Erfolgreicher Start Comeback der Heuschrecken

Die Euro-Krise hatte auch den Hedge-Fonds schwer zu schaffen gemacht. Jetzt profitiert die umstrittene Branche von der Erholung an den Aktienmärkten. Der Januar war der beste Monat seit langem für die Fonds.
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Auch für Hedgefonds-Manager John Paulson läuft es wieder besser. Quelle: dpa

Auch für Hedgefonds-Manager John Paulson läuft es wieder besser.

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LondonDie Hedge-Fonds haben die Krise des vergangenen Jahres zumindest vorübergehend hinter sich gelassen. Im Januar bescherten die spekulativen Fonds ihren Investoren im Schnitt ein Plus von 2,6 Prozent. Damit war der Start ins neue Jahr den Daten des Informationsdienstes Hedge Fund Research zufolge der erfolgreichste Monat für die umstrittene Branche seit dem Dezember 2010.

Diesen Erfolg können die Hedge-Fonds sehr gut brauchen, denn im vergangenen Jahr häuften sie im Schnitt Verluste von fast fünf Prozent an. Nur 2008, nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers und dem Beinahekollaps des Weltfinanzsystems, lief es noch schlechter. Damals verloren die Hedge-Fonds im Schnitt fast 20 Prozent. 2011 waren es vor allem die Turbulenzen der Euro-Krise und die Angst vor einer globalen Rezession, die den Hedge-Fonds zu schaffen machten. Insgesamt schnitten die risikofreudigen Fonds zwar noch etwas besser ab als die Weltbörsen, die im vergangenen Jahr rund 7,5 Prozent verloren. Dennoch weckte das deutliche Minus Zweifel am Konzept der Branche, die die Anleger mit dem Versprechen lockt, auch in schwierigen Marktphasen Schutz vor Verlusten zu bieten.

Im Januar 2012 profitierten die Hedge-Fonds davon, dass die Investoren die großen Risikofaktoren, die noch immer die Weltwirtschaft bedrohen, etwas optimistischer einzuschätzen scheinen. Die Aktienbörsen legten den besten Jahresstart seit 18 Jahren hin, die amerikanische Wirtschaft belebt sich ermutigend, und die Hoffnung, dass die Europäer die Euro-Krise doch noch in den Griff bekommen, ist zumindest etwas größer geworden. Zu den erfolgreichsten zählten zu Jahresbeginn denn auch Aktien-Hedge-Fonds, die im Schnitt um 3,8 Prozent zulegten.

Der Januar brachte auch für einige prominente Namen der Hedge-Fonds-Welt Entlastung, die im vergangenen Jahr noch zu den größten Verlierern zählten. Der Odey European Fund des Londoner Star-Managers Crispin Odey legte beispielsweise um 14 Prozent zu. 2011 hatte unter dem Strich noch ein Minus von 20 Prozent gestanden.

Einer der bekanntesten Hedge-Fonds-Manager überhaupt erzielt ebenfalls wieder positive Renditen. Der Advantage Plus Fonds des New Yorker Investors John Paulson legte im Januar um rund fünf Prozent zu, nachdem er 2011 dramatische Verluste von mehr als 50 Prozent verbuchte. Paulson, der insgesamt ein Vermögen von 24 Milliarden Dollar verwaltet, hatte mit seinem Vorzeigefonds viel zu früh auf eine Erholung der amerikanischen Banken und der US-Konjunktur gesetzt.

Einen Namen machte sich Paulson während der Finanzkrise mit spektakulären Wetten auf den Kollaps des amerikanischen Immobilienmarktes. 2010, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, soll der Hedge-Fonds-König der Wall Street fünf Milliarden Dollar kassiert haben – das wäre der höchste Gehaltsscheck aller Zeiten.

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6 Kommentare zu "Erfolgreicher Start: Comeback der Heuschrecken"

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  • Was bei diesem Artikel fehlt, ist eine langfristige Statistik mit Performance, Volatilität, Sharpe-Ratio der einzelnen Fonds. Zusätzlich noch ergänzt um einen Chartvergleich und Angaben darüber, ob und wie die einzelnen Produkte für einen dt. Anleger handelbar sind.
    Dirk Topolewski

  • Wenn die Anleger in diesen Fonds endlich akzeptieren, dass diese Heuschreckenfonds auch nicht mehr tun als parallel zu den großen Aktienindizes zu steigen und zu fallen, dann werden sie auch nicht länger 2% für die Management"Leistung" dieser Fonds zu zahlen bereit sein - denn mit den Aktien steigen und fallen kann man per ETF ja auch für einen Bruchteil dieser Kosten. Und schon verschwindet das "Problem Heuschrecke" - mangels Masse!

    Oh wie ich mich darauf freue...

  • Münte hatte recht !

  • Diese Heuschrecken sind genau so gefährlich, wie die Webstühle zum Weberaufstand vor ein hundert Jahren.

    Das Problem ist die Zionistische Denken des Herrenmenschen und ihre Ableger, FED, Illuminaten, Bilderbeger, CITY, Sozialisten.

    Aber gegen diese Brut gibt es nur 1 Mittel:
    "Fühl dich wohl".

    Alle Machtinstrumente dieser Illuminierten versagt, wenn Menschen keine unbegründeten Ängste mehr haben und es sich gut gehen lassen.

  • Vergleicht man die "Erfolge" der Hedgefonds mit den allgemeinen Kurssprüngen in den verschiedenen Marktbarometern, dann zeigt sich, dass diese "Erfolge" auch von einem "Dackel mit Internetzugang" hätten erwirtschaftet werden können. Zufälliges Tippen mit der Schnauze hätte vollkommen genügt, um diese statistisch gestreuten Ergebnisse der Hedgefonds zu erreichen.
    Man sieht daran , das es für "Hedgefonds" schwieriger geworden ist, einen Übertrag zu generieren, seit die Strafverfolger die Branche mit den Mitteln überwachen, die auf die organisierte Kriminalität zugeschnitten sind. Völlig zu Recht:
    Die Suchkombination der Begriffe "John Paulson" und "Fraud" (Betrug) erzielt bei Google über eine Millionen Fundstellen.
    Die Suchkombination "Goldman Sachs" und "Fraud" (Betrug) erzielt sogar über 12 Millionen Fundstellen...
    Es ist die Scheinwirtschaft dieser Parasiten, die das einstige Flaggschiff der Maktwirtschaft als Patienten an den Devisentropf Rotchinas gebracht hat.

  • Auf dieses Zeug kann man verzichten. Hier müßte drastisch besteuert werden.

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