Dax 2017 Was Anleger im kommenden Jahr erwartet

Aktien bleiben im nächsten Jahr die erste Wahl für die Anleger. Doch die Musik spielt wegen des Trump-Faktors an den US-Börsen. An politischen Risiken herrscht kein Mangel. Aber die größte Gefahr lauert woanders.
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Ein Fernsehbild zeigt den designierten US-Präsidenten vor der Dax-Kurve. Trump dürfte nach Meinung von Experten die US-Börsen beflügeln, nicht aber den deutschen Leitindex. Quelle: Reuters
Donald Trump

Ein Fernsehbild zeigt den designierten US-Präsidenten vor der Dax-Kurve. Trump dürfte nach Meinung von Experten die US-Börsen beflügeln, nicht aber den deutschen Leitindex.

(Foto: Reuters)

FrankfurtUlrich Stephan, der Chefanlagestratege der Deutschen Bank für Privat- und Firmenkunden, war nervös. Allerdings trieben ihn am Mittwoch bei der Vorstellung des Kapitalmarktausblicks nicht Sorgen um die Finanzmärkte um. Nein, er bangte um seinen „Lieblingsverein“ Borussia Mönchengladbach, der am Mittwochabend gegen Manchester City in der Champions League antreten muss. Zu den Finanzmärkten stellte er im Zwillingsturm der Bank eher die Chancen im kommenden Jahr heraus.

Die Entwicklung an den Finanzmärkten werde zwar von politischen Unsicherheiten bestimmt sein. Allerdings dürften die Anleger an den Aktienbörsen am Ende noch ganz gut bedient werden. „Wir sehen den Aktienmarkt eher auf der Gewinnseite“, sagte Stephan. An politischen Großereignissen herrscht auch 2017 kein Mangel, in wichtigen europäischen Ländern wie Deutschland oder Frankreich wird gewählt, zusätzlich lassen sich die Auswirkungen des Brexits und der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten noch nicht vollständig abschätzen. Das könnte zu erhöhten Schwankungen an den Finanzmärkten führen.

Große Sprünge sind an den Aktienmärkten deshalb nicht zu erwarten. Den Dax sieht Stephan Ende 2017 bei 11 300 Punkten. Das würde im Vergleich zum heutigen Stand einem Plus von etwa 640 Punkten entsprechen. Damit ist er etwas zurückhaltender als die DZ-Bank, die in ihrem Kapitalmarktausblick einen Anstieg auf 12.000 Punkte prognostiziert hatte.

Das runderneuerte Portfolio von Warren Buffett

AMERICAN AIRLINES GROUP INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US02376R1023
Börse
L&S

+0,18 +0,54%
+32,95€
Chart von AMERICAN AIRLINES GROUP INC. REGISTERED SHARES DL -,01
American Airlines
1 von 49

Neu im Portfolio

Fast alle Airlines in den USA haben in den vergangenen Jahren Schwächephasen durchlitten, gingen durch Insolvenzverfahren oder fusionierten, um im Wettbewerb mithalten zu können. Das hat Starinvestor Warren Buffett lange davon abgehalten, in Fluggesellschaften zu investieren. Doch jetzt holt er gleich vier Titel ins Portfolio. Einer lautet American Airlines – Marktführer im US-Geschäft. Buffett hat Papiere für fast 800 Millionen Dollar des Unternehmens erworben.

Buffetts Anteile: mehr als 21,7 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

Quelle aller Angaben: 13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC für das dritte Quartal 2016 (nur US-Aktien). Stand: 15. November 2016.

DELTA AIR LINES INC. REGISTERED SHARES DL -,0001

WKN
ISIN
US2473617023
Börse
L&S

+0,61 +1,27%
+48,41€
Chart von DELTA AIR LINES INC. REGISTERED SHARES DL -,0001
Delta Airlines
2 von 49

Neu im Portfolio

Bei Delta Airlines ist Buffett mit fast 250 Millionen Dollar eingestiegen. In einem Fernsehinterview wollte Buffett nicht sagen, weshalb seine Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway jetzt solche großen Stücke auf Luftfahrt-Werte setzt.

Buffetts Anteile: mehr als 6,3 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

UNITED CONTINENTAL HOLDG. INC. REGISTERED SHARES DL-,01

WKN
ISIN
US9100471096
Börse
L&S

+1,12 +1,57%
+70,90€
Chart von UNITED CONTINENTAL HOLDG. INC. REGISTERED SHARES DL-,01
United Continental
3 von 49

Neu im Portfolio

Von United Continental hat Buffett im dritten Quartal des Jahres Aktien im Wert von fast 240 Millionen Dollar auf die Bücher genommen.

