Fonds China-Fonds auf Shoppingtour in Europa

Auf Einkaufstour: Die chinesische Beteiligungsgesellschaft GSR kauft das Beleuchtungsgeschäft Lumileds von Philips. Doch der Fonds hat noch nicht genug. Er nimmt weitere Akquisitionen in Europa ins Visier.
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Die chinesische Flagge (links) neben der Fahne der Eurpöäischen Union: In Europa ist ein chinesischer Fonds derzeit auf der Suche nach Investionsobjekten. Quelle: AFP
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Die chinesische Flagge (links) neben der Fahne der Eurpöäischen Union: In Europa ist ein chinesischer Fonds derzeit auf der Suche nach Investionsobjekten.

(Foto: AFP)

GSR will nach Angaben des Vorsitzenden Sonny Wu in den Bereichen Technologie, erneuerbare Energien und Pharmazie im Ausland zukaufen. Dafür will GSR einen weltweiten Akquisitionsfonds auflegen und Gelder im Volumen von fünf Milliarden Dollar beschaffen. Im Visier stehe Europa, wo die Bewertungen angemessener seien als in den USA, wie Wu sagte.

„Wir schauen uns diejenigen Unternehmen weltweit an, die in ihren Sektoren die Nummer eins oder zwei sind”, erläuterte Wu am Montag im Interview mit Bloomberg in Hongkong. “Sie wachsen möglicherweise nicht schnell, aber dafür wird die Verbindung mit China sorgen.”

Wu ist ein früherer Manager von Nortel Networks Corp., der die Unterstützung eines Immobilienmagnaten und Solarunternehmers aus Hongkong genießt. Er legt einen Buyout-Fonds auf, der größere Akquisitionen im Bereich technologieorientierter Unternehmen mit Wachstumspotenzial in China vornehmen soll. In diesem Jahr haben chinesische Beteiligungsgesellschaften bereits grenzüberschreitende Transaktionen im Volumen von 28,1 Milliarden Dollar getätigt, im Vergleich zu 10,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

Die besten Geldmanager Deutschlands
Wer macht mehr aus dem Geld?
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Für das wichtige Stimmungsbarometer der Finanzbranche, der Weconvene-Extel-Umfrage, bewerten Großinvestoren wie Fondsmanager, Hedgefonds, Aktienanalysten und Investor-Relations-Experten und Finanzchefs gegenseitig die Qualität ihrer Arbeit. Weltweit gaben rund 18.000 Experten ihre Stimme ab, für Deutschland gut 2.400. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die besten Vermögensverwalter und Fondsmanager in Deutschland für das Jahr 2015 vor.

Platz 1: LBBW Asset Management
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Zum wiederholten Male im Ranking der besten Vermögensverwalter Deutschlands hat es die Tochter der Landesbank Baden-Württemberg ganz nach oben aufs Treppchen geschafft. Gelobt wird deren solides Fondsmanagement, gute Kenntnisse auch über kleine Unternehmen und ein guter Service.

Platz 2: Allianz Global Investors
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Die Tochter des Versicherers erreicht erneut Rang zwei der besten Asset Manager Deutschlands. Das größte deutsche Fondshaus mit besonderer Stärke im Geschäft mit Großinvestoren gilt als „exzellenter Vermögensverwalter“ mit großer Leistungspalette sowie gutem Handel und guter Analyse.

Platz 3: Deutsche Asset & Wealth Management
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Die Deutsche-Bank-Vermögensverwaltungstochter, ebenfalls regelmäßig unter den Top-Fondshäusern, hat unter Brokern den Ruf eines Stock-Pickers mit globalem Blick. Die Fondsmanager schauen der Aussagen zufolge genau auf einzelne Aktien wie auch auf gesamtwirtschaftliche Trends.

Platz 4: Deka Investment
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Die Sparkassenfondstochter ist erneut viertbester Vermögensverwalter. Broker heben unter anderem deren „sehr professionellen“ Handel hervor.

Platz 5: Tresides Asset Management
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Aufgestiegen in die Top Fünf ist der neue, kleine Vermögensverwalter für Großinvestoren aus Stuttgart. Beim erst 2013 gegründeten Fondsanbieter, der nach eigener Angabe mehr als 1,7 Milliarden Euro in Aktien, Anleihen und Rohstoffen managt, loben Broker die qualifizierten, erfahrenen Fondsmanager und deren Fähigkeit, von Anbeginn an gute Performance zu erzielen.

Im Bild: Die zwei Fondsmanager Wolf und Maisch (vl) im Büro von Tresides.

Platz 1: Helmut Bartsch
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Große Stabilität gibt es auch unter den Top-Fondsmanagern. Erneut wurde Helmut Bartsch aus dem Hause LBBW Asset Management als bester Fondsmanager gekürt. Sein gutes Wissen auch über kleine Firmen überzeugte beispielsweise Broker. Beeindruckt hat auch, dass er stets gut vorbereitet in Konferenzen kommt.

GSR, mit Büros in Peking, Hongkong und im kalifornischen Palo Alto, betreibt auch Risikokapital- und Wachstumskapitalfonds. Die Gesellschaft will Wu zufolge in die Bereiche Biotechnologie und Gesundheit expandieren.

„Pharma ist riesig in China. Andere Leute bauen Krankenhäuser auf oder helfen bei der Restrukturierung staatlicher Unternehmen – wir tun das nicht”, sagte Wu, „wir wollen pharmazeutische Firmen kaufen - wir suchen weltweit - und wollen sie nach China bringen.”

Ein von GSR unterstützter Fonds führt eine Gruppe von Investoren an, die im März vereinbarte, Philips Lumileds für 2,8 Milliarden Dollar zu kaufen. Die Käufer haben Wu zufolge die Genehmigung der US-Kartellbehörde erhalten und streben an, die Transaktion bis Oktober abzuschließen.

Wus Fonds, deren Manager unter anderem von Samsung Electronics Co. kommen, werden sich auf Gebieten, in denen keine eigene Expertise vorliegt, mit erfahrenen Unternehmern zusammentun. In China „müssen die Leute, die Geld verdienen werden, weltweit konkurrieren”, sagte Wu. „Wir wollen die industrielle Landschaft verändern.”

  • Bloomberg
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