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Fondsfrauen Award Diese Frauen und Unternehmen setzen sich besonders für Gleichberechtigung in der Fondsbranche ein

Zum ersten Mal hat der Verband der Fondsfrauen Vorbilder in Sachen Gleichstellung gekürt. Den Fondsanbieter Fidelity International zeichnen sie als Firma des Jahres aus.
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Der Fondsanbieter mit US-Wurzeln, Fidelity International, wurde zur Firma des Jahres gekürt. Quelle: Fidelity
Deutschlandzentrale von Fidelity International in Kronberg

Der Fondsanbieter mit US-Wurzeln, Fidelity International, wurde zur Firma des Jahres gekürt.

(Foto: Fidelity)

Frankfurt Zwei erfolgreiche Frauen und ein Unternehmen, in dem Frauen in vielen Schlüsselpositionen arbeiten: Das sind die Sieger des ersten Fondsfrauen Awards für den deutschen Markt. Der Verband der Fondsfrauen kürte sie am Donnerstagabend in Frankfurt für ihr Engagement für die Gleichstellung und Förderung von Frauen in der Fondsindustrie. Sie seien Vorbilder und würden mit ihrer Leistung überzeugen.

Unter den 150 Nominierten, die aus der Branche vorgeschlagen wurden, hat die Fachjury das Fondshaus Fidelity International, die Amundi-Deutschland-Chefin Evi Vogl und die Vermögensverwalterin und Finanzberaterin Mechthild Upgang ausgewählt.

Die Jury besteht aus Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, Anne Connelly, Anke Dembowski und Manuela Fröhlich, Gründerinnen der Fondsfrauen und Hans Heuser, Herausgeber des Fachmagazins „Fonds Professionell“.

„Mit dem Fondsfrauen Award wollen wir sensibilisieren für die Bedeutung von Genderthemen in der hiesigen Fondsbranche“, sagt Connelly, ehemalige Deutschland-Chefin des Fondsanalysehauses Morningstar und Gründerin des Frauen-Finanzportals Hermoney. Es gehe darum, Transparenz zu schaffen und sich für einen selbstverständlicheren Umgang mit der Gleichstellung einzusetzen. Die Preisträger haben dies Connelly zufolge der Jury überzeugend nachgewiesen.

Als Firma des Jahres wurde der Fondsanbieter mit US-Wurzeln, Fidelity International, gekürt – dafür, dass das Haus sich im vergangenen Jahr „am meisten um die Förderung von Frauen gekümmert hat“, wie Connelly sagt. So sei der vorrangig in Europa und Asien aktive Fondsanbieter mit einem verwalteten Kundenvermögen von gut 270 Milliarden Euro nicht nur im Heimatmarkt, sondern auch „vor Ort mit messbarem Erfolg aktiv“ mit Förder- und Fortbildungsprogrammen, wie die Jury befand.

Fidelity International weist mit Anne Richards nicht nur als eines der wenigen Branchenunternehmen eine Frau an seiner Spitze auf. Auch sei etwa die Hälfte des deutschen Führungsteams und knapp die Hälfte der deutschen Belegschaft weiblich. Frauen arbeiteten nicht nur in „typischen“ Sparten wie Marketing und Personal, den sogenannten „Pink Ghettos“, betont Connelly. So sei Teilzeitarbeit in Führungsfunktionen üblich, Arbeit von daheim werde „automatisch“ genehmigt, es gebe ein Mentorenprogramm.

In der Kategorie Vorbild des Jahres gewinnt Evi Vogl, Deutschland-Chefin des französischen Fondshauses Amundi. Vogl setze sich intern wie extern aktiv für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein, unterstütze das Thema aktiv in ihrer Position, wie die Jury befindet.

Evi Vogl Quelle: Stanislav Erman
Ausgezeichnet

Evi Vogl

(Foto: Stanislav Erman)

Damit nehme Vogl eine Vorbildfunktion ein sowohl für ihre Mitarbeiter als auch für die Branchenkonkurrenz. Denn „viele Frauen an der Spitze von Unternehmen unterstützen eben nicht mehr aktiv andere Frauen“, ist Connellys Erfahrung. Amundi gehört mit einem Kundenvermögen von 1,5 Billionen Euro zu den weltweit zehn größten Vermögensverwaltern.

Als Frau des Jahres wird die Vermögensverwalterin und Finanzberaterin Mechthild Upgang ausgezeichnet. Upgang engagiere sich seit 25 Jahren mit einer auf Frauen ausgerichteten Finanzberatung für die finanzielle Selbstständigkeit und Finanzbildung von Frauen, befindet die Jury.

Dazu habe Upgang im Februar als Vermögensverwalterin einen Fonds aufgelegt, ergänzt Connelly. Der sogenannte Dachfonds, der in andere Fonds investiert, legt das Kundengeld gewichtig in indexnachbildende, börsengehandelte Fonds, den ETF, an und setzt aktuell zu gut 55 Prozent auf Aktien, den Rest in Anleihen und Liquidität.

Der Fonds namens „Futurefolio“, der aktuell Kapital von acht Millionen Euro enthält, investiert einen Teil gezielt in bestimmte, in die Zukunft gerichtete Themen wie Wasser, Wald, Leben in der Stadt wie auch Geschlechtergerechtigkeit, wie die Jury erklärt. Beim Kauf des Fonds fällt keine Kaufgebühr an. Die jährlichen Gebühren sind gestaffelt – je nachdem, ob sich ein Anleger beraten lässt oder nicht.

Mehr: Frauen schränken oftmals ihre Erwerbstätigkeit ein, wenn sie eine Familie gründen. Das wirkt sich auf ihren gesetzlichen Rentenanspruch aus.

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