Edouard Carmignac Fonds-Ikone prophezeit ein weiteres schweres Jahr

Er gehört zu den größten Mischfonds Europas – und sein Name ist Programm. Patrimoine, das Erbe, heißt der Fonds des französischen Vermögensverwalters Edouard Carmignac. Der will nicht zocken, sondern Vermögen sichern.
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Edouard Carmignac ist Gründer der Investmentgesellschaft Carmignac Gestion und managet selbst einen 20 Milliarden schweren Mischfonds. Quelle: Pressebild

Edouard Carmignac ist Gründer der Investmentgesellschaft Carmignac Gestion und managet selbst einen 20 Milliarden schweren Mischfonds.

(Foto: Pressebild)

ParisEdouard Carmignac ist ein Mann von ganz eigenem Stil. Statt im modernen Geschäftszentrum La Défense hat der Franzose seine Büros mitten in Paris an der vornehmen Place Vendôme. Gegenüber vom Luxushotel Ritz residiert sein Investmenthaus Carmignac Gestion – und sitzt dort buchstäblich auf Millionen. Denn die Carmignac-Büros liegen gleich über der Boutique des Edel-Juweliers Van Cleef & Arpels. So edel und gediegen wie dort sieht es auch bei dem 64-jährigen Vermögensverwalter aus: Parkett und schwarze Teppiche am Boden, goldener Stuck an den Decken, dazu viel Kunst an den Wänden: Carmignac ist Sammler, liebt Pop Art und Andy Warhol.

Seine Geschäftsräume scheinen so gar nicht in die derbe Welt der Börse zu passen. Dabei befindet sich hier die Schaltzentrale des mit 20 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zu den größten Mischfonds Europas gehörenden Carmignac Patrimoine A, den Edouard Carmignac 1989 ins Leben gerufen hat. Wie sein Name – Patrimoine (Erbe) – verheißt, hat es sich der Fonds zur Aufgabe gesetzt, das Vermögen der Anleger sicher durch stürmische Zeiten zu steuern. „Unser Ziel ist nicht möglichst rasches, sondern stetiges Wachstum“, lautet Carmignacs Devise.

Bei der Beurteilung der internationalen Finanzwelt kommt ihm seine kosmopolitische Karriere zugute. Der in Paris geborene Unternehmensgründer, Sohn eines Diplomaten, ist in Peru aufgewachsen, auf britische Schulen gegangen, hat in Paris Wirtschaft studiert und einen MBA von der New Yorker Columbia University. Erst war er bei der Brokergesellschaft Hamant & Cie, dann gründete er 1989 sein eigenes Investmenthaus.

Dabei ist der Kosmopolit nicht allein in der Welt der Finanzen zu Hause. Neben Kunst interessiert er sich für Musik – er ist Fan von Mick Jagger – und Sport. Wenn es seine Zeit erlaubt, trainiert er im Sportclub des Ritz, überdies spielt er schon lange Polo. Seine Vielseitigkeit trägt zu seinem Ruf bei, ein eher ungewöhnliches Mitglied im Club der Herren des Geldes zu sein.

Der bankunabhängige Vermögensverwalter machte sich aber vor allem einen Namen, weil er bewies, dass er auch in rauen Börsenzeiten mit Aktien Geld verdienen kann. Das war sogar im Krisenjahr 2008 der Fall. Alle reden seitdem über ihn, er selbst aber sagt wenig. Meist lässt er einen Mitarbeiter sprechen. Zum Beispiel Didier Saint-Georges, eines der Mitglieder des Investmentkomitees, der über den Carmignac Patrimoine A sagt: „Wir haben seit 1989 eine durchschnittliche Rendite von neun Prozent im Jahr erwirtschaftet.“ In den vergangenen drei Jahren waren es im Schnitt 8,5 Prozent.

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13 Kommentare zu "Edouard Carmignac: Fonds-Ikone prophezeit ein weiteres schweres Jahr"

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  • GÄÄÄHN, wen interessiert denn die " Benchmark zu schlagen ". Das Zauberwort heißt, Absolute-Return !

  • @matrix: Ich halte den Carmignac Investissement seit bestehen mit 50 Anteilen, und ich bin nicht unzufrieden...

