Dax-Dividenden Aktien sind attraktiver als Anleihen

Egal, ob Daimler, BASF oder Deutsche Post: In den vergangenen Jahren haben Standardwerte mit ihren Dividendenrenditen Unternehmensanleihen klar geschlagen. Mit welchen Fonds und ETFs Anleger davon profitieren können.
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Das Waschmittel Persil: Mit seiner bekannten Marke ist der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel immernoch erfolgreich. Gerade hat das Unternehmen die Dividende angehoben. Quelle: dpa

Das Waschmittel Persil: Mit seiner bekannten Marke ist der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel immernoch erfolgreich. Gerade hat das Unternehmen die Dividende angehoben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Aktionäre von Thyssen-Krupp und der Commerzbank müssen auch dieses Jahr darben. Der Stahlkonzern und Deutschlands zweitgrößte Bank zahlen keine Dividende. Die Anteilseigner anderer Dax-Konzerne können sich hingegen über satte Ausschüttungen freuen. Gerade erst hat der Konsumgüterkonzern Henkel die Ausschüttungsquote in die Höhe geschraubt. Insgesamt werden die Dax-Konzerne nach Berechnungen der Commerzbank 27,3 Milliarden Euro ausschütten.

Noch wichtiger als die absolute Höhe ist für Anleger aber die Frage, wie viel Geld sie für jeden Anteilsschein gemessen am aktuellen Aktienkurs erhalten – die sogenannte Dividendenrendite. Für Dividenden-Spitzenreiter wie Allianz, Deutsche Telekom, Eon und Munich Re gibt es mehr als vier Prozent.

Schon lange trommeln Experten für Aktien mit attraktiven Dividendenrenditen. Die Idee dahinter: Aktien sind die besseren Anleihen. Gemessen an der durchschnittlichen Dividendenrendite würden die deutschen Standardwerte nämlich Anleihen klar schlagen – und das auch nach dem Kursanstieg der vergangenen Wochen, der diese Kennzahl sinken lässt. „Die Dax-Dividendenrendite von 2,8 Prozent liegt immer noch genauso hoch wie die Rendite von BBB-Unternehmensanleihen“, sagt Andreas Hürkamp, Leiter Aktienmarktstrategie Commerzbank Research.

„Das war Mitte 2007 noch anders: Einer Dax-Dividendenrendite von 2,7 Prozent stand eine BBB-Unternehmensanleihenrendite von 5,4 Prozent gegenüber.“ Ähnlich fällt der Vergleich zu den bei deutschen Anlegern so beliebten Bundesanleihen aus. „Mitte 2007 stand einer Dax-Dividendenrendite von 2,7 Prozent eine Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von 4,7 Prozent gegenüber, im Jahr 2013 liegt die Dax-Dividendenrendite 100 Basispunkte über der Rendite der Staatsanleihe von 1,8 Prozent“, so Hürkamp.

Auch europäische Standardwerte punkten mit hohen Ausschüttungsquoten. Nach Berechnungen der DZ Bank liegt die Dividendenrendite des Euro Stoxx 50 bei durchschnittlich 3,7 Prozent.

Auf Standardwerte zu setzen ist also eine gute Alternative zur Investition in Anleihen. Denn halbwegs auskömmliche Renditen, die auch nach Abzug von Inflation, Steuern und Kosten noch im positiven Bereich liegen, gibt es nur bei Bonds schwacher Bonität. Die Dax-Konzerne aber haben im Schnitt bessere Ratingnoten. Außerdem gelten Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, als ertragsstark und sind entsprechend begehrt an der Börse.

Auch Fundamentaldaten zählen
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8 Kommentare zu "Dax-Dividenden: Aktien sind attraktiver als Anleihen"

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  • Vor 5 Jahren gab´s ca. 6% bis 8% Dividendenrendite bei fast allen DAX-Unternehmen, die damals eine Dividende gezahlt haben. War aber damals zu gefählich, Aktien zu kaufen, die sich inzwischen verdoppelt bis versechzehnfacht haben. Konnte man damals überall lesen...

  • Jetzt sind Verkaufspreise für Aktien und keinesfalls Kaufpreise. Was bring mir eine tolle Dividende, wenn der Kurs der Aktie sich halbiert oder drittelt? Aktien sind super, insbesondere die billigen ETF´s, aber nicht jetzt. Dieser Artikel ist ein Werbebrief für den Aktienkauf zur falschen Zeit! Anders gesagt: Die billig im Eigenhandel eingekauften Aktien der Banken, Versicherungskonzerne und der anderen Kaufmannskanzleien müssen an den Mann gebracht werden, bevor die nächste Korrektur an den Aktienmärkten losgeht. Übrigens, AAA-Anleihen steigen in der Regel im Crash bzw. kurze Zeit danach. Bei Aktien schaut die Musik beim Crash ganz anders aus! Von daher, dieser Artikel ist aus meiner Sicht eine echte Irreführung.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Für Ihre Renditebetrachtung einer Aktienanlage haben Sie sich willkürlich einen Bezugszeitpunkt gewählt, an dem der Dax extrem hoch stand. Dies führt natürlich zu einer vergleichsweise bescheidenen Rendite.

    Wer hingegen sein Geld im Frühjahr 2003 im DAX investiert hat, verfügt nun über einen steuerfreien Gewinn von ca. 370%, was einer jährlichen Rendite von ca. 14% entspricht.

    Bei einem Börsen-Crash verlieren im Überigen nicht nur die Kleinanleger, sondern alle Anleger den gleichen Anteil ihres Vermögens.

  • Solche Artikel hätten Sie vor 2 Jahren publizieren müssen. Da war es auch nicht anders. Jetzt häufen sich solche Parolen. Irgendwas stimmt nicht.

  • Nur noch EXPERTEN die wissen was Morgen ist !

    Also kauft nur alle schön.

  • der tod ist besser als das langsame sterben.
    fuer ganz dumme:aktien sind die selbe scheisse wie die anleihen.beides fuehrt zur pleite der anleger

  • Frau Schwarzer sollte einmal nicht nur die letzten Jahre betrachten. Seit dem Jahr 2000 ist der deutsche Aktienindex DAX unter Einbeziehung der Dividendenauszahlungen nicht einmal um 20 Prozent insgesamt angestiegen. Das ist weniger als die -ohnehin beschönigend niedrig angesetzte- offizielle Geldentwertung. Zudem hat es ja gerade in diesem neuen Jahrhundert –auch bedingt durch grenzenlose Derivatespekulation- nun wirklich nicht an Börsenkrisen gefehlt. Eine neue Börsenkrise bahnt sich des Weiteren momentan an. Mein Eindruck ist, dass gerade für den Vermögensaufbau Für Töchter und Enkel ein breit aufgestellter Unternehmensanleihefonds im Mittel die bessere und verlässlichere Lösung ist. Aber vielleicht wird ja jetzt schon das Lied auf die tolle Aktienperformance deshalb so laut gesungen, um die Aktienmärkte im Windschatten eines sich anbahnenden Crashs noch etwas stabilisieren zu können. Alles schon gehabt, mit fatalen Folgen gerade auch für die allzu gutgläubigen Kleinanleger.

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