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Cash-Call-Strategie Offene Immobilienfonds meiden hohe Barbestände

In den vergangenen zwölf Monaten habe viele Manager offener Immobilienfonds gut gewirtschaftet: So erzielten die zehn besten Produkte dieser Kategorie durchweg Ergebnisse von knapp sechs Prozent und mehr.
  • C. Lindenberg (Das Investment)

HAMBURG. Zur Spitzengruppe gehört auch der UBS (D) Euroinvest Immobilien, der mit einem Plus von 7,18 Prozent den zweithöchsten Wertzuwachs von 30 Fonds erzielte. Nach Ansicht von Christian Paul resultiert das gute Ergebnis vor allem aus dem Umbau des Fonds vor gut einem Jahr: Im April 2007 sei ein Paket mit acht deutschen Immobilien „zu sehr guten Konditionen“ verkauft“ worden, berichtet Paul. Auch eine parallel gestartete Vermietungsoffensive habe sich ausgezahlt und den Leerstand in einigen Immobilien deutlich reduziert, ergänzt der Manager von UBS Real Estate in München.

Einen weiteren Erfolgsfaktor sieht Paul in der so genannten Cash-Call-Strategie. So werde der aktive Vertrieb des Fonds immer dann eingestellt, wenn die Liquiditätsquote auf rund 20 Prozent steigt. „Umgekehrt öffnen wir den Fonds wieder, wenn die Quote insbesondere durch Akquisitionen auf rund zehn Prozent abgebaut wird“, erläutert Paul. Mit dieser Maßnahme will er eine Verwässerung der Wertentwicklung durch zu hohe Barbestände vermeiden.

Eine ähnliche Strategie verfolgt auch das Team der Credit-Suisse-Tochter CSAM Immobilien KAG. Es hält die Kassequote in dem auf Rang neun liegenden Fonds CS Property Dynamic ebenfalls im Schnitt bei zehn Prozent. Die Gesellschaft geht sogar noch einen Schritt weiter: „Investoren, die eine Anteilsrückgabe nicht mit einer Frist von zwölf Monaten ankündigen, müssen eine Rücknahmegebühr von drei Prozent des Anteilswerts zahlen“, erläutert CSAM-Manager Karl-Heinz Heuß, der auch für den CS Euroreal (Wertzuwachs über zwölf Monate: 4,70 Prozent) verantwortlich ist. „Bei diesem Fonds wird die Cash-Call-Strategie allerdings nicht umgesetzt“, stellt Heuß klar und verweist auf den deutlich größeren Anlegerkreis. Der CS Property Dynamic richte sich dagegen ausschließlich an institutionelle Investoren ab einem Anlagevolumen von drei Millionen Euro. Heuß: „Mit dem Property Dynamic planen wir kurz- bis mittelfristig auch Investments in Übersee.“

Aus Sicht von Hauke Petersen entspricht der ebenfalls nur für Institutionelle aufgelegte UBS-Fonds eher einem klassischen Produkt, das auch für Privatanleger infrage käme: „Das Portfolio ist insgesamt eher auf klassische Märkte wie Frankreich ausgerichtet, während der CS Property Dynamic offensiver auf risikoreichere Märkte wie Polen setzt“, erläutert der Mitinhaber der Investmentberatung Petersen & Lange in Hannover.

Der Handelsblatt Expertencall
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