  • Patrimoine steht - richtig übersetzt - für Eigentum/Vermögen. Das Erbe ist - ebenfalls richtig übersetzt - l'héritage. Gruss aus der Zweisprachigkeit.

  • Zum Glück haben die Autoren des Handelsblattes etwas mehr Ahnung als irgendwelche Dummschwätzer bzw. Dampfplauderer hier am Board. Das unreflektierte Fiat Money Gesose und das Derivatblabla kann ich nicht mehr hören.

    Die, die hier schlau herumproleten haben noch nie in ihrem Leben einen Call auf eine Goldminenaktie besessen oder überhaupt eine Aktie. Wie die Märkte funktionieren, das wissen diese Babbler auch nicht. Es werden einfach planlos irgendwelche Argumente dampfgeplaudert, ohne einen Schimmer davon zu haben, wie eine arbeitsteilige Industriegesellschaft funktioniert. Immerhin verfügen wir momentan über den größten Wohlstand in der Geschichte Deutschlands. Und wenn man die Geschichte des Geldes betrachtet, findet man sehr viele Beispiele für das Scheitern der hochgelobten Edelmetallwährungen. Spätestens, wenn man per klassischem Raub um 100 Unzen Goldes beraubt wird, müsste einem klar sein, dass eine Überweisung sinnvoller gewesen wäre. Während einer Hungersnot ist Gold auch relativ wertlos. Der Wert, den man etwas beimisst, bemisst sich nach seiner Knappheit und seinem Nutzen, der schwankt auch bei Gold und Edelmetallen. In jedem Fall kommen aus der Richtung der "Geldkritiker" keine praktikablen Lösungsvorschläge. Inflation ist auch nicht so schlecht. Wenn sich Geld entwertet, dann muss man damit etwas anfangen und es nicht auf dem Sparbuch verrotten lassen.

    Also liebe Hobbygeldtheoretiker, das einzig Sichere im Leben und der Wirtschaft ist die Unsicherheit und irgendwann wird jede Währung scheitern.


    Carminiac:
    Jeder der den Index in schwachen Jahren schlagen kann, gehört mE zur Investmentelite. Das trifft uneingeschränkt auf obigen Fond zu.Den Schlaubergern empfehle ich z.B. den Kauf eines Studentenappartments in München (21qm, neu, voll ausgestattet) für 125000 Euro. Eine sichere Anlage oder die Anlage in sichern BUND Anleihen zu einem Zinssatz von 1,9% auf 10 Jahre. Da zahlt man nur einmal eine Gebühr.

  • Der werte Franzose hat seit Mitte 2010 keine Rendite mehr gemacht. Da gibt es durchaus noch Produkte am Markt die den Carmignac vernichtet schlagen und auch im Jahr 2011 deutlich positiv performt haben. Na, haben Sie einen Verdacht?

  • Von Investmentfonds scheinen Sie auch keine Ahnung zu haben. Der Carmignac Patrimoine hat eine TER von 1,50 %,der Fonds hat über 10 Jahre eine Wertentwicklung von rd. 11 % p. a., wohlgemerkt nach Kosten! Im Katastrophenjahr ist der Fonds mit einer schwarzen Null rausgegangen, während die vielen stark beworbenen Fonds von DWS, Fidelity, Templeton (und Gott erbarme sich ihrer)Deka 40 % mehr Verluste schrieben. Auch die sog, gemischten Fonds mit der totalen Flexibilität aus diesen KAGs haben sich in 2008 grottenschlecht entwickel. Solange die Fondsmanager von Carmignac ihren Job so gut machen, können die sich von mir aus auch goldene Wasserhähne und jeden Tag Hummer gönnen. Die Bewertung des Fonds ist erstklassig, z. B. 5-Sterne-Bewertung bei Morningstar (schon mal davon gehört?) Mitleid bekommt man umsonst, Neid muss man sich erarbeiten. Mein Mitleid haben Sie. Werden Sie von der Konkurrenz bezahlt?