Buffetts Anteile: mehr als 4,5 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

SOUTHWEST AIRLINES CO. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US8447411088
Börse
L&S

-0,27 -0,51%
+51,88€
Chart von SOUTHWEST AIRLINES CO. REGISTERED SHARES DL 1
Southwest Airlines
4 von 49

Neu im Portfolio

Erst nach dem Stichtag 30. September hat Buffett Anteile am Billigflieger Southwest erworben. Per TV-Interview gab er aber auch diese Beteiligung bekannt, da er sich schrecklich fühlen würde, wenn über seine Airline-Käufe berichtet würde, ohne Southwest zu berücksichtigen.

Ein erfolgloses Investment in US Airways von 1989 bis 1995 (75 Prozent Verlust) soll Sodbrennen bei dem Milliardär ausgelöst haben – und seitdem hielt er die Branche für gefährlich für Anleger und nannte sie "eine Todesfalle für Anleger".

Buffetts Anteile: unbekannt
Veränderung im dritten Quartal 2016: nach dem Stichtag 30.9. ins Portfolio genommen

Media General

WKN
ISIN
Börse

Chart von Media General
Media General
5 von 49

Aus dem Depot geflogen

Das Medienunternehmen Media General hat Warren Buffett aus seinem Portfolio geworfen. Er verkaufte im dritten Quartal alle 3,47 Millionen Papiere, die er besessen hatte. Im Jahr 2012 hatte Buffett die Position an dem Zeitungskonzern aufgebaut, doch er hat seinen Glauben in eine Wiederbelebung des Geschäfts verloren.

Buffetts Anteile: 3,47 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: minus 100 Prozent

SUNCOR ENERGY INC. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
CA8672241079
Börse
L&S

-0,68 -1,87%
+35,07€
Chart von SUNCOR ENERGY INC. REGISTERED SHARES O.N.
Suncor
6 von 49

Aus dem Depot geflogen

Das kanadische Energieunternehmen Suncor investiert unter anderem in Schieferöl-Projekte. Die Fracking-Industrie steht wegen des Ölpreis-Verfalls unter Druck. Deswegen hat Buffett die Position aus dem Portfolio geräumt. Zuletzt hatte er noch 22,28 Millionen Aktien besessen.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im dritten Quartal 2016: minus 100 Prozent

WALMART INC. REGISTERED SHARES DL -,10

WKN
ISIN
US9311421039
Börse
L&S

-1,65 -1,90%
+85,30€
Chart von WALMART INC. REGISTERED SHARES DL -,10
Wal-Mart
7 von 49

Anteil drastisch reduziert

Der größte US-Einzelhändler Wal-Mart war lange ein fester Bestandteil in Warren Buffetts Depot. Im zweiten und dritten Quartal reduzierte er jedoch die Beteiligung deutlich. Dabei liegt die Aktie seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent im Plus. Die verbleibenden Papiere sind aber immer noch 870 Millionen Euro wert.

Buffetts Anteile: 12,97 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2016: minus 67,75 Prozent

Als Reaktion auf die Wahl von Donald Trump erwartet Christophe Foliot, Leiter International Equities bei Edmond de Rothschild Asset Management, in den kommenden Monaten eine Erholung der zyklischen Titel. „Donald Trumps erste Äußerungen als designierter Präsident stehen in krassem Gegensatz zu seiner populistischen Wahlkampfrhetorik und werden zyklische Aktien dorthin zurückbringen, wo sie hingehören“, sagte er in seinem jüngsten Marktbericht.

In den vergangenen zwei Jahren hätten Anleger Bewertungszahlen ignoriert und stattdessen bevorzugt Aktien von konjunkturunempfindlichen Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial gekauft. Trumps Wahlsieg dürfte nun zu einem Rückgang der Bewertungsabstände führen.

Prognosen für Euro Stoxx und Dow Jones
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7 Kommentare zu "Dax 2017: Was Anleger im kommenden Jahr erwartet"

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  • Danke für die Lorbeeren Helmut,

    ich habe kein Riesen-Vermögen, mach Software auf eigene Regie.
    Ich würde nie Aktien spekulieren, ist vollkommen unkalkulierbar.

