wann wird Bridgewater seine Leerverkaufspositionen wieder auflösen und die bisherigen Gewinne auf dem Papier einstreichen? Dafür muss Dalios Haus Aktien kaufen – was bei dieser Höhe kein einfacher Vorgang ist und zumindest kurzfristig die Aktienmärkte stützen dürfte. Zudem wurden einige Dax-Aktien am Dienstag in dieser Woche auf dem bisher tiefsten Stand der Crash-Phase gekauft.

Am Nachmittag zeigte eine Pflichtmitteilung im Bundesanzeiger, dass Bridgewater inzwischen bei vier Papieren Positionen abgebaut hat. Mit knapp 100 Millionen Euro fällt die Schließung aber minimal aus, angesichts des Gesamtvolumens von mehr als sechs Milliarden Euro. Die Wette gegen den Dax läuft weiter.

In der Vergangenheit waren laut Bloomberg die Short-Wetten des Hedgefonds nicht immer erfolgreich. Weil die Aktien in den vergangenen drei Monaten zuvor deutlich gestiegen sind, waren von den insgesamt 20 Wetten 13 verlustreich.

Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch am italienischen und spanischen Aktienmarkt wettet er auf fallende Kurse. Laut Bloomberg sind es Short-Wetten auf 18 italienische Aktien im Wert von drei Milliarden US-Dollar. Die größte Position soll auf die Großbank Intesa laufen.

Bridgewater verwaltet nach eigenen Angaben ein Vermögen von rund 160 Milliarden US-Dollar. Dalio hat diese Firma 1975 von seinem Zwei-Bed-Appartment in New gestartet und hat seitdem bis einschließlich 2017 laut Alpha Return einen Gewinn für seine Investoren in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar erzielt. Nach Angaben des Magazin Forbes ist das Unternehmen 50 Milliarden Dollar wert.

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10 Kommentare zu "Bridgewater gegen den Dax: Weltgrößter Hedgefonds wettet auf weiteren Dax-Crash"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich bin der Meinung, dass solche Vorgehensweisen schlicht und ergreifend verboten gehören. Man sollte nur das verkaufen können, was man nachweislich besitzt.
    Solange das erlaubt ist, findet nur durch riesige (Hedge-) Fonds eine gewaltige Marktmanipulation statt, die vorrangig kleine und mittlere Investoren trifft. Ich kann den Sinn solcher Vorgehensweisen aus volkswirtschaftlicher Sicht überhaupt nicht erkennen. Damit wird nur die Raffgier einiger weniger bedient.

  • Von mir aus können die soviel wetten wie sie wollen. Gut geführte Unternehmen, die echte Werte für alle schaffen, werden immer gebraucht und schon deshalb nicht untergehen.

    Und auf den Rest kann man auch verzichten.

  • @Herr John Harris
    Der short-squeeze wird kommen, Bridgewater wird kaufen müssen, und sowohl Daimler (super KGV und Dividendenrendite, Chinesen steigen ein) als auch Deutsche Bank (US Zinsen steigen, DB ist der größte Anleihenhändler, macht operativ aktuell Gewinn - Steuereffekt war einmalig) wie die meisten der DAX Aktien sind SOLIDE und GÜNSTIG im Vergleich zu europäischen und richtig billig im Vergleich zu amerikanischen Aktien.
    Ich könnte mir nur vorstellen, dass Bridgewater darauf spekuliert, dass wir keine Regierung zustande bekommen und Neuwahlen und so - da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wenn wir in Deutschland keine Regierung haben, geht es WEITER SO und wenn Merkel bleibt AUCH.

    @Herr Peter Spiegel
    Ja die Renditen sind mein Ernst 2,1% Deutsche Bank bis 5% Daimler sind DEUTLICH MEHR ALS BEI ANLEIHEN. Bei steigenden Zinsen sinkt zudem der Kurs der Anleihen.
    Dass es auf anderen Märkten höhere Renditen mit Kurssteigerungen gibt mit hohen Risiken, mag schon sein, doch mein kleines deutschen konservatives und christliches Herz schlägt nun mal fürs INVESTIEREN und eben NICHT SPEKULIEREN!
    Schönstes Beispiel sind BITCOIN oder TESLA - hoch riskant!
    Persönlich schätze ich Kostolany und Warren Buffet.

  • @Herr K H
    Sehe ich auch so; Bridgewater kommt nur deshalb damit raus, weil sie schon dabei sind wieder zu kaufen. Es wird ja so getan, als hätte es noch nie einen short-squeeze gegeben.

    Bridgewater nutzt die Pflicht zur Veröffentlichung, um Unsicherheit bei den Zittrigen zu erzeugen. So können sie locker günstig die verliehenen Aktien auch in großen Mengen am Markt wieder aufkaufen.

  • Herr K H sind diese kümmerlichen Renditen Ihr Ernst, da kann man doch nur verhungern oder besser im Ausland investieren, besser gesagt man wettet gegen die Dax-Kurse.
    Die Welt ist kein Sozialamt oder Zoo für den Dax.

    Volkswagen VZ 6,4 2,74 %
    Lufthansa 6,4 2,67 %
    Daimler 7,6 5,04 %
    BMW 8,1 4,21 %
    RWE 10,7 3,53 %
    Deutsche Bank 11,0 2,17 %
    Münchener Rück 11,4 4,80 %
    Allianz 11,4 4,34 %

  • @Herr John Harris und der lieben Frau Edelgard Kah - da möchte ich doch meine Meinung doch auch anbringen:

    DA MACHT SICH BRIDGEWATER VIELE, VIELE DEUTSCHE FREUNDE!!!

    Wer glaubt die Spekulation auf sinkende Kurs geht auf, beachtet nicht, dass der DAX fundamental günstig ist, mit niedrigen KGV und hohen Dividenden.
    Die Investoren machen ein Schnäppchen, die Spekulanten müssen Glück haben, wenn das funktioniert.
    Name KGVe DIVe
    Volkswagen VZ 6,4 2,74 %
    Lufthansa 6,4 2,67 %
    Daimler 7,6 5,04 %
    BMW 8,1 4,21 %
    RWE 10,7 3,53 %
    Deutsche Bank 11,0 2,17 %
    Münchener Rück 11,4 4,80 %
    Allianz 11,4 4,34 %

  • An Herrn Bitschnau 16:24: Der Unterschied -
    Hedgefondsvermögen ist privates Geld - aber herr schäuble
    machte das Gegenteil und gab EURO 90.000.000.000,-- DEUTSCHE Steuergelder
    an GR - das Geld sehen die deutschenSteuerzahler nie wieder - wetten?

  • "... und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt."
    Schön, wenn es die großen Hände mit viel Taram mal wieder schaffen, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu generieren.

    Ich denke, daß in dem Moment, in dem diese short Strategie durch die Presse geht, der Initiator der selben schon wieder kauft. An alle Zittrigen: Jetzt biite schön die Papiere preiswert an Bridgewater verkaufen.

  • Sehr geehrte Herren Redakteure,

    Sie präsentieren in Ihrem Artikel einen Leerverkäufer, der bei 13 von 20 Spekulationen sich eine blutige Nase geholt hat. Das bedeutet eine Mißerfolgsquote von 65 %.

    Bleibt die Frage, was man aus Ihrem Artikel vielleicht lernen kann. Sollen Ihre Leser dem Beispiel von Bridgewater folgen? Immer wieder auf fallende Kurse spekulieren und in zwei Drittel aller Fälle Verluste einfahren? Ist es das, was Sie empfehlen?

  • Herrn Schäuble haben solche Strategien nie gefallen.

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