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Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Die Frankfurter Benchmark hat in diesem Jahr bereits mehrfach eine neue Bestmarke erreicht.

(Foto: dpa)

ETF-Ratgeber Investieren in ETFs – Das müssen Anleger über Indexfonds wissen

Wie funktionieren ETFs, was sind Vor- und Nachteile der Indexfonds – und wie investieren Privatanleger mit kleinem Geldbeutel?
24.04.2020 - 10:17 Uhr Kommentieren

Unser aktueller ETF-Ratgeber 2020 bietet Ihnen einen Überblick über das Investieren in Indexfonds, zeigt Ihnen die Vor- und Nachteile der ETFs und steht für Sie darüber hinaus auch als PDF-Datei zum Download bereit. Das aktuelle Dossier zeigt auf 14 Seiten die wichtigsten Punkte kompakt auf einen Blick.

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, haben in der Finanzwelt einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Die Fonds sind transparent, an der Börse jederzeit zum fairen Preis handelbar, außerdem kostengünstig. Und die Aussichten sind gut, dass der Boom anhält. Was muss man wissen? Alles Wichtige zu ETFs im aktuellen Überblick.

ETF-Ratgeber 2020 - das Handelsblatt ETF-Dossier

Was sind ETFs?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, was zu deutsch etwa börsengehandelter Fonds bedeutet. 

Ein ETF bildet mit speziellen Finanzprodukten, den sogenannten Derivaten, einen Börsenindex - beispielsweise den Deutschen Aktienindex (Dax) - nach.

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    Die Wertentwicklung eines ETF ist dabei eng an die Entwicklung des jeweiligen Index gekoppelt. Steigt der Index, steigt auch der Wert des Fonds. Durch diese Bindung an einen Index kann ein ETF allerdings auch an Wert verlieren. Das sollten Anleger im Hinterkopf haben.

    Wie investiere ich in ETFs?

    Um in einen Indexfonds zu investieren und so Kapital anlegen und sparen zu können, benötigt man zunächst ein Wertpapierdepot. Hier lohnt sich als erster Schritt ein Vergleich der Broker, da viele Anbieter unterschiedliche Kosten und Gebühren verlangen. Grundsätzlich gilt: Je günstiger, desto besser. ETF-Angebote gibt es für jede Situation und für beinahe jedes Budget.

    Was macht einen ETF aus?

    Indexfonds haben viele Eigenschaften, die sie für Anleger interessant machen. Dazu gehören beispielsweise:

    • ETFs kommen ohne Fondsmanager aus. Das bedeutet geringere Kosten und dadurch im Bestfall eine höhere Rendite für Anleger.
    • Bereits geringe Einzahlungssummen können sich für Anleger auszahlen. Es müssen nicht zwingend hohe Inventionen getätigt werden um Rendite zu erzielen.
    • ETFs haben in der Vergangenheit auch in Krisenzeiten gut performt und können sich daher auch in der aktuellen Coronakrise eignen.

    Welche Arten an ETFs gibt es?

    Es existieren unterschiedliche Arten von Indexfonds. Die ETF-Arten auf einen Blick:

    • Vollreplizierend: Der ETF enthält alle Wertpapiere in exakt der Gewichtung wie im abgebildeten Index.
    • Teilreplizierend: Der Fonds investiert in hinreichend viele Titel, sodass die Indexentwicklung gewährleistet ist.
    • Swapbasiert: Der ETF enthält andere Titel als im Index. Ein Bankpartner garantiert die korrekte Wertentwicklung.

    Welche ETF-Sparpläne gibt es?

    Beim Investieren in ETFs werden unterschiedliche Sparpläne angeboten. Auch können diese Sparpläne sich bereits bei geringen Einzahlungssummen lohnen. Daher sind solche Sparpläne auch für Privatanleger, die nicht über ein großes Kapital verfügen durchaus interessant, um ihr Geld zu investieren. Gerade während der Zeit der niedrigen Zinsen können sich ETFs lohnen, da hier langfristig eine höhere Dividende erzielt werden kann als bei anderen Finanzprodukten.

    Das Wachstum von ETFs ist beeindruckend. Börsengehandelte Indexfonds gelten als Erfolgsstory. Denn auch im Krisenjahr 2008 hatten ETFs Zuflüsse. Selbst in der aktuellen Coronakrise könnten sie für Privatanleger ein interessantes Anlageobjekt sein.

