Erfolgreich anlegen mit ETFs

Alternative Anlagekonzepte Die Mischung macht es

In den vergangenen Jahren hat die ETF-Branche eine rasante Entwicklung vollzogen. Es gibt ETFs auf nahezu alle Anlageklassen und -strategien. Doch Indexfonds jenseits der klassischen Sparten sind schwer zu durchschauen.
1 Kommentar
Viele Finanzprodukte sind schlicht zu kompliziert und bringen keinen Mehrwert. Quelle: Getty Images

Viele Finanzprodukte sind schlicht zu kompliziert und bringen keinen Mehrwert.

(Foto: Getty Images)

KölnVorbei sind die Zeiten, als sich Anleger in einer luxuriösen Situation wähnten, wenn sie zwischen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) auf Aktien- und solchen auf Rentenindizes wählen konnten. In den vergangenen 15 Jahren hat die ETF-Branche eine rasante Entwicklung vollzogen. Heute gibt es ETFs auf nahezu alle Anlageklassen und -strategien. Sie sind für alle Anleger interessant. Spezielle ETF-Gattungen eignen sich allerdings in der Regel nur für risikofreudige Investoren.

Unter dem Schlagwort „Alternative Investments“ versammeln ETF-Anbieter jene Produkte, die nicht in andere Kategorien passen. Heraus kommt ein Sammelsurium: Indexfonds auf abseitige Branchen wie die Forstwirtschaft oder die Wasserindustrie, Rohstoff-ETFs, Hedgefonds-ähnliche Produkte. All diesen Indexfonds ist gemein, dass sie spezielle Bedürfnisse abdecken.

Unter Alternativen Investments versteht man Produkte, die Strategien aus der Hedgefonds-Welt anwenden, wie das einige ETFs bieten: Der „DB Hedge Fund Index UCITS ETF“ der Deutsche-Bank-Tochter DB X-Trackers etwa baut einen Index nach, der mehrere Hedgefonds-Strategien abbildet. Dazu gehört die „Event Driven“-Strategie, bei der Fondsmanager von speziellen Ereignissen bei Unternehmen profitieren wollen, etwa von Übernahmen. Oder die Strategie „Equity Market Neutral“, bei der Fondsmanager versuchen, in jedem Aktienmarktumfeld Rendite zu erzielen.

Das sind die besten Anbieter für Fonds und ETFs
Broker-Ranking 2016
1 von 19

Das Deutsche Kreditinstitut hat im Auftrag der Wirtschaftswoche für Privatanleger den besten Onlinebroker identifiziert. Für das Ranking wurden zwei Musterfälle betrachtet: ein Gelegenheitsanleger, der fünf Aufträge im Quartal ausführt, und ein Anleger, der mit 40 Aufträgen im Monat deutlich häufiger handelt. Die Erhebung erfolgte im September/Oktober 2016.

Die wichtigsten Fragen
2 von 19

Ausschlaggebend war das Angebot an handelbaren Wertpapieren: Wie viele Aktien, Anleihen, aktive Fonds und ETF-Indexfonds bietet der Broker? Wie viele Zertifikate? Zusätzlich wurde bewertet, wie Kunden mit Sparplänen regelmäßig investieren können. Die Wertung im Bereich Angebot machte 40 Prozent der Gesamtnote aus.

Zweiter Faktor
3 von 19

Mit ebenfalls 40 Prozent flossen die Konditionen ein: Müssen Kunden Depotgebühren zahlen? Wie hoch ist der Zuschlag, wenn sie per Telefon ordern? Was kostet der Handel an ausländischen Börsen? Und wie hoch sind die Gebühren, wenn Aufträge in mehreren Teilen ausgeführt werden müssen (Teilausführung)? Auch Rabatte für Vieltrader flossen mit in das Ranking ein.

Dritter Faktor im Ranking
4 von 19

Als dritter Faktor bestimmte der Kundenservice zu 20 Prozent die Gesamtwertung: Wie schnell und ausführlich erhalten Kunden Infos an der Telefonhotline? Können sie per E-Mail Hilfe anfragen? Und welche Informationen oder Wertpapierseminare erhalten sie auf der Website des Anbieters?

Fons, ETFs und Zertifikate
5 von 19

Das komplette Ranking über alle Anlageklassen können Sie hier lesen: http://www.wiwo.de/14823942.html
Wir zeigen Ihnen in der folgenden Übersicht die besten Anbieter in den Anlageklassen Fonds und ETFs. Das Teilergebnisse zu den besten Brokern für Zertifikate finden Sie hier: http://www.wiwo.de/14823942-5.html

Noten
6 von 19

Die Bewertung erfolgte in Schulnoten, basierend auf Punkten.

Gesamtpunkte: 100 bis 85,0 = sehr gut, 84,9 bis 72,3 = gut, 72,2 bis 61,4 = befriedigend, 61,3 bis 52,2 = ausreichend, 52,1 bis 44,4 = mangelhaft, 44,3 bis 0 = ungenügend.
Anlageklassen: 40 bis 34,0 = sehr gut, 33,9 bis 28,9 = gut, 28,8 bis 24,6 = befriedigend, 24,5 bis 20,9 = ausreichend, 20,8 bis 17,7 = mangelhaft, 17,6 bis 0 = ungenügend.
Kundenservice: 20 bis 17,0 = sehr gut; 16,9 bis 14,5 = gut; 14,4 bis 12,3 = befriedigend; 12,2 bis 10,4 = ausreichend; 10,3 bis 8,9 = mangelhaft; 8,8 bis 0 = ungenügend.
Kundenvotum: 5,0 bis 4,3 = sehr gut; 4,2 bis 3,6 = gut; 3,5 bis 3,1 = befriedigend; 3,0 bis 2,6 = ausreichend; 2,5 bis 2,2 = mangelhaft; 2,1 bis 0 = ungenügend.
Das Erreichen einer höheren als der maximalen Leistungspunktzahl war durch die Vergabe von Bonuspunkten möglich.

Platz 13
7 von 19

Unternehmen: Postbank
Note: befriedigend
Gesamtpunkte: 63,7
Umfang des Angebots: 25,0
Konditionen: 24,2
Kundenservice: 14,4

Hedgefonds-ETFs können als Portfolio-Beimischung sinnvoll sein, denn ihr Wert entwickelt sich weitgehend unabhängig von anderen Anlageklassen. Ein breit diversifiziertes Kernportfolio sollte jedoch vorhanden sein. Vor allem die Liquidität kann ein Problem sein. „Hedgefonds sind tendenziell illiquide, lassen sich in der Regel nicht täglich handeln. Damit sind sie keine sonderlich gute Basis für einen ETF“, sagt Heike Fürpaß-Peter, Managerin bei Lyxor. Zudem sind Hedgefonds-ETFs oft teurer als Standard-ETFs und kosten teilweise fast ein Prozent Gebühr. Der sogenannte Spread, die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, ist bei den Produkten meist ebenfalls höher.

Auf Überraschungen gefasst machen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Alternative Anlagekonzepte - Die Mischung macht es

1 Kommentar zu "Alternative Anlagekonzepte: Die Mischung macht es"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%