    Der Hochfrequenz-Devisenhandel ist absolut fair.
    Die Großfinanz/Banken spekulieren gegen die Staatsbanken, damit ist garantiert dass sich der Markt in klaren Grenzen bewegt, da sonst die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend währen.

    Das Paradoxe ist, lässt du dich heute in einer Bank beraten, so werden dir Versicherungen und Bank-Fonds aufgeschwatzt. Die Devise was langfristig angelegt ist bringt Rendite und ist sicher !

    For Example, habe letztes Jahr in einem Monat aus 250€ => 16T€ gemacht, wollte es an einem Tag verdoppeln, man sollte sein Glück nicht überstrapaziern ;-)

    Dem Blüm seine Rente ist sicher !
    Meine auch!


  • Ha Ha Ha ich bin der Akten Prophet und meine Aussagen stimmen immer,
    der nutzlose Mob sollte schweigen, wenn der Mesias schreibt.

  • ............eine Prognose zu geben....ist völliger Blödsinn....da es keinen Sinn macht.....und viel wichtiger..... keinem geglaubt werden kann....was soll überhaupt die Fragestellung in diesen unsicheren Zeiten.....ganz zu schweigen im kommenden Jahr....wo Trump + Co intronisiert......und andere Wahlen stattfinden......
    ..nochmals gesagt.....auf den Trichter zu kommen mit einer solchen Frage zeugt von Dummheit.....und profilneurotischer Selbstdarstellung.....
    ....nur ein Anfänger und Dummkopf aus der Hallogesellschaft......kann Kommentaren aus dieser Ecke etwas abgewinnen.......

  • Als Investor kaufe ich schon die ganze Zeit amerikanische Aktien. Tanker, Lizenzen und Kohle, der Rest ist überkauft. Dividende über 10% steuerfei im Briefkasten,
    da lcht das Herz des Finken. Der Plebs hat natürlich wieder sein Euro-Sparbuch
    unter dem Kopfkissen und wartet auf die Elster. Ach und die Altersversorgung ist auch futsch und das Geld wie immer bei uns Investoren. Aktien kaufen, Dividenden
    kassieren und das Briefkästchen pflegen, nur so wird man reich und bleibt es auch.
    Herr und Frau Mob schauen wieder in die polierte Christbaumkugel vomBank-Berater, anstatt meine Kommentare im Handelsblatt zu lesen.

  • Wie schön. Immer wieder neue Prognosen. Mal von dieser, mal von jener Bank. Aber wie ist das mit dem Blick in die Glaskugel? Gibt es jemand, der daran ernsthaft glaubt?

    Wahrscheinlich nur Neugeborene. Die nicht die Erfahrung gemacht haben, dass die Prognosen nur in seltenen Ausnahmefällen ins Schwarze treffen. Gerade eben hat sich die ganze Zunft wieder bis auf die Knochen blamiert. Für den Fall eines Wahlsieges von Donald Trump sahen fast alle Banken herbe Kursverluste voraus. Tatsächlich kam es an den amerikanischen Aktienmärkten zu einer Rally mit täglich neuen Rekordkursen. Die Prognostiker haben somit Plus und Minus verwechselt. Macht nichts, wenn man sich von Grund auf geiirrt hat. Dann legt man eben unverfroren einen gelehrt klingenden neuen Ausblick vor.

    Was mich am meisten stört, ist das Gehabe. Die Worte "könnte", "vielleicht" und "weiß man nicht" kommen bei den Herren Prognostikern nicht vor. Man könnte meinen, die Herren wüßten mit großer Sicherheit und ganz genau was auf uns zukommt.


  • "Schaut euch die Aktienmärkte an, Die Entwicklung des Euros!
    Donald Trump senkt die Unternehmenssteuern auf 15% und die Engländer auch!
    Das Kapital wandert aus der Euro-Zone."

    Der Tschortscho Eibl liegt absolut richtig. ;-)
    Aktien aus der Euro-Zone gehören daher auch aus dem Portfolio rausgeschmissen.
    € versus USD short mit 1:400-Hebel würde ich persönlich nicht machen - kann man aber, wenn man sehr mutig ist und genug Risikokapital hat.
    Die wirkliche Gefahr liegt jedoch bei einem sehr schnellen Anstieg der Bond-Yields der Staatsanleihen der Euro-Zone. Das wird dann für die EZB richtig ungemütlich...

  • Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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