  • es waren alles Experten, die uns in die Katastrophe gefuehrt haben. Die wahren Experten hatten schon vor 10 Jahren gesagt, der Euro werde nicht laenger als 10 Jahre leben. ...Aber die Leute wurden von den Medien mundtot gemacht und als dummkoepfige Laien dargestellt.
    Auf die wahren Experten wird noch immer nicht gehoert, denn es dreht sich nur um politische Korrektnis!!!

  • Es ist fünf nach zwölf. Die Staaten werden sich über Geldmengenvermehrung ihrer Schulden entledigen. Diese Vermehrung ist einfach eine Plünderung der Ersparnisse sei Es konten oder Renten. Es ist eine perfide Enteignungsmethode mit der die Gläubiger sogar ohne Mitbeteiligung enteignet werden. Das ist das Schema in allen Rettungsaktionen die Stattfand wenn IMF Gelder zur "Rettung" gab.
    Man hat nicht kapiert dass im Mai der Euro in etwas wie Drahme und Peseta oder Lire umgewandelt worden ist. Euro ist keine Hartewährung mehr. Es ist eher so dass die Deutschen nun die DM für Lire oder Drahme aufgegeben haben. Die Geldmengenvermehrung ist der Weg des kleinsten Widerstandes für Demokratien. Geldvermehrung ist eine Enteignung wehrt euch dagegen indem ihr Gold und Silber benutzt !!!

  • Das ungedeckte FIAT Money experiment geht mit einem Riesenknal zu Ende. Der Goldstandard wird vom Markt auf die Politik aufgezwungen. Die Leute bewahren den Wert ihres Kapitals in Edelmetallen, und tauschen diese Gelegentlich in Papiergeld um falls Sie es nötig haben. Damit wird dem Papiergeld einer der beiden Funktione, nämlich Wertaufbewahrung entzogen und es dient ausschlieslich noch als Tauschmedium. Der Markt führt den Goldstandard ein, dagegen ist die Politik machtlos. Früher haben die Leute ihr Gold gegen Schuldscheine in Banken aufbewahren lassen und so entstand das Bankwesen. Das moderne Bankwesen wird wieder an Gold scheitern. Gold ist das einzige Medium von dem Alle Völker was verstehen. Bald wird Euro und Dollar von den Arabern für öl nicht mehr angenommen. Kunden die mit Edelmetallen zahlen werden, werden automatisch bevorzugt. Iran verkauft mittlerweile gegen Gold an Indien öl. Merke:
    • Die Finanzpolitik des Wohlfahrtstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, dass hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die "versteckte" Einteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte.
    Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtstaates gegen den Goldstandard sind. (Allan Greenspan 1966 Gold und Wirtschaftliche Freiheit)


  • Wir sind wie ein Alkoholkranker. Der bekommt qualvolle Entzugserscheinungen, wenn man ihm den Alkohol entzieht. Würden die Zentralbanken die Zinsen stark erhöhen und die Geldschöpfung plötzlich bremsen, würde es uns ähnlich ergehen. Das System würde kollabieren. Deshalb sieht sich die Zentralbank gezwungen, immer mehr Geld bereitzustellen. Das aber macht das System noch krisenanfälliger. Ein Teufelskreis. Es werden sich weitere Blasen bilden, die irgendwann platzen und großen Schaden anrichten.Uns muss klar sein, dass viele Werte am Finanzmarkt fiktiv sind. Es sind Luftbuchungen, die an den Märkten gehandelt werden, die aber keinen realen Gegenwert besitzen. Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute: Wer hat denn jetzt mein Geld? Die Antwort ist: niemand. Es war ja nie wirklich da. Das ganze Dilemma, warum die Deutschen soviel Tages-,Festgeld, Bankanleihen, Bundeswertpapiere, Lebensversicherungen etc. halten ist der hartnäckige Glaube, dass die Bank und der Staat "Dein Freund" sind. Das wurde den Deutschen ja auch jahrzehntelang vorgegaukelt. Leider ist es aber so, dass man, wenn man Leute vom Gegenteil überzeugen will, nur müde belächelt, oder gar als gefährlicher Anarchist oder bedauernswerter Spinner dargestellt wird. Die Geldmengenvermehrung ist der Weg des kleinsten Widerstandes für Demokratien. Geldvermehrung ist eine Enteignung wehrt euch dagegen indem ihr Gold und Silber benutzt !!!

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