Zentrale der Deutschen Bank

Dunkle Wolken ziehen über die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt hinweg: Die Aktie hat in den vergangenen Handelstagen deutlich an Wert verloren.

(Foto: dpa)

Bridgewater Weltgrößter Hedgefonds wettet mit weiteren Milliarden gegen deutsche Aktien

Seit Beginn der milliardenschweren Spekulation auf fallende Kurse ist die Deutsche-Bank-Aktie um mehr als 25 Prozent gefallen. Das reicht Bridgewater nicht.
Gegen diese Dax-Konzerne wettet der Hedgefonds Bridgewater

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
FSE

-2,53 -3,03%
0,00€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
1 von 14

Seit dem 29. Januar 2018 setzt Bridgewater auf sinkende Dax-Kurse. Bei BMW machen die Leerverkaufspositionen des weltweit größten Hedgefonds mittlerweile 0,49 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Tatsächlich verzeichnete die Aktie des Autobauers von Ende Januar bis Anfang März einen Wertverlust von sechs Prozent, mittlerweile geht es aber wieder aufwärts.

(Stand aller Zahlen: 04. April 2018)

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

-0,09 -0,63%
+13,38€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
2 von 14

Inzwischen wetten die Amerikaner ganze sieben Milliarden gegen die großen deutschen Werte. Die Anteile der durch Bridgewater gehaltenen Leerverkaufspositionen an der Marktkapitalisierung bei der Deutschen Telekom betragen 0,69 Prozent. Damit könnte der Hedgefonds Erfolg haben, wenn er denn mal realisieren würde. Doch die Wetten bleiben bestehen, scheinbar wittert man weitere Verluste bei den deutschen Blue-Chips. Für die Telekom-Aktie ging es seit Ende Januar abwärts. Im März wurde sogar ein Dreijahrestief verzeichnet.

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
L&S

-0,53 -1,77%
+29,29€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post
3 von 14

Auch die Aktien der Deutschen Post verloren seit Januar an Wert. Bridgewater verfügt derzeit über Leerverkaufspositionen im Wert von 303 Millionen Euro, die einen Anteil von 0,7 Prozent an der Marktkapitalisierung des früheren Staatskonzerns ausmachen.

FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785604
Börse
FSE

+0,20 +0,29%
+69,30€
Chart von FRESENIUS SE & CO. KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius SE
4 von 14

Eine ähnliche Entwicklung ist bei Fresenius feststellbar. Im relevanten Zeitraum verlor die Aktie rund zehn Euro und erreichte Ende März ein Zwölfmonatstief. Bridgewater setzt mit einer viertel Milliarde Euro (0,75 Prozent der Marktkapitalisierung) auf Verluste bei Fresenius.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
L&S

-0,10 -1,13%
+9,10€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Eon
5 von 14

Auch bei Eon setzt Bridgewater-Chef Ray Dalio auf Verluste – mit geliehenen Aktien im Wert von 158 Millionen Euro. Das entspricht 0,79 Prozent der Marktkapitalisierung. Durch die strategische Neuausrichtung von RWE und Eon zog die Aktie des Energieversorgers allerdings seit Anfang März deutlich an. Wenn es dabei bleibt, könnte der Hedgefonds ein Minusgeschäft machen, da er die Aktien zu einem höheren Preis zurückkaufen muss.

ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1EWWW0
Börse
FSE

+1,50 +0,79%
+190,30€
Chart von ADIDAS AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Adidas
6 von 14

Bei Adidas wartet Bridgewater bislang vergeblich auf Verluste. Die Aktien des Sportartikelherstellers sind derzeit über zehn Euro mehr wert als Ende Januar. Bridgewater hält 0,88 Prozent der Marktkapitalisierung in Form von Leerverkaufspositionen.

SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007164600
Börse
L&S

-1,39 -1,35%
+101,17€
Chart von SAP SE INHABER-AKTIEN O.N.
SAP
7 von 14

Auch bei SAP hat Bridgewater-Chef Ray Dalio die Leerverkaufspositionen erhöht – auf mittlerweile 908 Millionen Euro und 0,88 Prozent der Marktkapitalisierung. Im größten Dax-Wert sind die Amerikaner in absoluten Zahlen auch am stärksten investiert mit ihren Wetten. Die Aktien des Softwaregiganten verloren seit Ende Januar mehr als neun Prozent an Wert.

DüsseldorfSeit dem 29. Januar 2018 setzt Ray Dalio, Gründer und Chefanlagestratege des Hedgefonds Bridgewater, massiv auf fallende Kurse bei europäischen und speziell deutschen Aktien. Die Kursentwicklung gibt ihm recht: Seitdem ist der deutsche Leitindex um elf Prozent gesunken.

Doch anstatt die Positionen glattzustellen und die Gewinne einzustreichen, wählt der Fonds den entgegengesetzten Weg. Er baut seine Spekulationen deutlich aus.

 
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