    ETF-Kosten – die Gebühren machen den Unterschied

    ETFs kommen ohne Fondsmanager aus. Das heißt allerdings nicht, dass sie völlig kostenfrei sind. Geringere Kosten bedeuten für Anleger vor allem mehr Rendite. Durch die Vielzahl an Anbietern können Anleger darüber hinaus das für sie beste Angebot auswählen und wahrnehmen. Daher ist ein vorheriger Vergleich der Broker durchaus sinnvoll, um den besten Anbieter für die persönliche Situation zu finden. 

    Welche Risiken bestehen bei ETFs?

    Auch ETFs sind nicht ohne Risiko. Doch der größte Feind des Anlegers ist wahrscheinlich er selbst. So ist es natürlich nicht garantiert, dass man mit einem ETF Rendite erzielt. ETFs - und somit auch das investierte Kapital - können durchaus an Wert verlieren und zu Kapitalverlusten führen.

    ETF-Glossar – Erklärung der wichtigsten Begriffe rund um Indexfonds

    • Aktiv gemanagte Fonds: Der Manager versucht, die attraktivsten Einzeltitel auszuwählen, um so mehr Ertrag als ein Vergleichsindex zu erzielen. Das könnte bei einem deutschen Aktienfonds bedeuten: Er will mit der Titelauswahl besser abschneiden als der Dax 30.
    • Aktienfonds: Sie investieren vor allem in börsennotierte Gesellschaften. Der Manager kauft beispielsweise Aktien bestimmter Länder, Regionen oder einzelner Branchen.
    • Asset Allocation: In der Finanzsprache der Begriff für die Aufteilung des Vermögens auf einzelne Anlageklassen. Es geht um die Anteile an Anleihen, Aktien, eventuell auch Immobilien und an anderen weniger liquiden Vermögensformen.
    • Ausgabeaufschlag: Die klassische einmalige Gebühr beim Kauf von Fonds. Sie beträgt oft fünf Prozent bei Aktienfonds und drei Prozent bei Anleiheprodukten. Ihre Bedeutung ist gesunken, da Direktbanken Fonds heute oft preiswerter anbieten. Bei ETFs gibt es keinen Ausgabeaufschlag.
    • Ausschüttend: Die Fonds schütten Zinsen und Dividenden, die von den im Portfolio gehaltenen Firmen gezahlt werden, an die Anteilsbesitzer aus.
    • Benchmark: Sie ist ein Vergleichsindex für die Anlageleistung. Der aktive Fondsmanager versucht, besser abzuschneiden als die Messlatte. Ein ETF dagegen will möglichst genau den Indexertrag erzielen, etwa den Ertrag des S&P 500 bei einem entsprechenden Produkt.
    • Exchange Traded Fund (ETF): Ein an der Börse gehandelter Indexfonds. Dieser passive Fonds versucht, einen gewählten Index möglichst genau abzubilden und den entsprechenden Ertrag zu er- zielen.
    • Gesamtkostenquote: Die sogenannte Total Expense Ratio (TER) nennt die jährlich anfallenden Fondsgebühren als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondskapitals. Der größte Teil entfällt auf die Managementgebühr.
    • Indexanpassung: Von Zeit zu Zeit wird die Zusammensetzung eines Indexes überprüft und gegebenenfalls angepasst. Maßgeblich dafür sind Kriterien wie Marktwert oder Liquidität eines Einzel- wertes.
    • Kursindex: Er berücksichtigt die Kursentwicklung der enthaltenen Papiere. Dagegen werden in einen Performanceindex die Dividendenzahlungen eingerechnet. Gegenüber dem Kursindex zeigt der Performanceindex die gesamte Rendite.
    • Liquidität: Ein liquider Markt bedeutet, dass ein Anleger jederzeit zum aktuellen Kurs kaufen und verkaufen kann. Dafür sorgen eine Vielzahl von Marktteilnehmern sowie bei ETF zusätzlich die sogenannten Market Maker.
    • Managementgebühren: Jährlich anfallende Fondsgebühren als Prozentsatz des durchschnittlich verwalteten Kapitals. Sie sind ein Entgelt für die Managementleistung.
    • Market Maker: Banken oder speziellen Handelsfirmen stellen während der Börsenzeiten Kauf- und Verkaufspreise für ETFs.
    • Risikostreuung: Das ist die Grundidee des Fonds: Das Geld soll möglichst breit angelegt werden. So können Verluste in einer Position durch Gewinne in einer anderen ab- gefedert werden.
    • Sondervermögen: Ein Fonds ist ein Sondervermögen. Das Geld der Anleger ist vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Ein Fonds hat deshalb kein Emittentenrisiko.
    • Thesaurierend: Die Fonds schütten Zinsen und Dividenden nicht aus, sondern reinvestieren sie.
    • Tracking Error: In der Finanzbranche ein Maß für die Abweichung des Fondsertrags vom Indexertrag.
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