Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Erfolgreich anlegen mit ETFs

Anlagekonzepte Klüger als gedacht

Nicht alle Indexfonds folgen blind einem Markt. Mittlerweile können Anleger auch andere Strategien umsetzen. Manchmal ist es allerdings ganz schön kompliziert. Worauf Sie achten müssen, um sich vor Verlusten zu schützen.
24.11.2016 - 08:11 Uhr 2 Kommentare
Wer in ETFs investiert, liefert sich dem Auf und Ab des Marktes aus. Quelle: Fotolia
Auf und ab

Wer in ETFs investiert, liefert sich dem Auf und Ab des Marktes aus.

(Foto: Fotolia)

Köln Wer Erfolg hat, besitzt auch Feinde. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) haben von beidem eine Menge. Viele aktive Manager sind schlecht auf sie zu sprechen. Der Hauptvorwurf: Passives Geld ist dummes Geld. Das ist auf den ersten Blick sicher nicht ganz falsch. Wer in ETFs investiert, liefert sich dem Auf und Ab des Marktes aus. Es gibt kein Risikomanagement, das vor Verlusten schützt, wenn es abwärts geht. Und es gibt keinen Manager, der nach guten Investmentchancen sucht. Doch ETFs sind nicht mehr so simpel gestrickt wie früher. Mittlerweile können Anleger mit Indexfonds nicht nur in einzelne Assetklassen investieren, sondern auch komplexe Anlagestrategien umsetzen.

Für diese Strategie-ETFs hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein neues Schlagwort eingebürgert: Smart-Beta. Manchmal ist auch von Strategic-Beta- oder Faktor-ETFs die Rede. Dahinter verbergen sich Indexfonds, die keine klassischen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes nachbauen, sondern nach alternativen Kriterien gewichtete Marktbarometer.

Die Anbieter bedienen sich eines Kunstgriffs: Die ETFs bauen zwar weiter einen Index nach. Der hat aber nicht viel mit herkömmlichen Marktbarometern zu tun, sondern wird von den Anbietern selbst gestaltet. „Smart Beta ist kein Strohfeuer, sondern eine dauerhafte Weiterentwicklung der Indexfondsbranche“, sagt Detlef Glow, leitender Fondsanalyst beim Datenanbieter Thomson Reuters Lipper.

Die größten Beteiligungen des Fondsgiganten
Platz 8 im Dax
1 von 15

Bei Adidas sorgte jüngst die Ankündigung von Kasper Rorsted als neuem CEO für Kurssprünge. Großaktionär Blackrock dürfte es gefreut haben.

Blackrocks Anteil: 6,19 Prozent

(Foto: AFP)
Platz 7 im Dax
2 von 15

Immer wieder verweist der US-Fondsriese, Vermögen im Auftrag seiner Kunden zu verwalten. Ziemlich sicher wähnt Blackrock sein Geld offenbar beim Münchner Versicherer Allianz. Entsprechend viele Aktien hält der US-Konzern.

Blackrocks Anteil: 6,28 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 6 im Dax
3 von 15

Nach Umsatz und Marktkapitalisierung gilt BASF als einer der weltgrößten Chemiekonzerne. 2015 litt jedoch das Geschäft der Ludwigshafener unter dem gefallenen Ölpreis, die Aktie fiel. Blackrock dürfte es nicht gefreut haben.

Blackrocks Beteiligung: 6,31 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 5 im Dax
4 von 15

Der Energiekonzern Eon befindet sich in einer Umbruchphase. Das Geschäft mit den erneuerbaren Energien soll künftig in die neue Gesellschaft Uniper ausgegliedert werden. Wird Blackrock darauf reagieren?

Blackrocks Beteiligung: 6,59 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 4 im Dax
5 von 15

Dass Blackrock nicht immer nur schweigend die Interessen seiner vermögenden Kunden verwaltet, durfte die Deutsche Bank schon spüren. Als der ehemalige Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann 2012 ohne Abkühlphase an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln wollte, protestierte der US-Fondsriese. Konsequenz: Ackermann durfte seinen Positionswechsel nicht wie gewünscht vollziehen.

Blackrocks Beteiligung: 6,63 Prozent

(Foto: AFP)
Platz 3 im Dax
6 von 15

Nicht nur an Erstversicherern wie der Allianz hat sich der US-Konzern beteiligt. Im Dax scheint ihm der Rückversicherer Munich Re sogar noch mehr zu gefallen, wenn man Interesse in der Größe des Anteilspaketes bemisst.

Blackrocks Beteiligung: 6,64 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 2 im Dax
7 von 15

Ab Januar 2016 greift bei Bayer eine neue Unternehmensstruktur. Die Holdingstruktur mit Teilkonzernen wird abgeschafft. Stattdessen wollen die Leverkusener wieder ein integriertes Unternehmen sein. Das soll, na klar, dem Wachstum des Unternehmens helfen.

Blackrocks Beteiligung: 7,06 Prozent

(Foto: dpa)

Zu den ältesten und beliebtesten Smart-Beta-Strategien gehört der sogenannte Low- oder Minimum-Volatility-Ansatz. Entsprechende Indexfonds gewichten gering schwankende Aktien besonders hoch. Der französische ETF-Anbieter Ossiam gehörte zu den Ersten, die entsprechende ETFs auf dem deutschen Markt anboten. Mittlerweile haben andere wie DB X-Trackers nachgezogen: Mitte November hat die Tochter der Deutschen Asset Management zwei neue Minimum-Volatilitäts-ETFs auf den Markt gebracht. Anleger sollen damit in Aktien aus den USA und der Euro-Zone investieren. „Wir erwarten, dass das schnelle Wachstum der Strategic-Beta-Produkte in den kommenden Jahren anhalten wird“, sagt Martin Weithofer, Leiter des Bereichs Strategic Beta bei der Deutschen Asset Management.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Zwei weitere gängige Smart-Beta-Strategien sind im Fachjargon unter den Namen "Size" und "Momentum" bekannt. Size-ETFs bauen Indizes nach, die sich aus Aktien von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung zusammensetzen. Die Idee: Kleine Unternehmen besitzen größere Wachstumschancen als Konzerne. Anders als bei Small-Cap-ETFs, hier werden die Indexwerte nach Größe sortieren, haben Werte in Size-ETFs oft den gleichen Anteil.

    Momentum-ETFs setzen dagegen gezielt auf Aktien, deren Kurse steigen - in der Annahme, dass sich der Anstieg fortsetzen wird. Fundamentaldaten spielen für die alternativ gewichteten Momentum-Indizes keine Rolle, es zählt allein die Kursentwicklung der jüngeren Vergangenheit. Die Zusammensetzung der Indizes wird regelmäßig überprüft und angepasst.

    Nicht alle Strategie-ETFs sind kompliziert
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Anlagekonzepte - Klüger als gedacht
    2 Kommentare zu "Anlagekonzepte: Klüger als gedacht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

      @ Herr Hoffmann

      ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
      Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

      @Porters

      VIELEN DANK Herr Porters,
      es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
      Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
      Schön das Sie das zu schätzen wissen.

      Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
      Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

      ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
      Danke

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%