Fondssparen „Ruhe bewaren, nicht in Panik verfallen“

Seite 2 von 2:
Aktien sind langfristig die renditestärkste Anlageklasse
huGO-BildID: 6563891 Zum Themendienst-Bericht "Geld/Ratgeber/KORR/" von Madeleine Winkler vom 18. Mai: Regelmäßiger Vermögensaufbau mit klarem Sparziel: Neue Fonds schichten das angelegte Geld automatisch um. (Die Veröffentlichung ist für dpa/gms-Themendienst-Bezieher honorarfrei. Quellenhinweis: "Jens Schierenbeck/dpa/gms") +++ +++ Quelle: gms

huGO-BildID: 6563891 Zum Themendienst-Bericht "Geld/Ratgeber/KORR/" von Madeleine Winkler vom 18. Mai: Regelmäßiger Vermögensaufbau mit klarem Sparziel: Neue Fonds schichten das angelegte Geld automatisch um. (Die Veröffentlichung ist für dpa/gms-Themendienst-Bezieher honorarfrei. Quellenhinweis: "Jens Schierenbeck/dpa/gms") +++ +++

(Foto: gms)

Fondssparer können grundsätzlich gute Renditen erzielen. Aktien sind langfristig die renditestärkste Anlageklasse. Über Zeiträume von 20 oder 30 Jahren zeigten die durchschnittlichen Entwicklungskurven von Aktien- gegenüber Renteninvestments nach Daten des BVI zwar deutliche höhere Kursschwankungen und damit auch mehr kurzfristige Unsicherheit. Doch bei der Wertentwicklung punkten die Aktien ganz klar.

Wer beispielsweise 20 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen Fonds mit deutschen Aktien spart, kommt bei einer jährlichen Rendite von sechs Prozent – ein realistischer Wert nach der Statistik des Fondsverbands – auf ein Vermögen von 45.542 Euro. Eingezahlt wurden aber nur 24.000 Euro. Noch besser ist die Bilanz nach 30 Jahren: Bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7,4 Prozent wurden aus 36.000 Euro stolze 127.271 Euro.

„Der Börsenabsturz im August ist in diesen Zahlen zwar noch nicht berücksichtigt, auf Sicht von mehreren Jahrzehnten belastet ein solcher zwischenzeitlicher Crash aber nur gemildert die durchschnittliche jährliche Rendite“, sagt BVI-Experte Frank Bock. „Die Rendite von 30-jährigen Sparplänen, die im Abschwung 2009 aufgelöst wurden, belief sich nach Abzug aller Fondskosten und des Ausgabeaufschlages immerhin noch auf 6,1 Prozent pro Jahr“, so Bock. „Sparer, die ihr aufgebautes Vermögen während des Börsenaufschwungs 2008 auflösten, erzielten eine Rendite von 8,5 Prozent.“ Und auch wer die Erholung im Jahr 2010 abwartete, kam besser weg.

Die Geschichte könnte sich wiederholen. Die Schuldenkrisen in Europa und in den USA haben zwar einiges durcheinander gewirbelt – nicht zuletzt die Fondsstatistiken. Doch das ist nur eine Momentaufnahme. Die Fondsstatistiken des BVI zeigen für die zurückliegenden Jahre recht klar: Je nachdem, wann ein Sparplan beginnt und je länger er läuft, kann mit Aktienfondssparplänen eine durchschnittliche Rendite von mehr als sechs Prozent jährlich erreicht werden. Fondssparern raten Experten, am besten nicht jeden Tag in das Depot schauen – schon gar nicht in der Krise.

 

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Fondssparen - „Ruhe bewaren, nicht in Panik verfallen“

13 Kommentare zu "Fondssparen: „Ruhe bewaren, nicht in Panik verfallen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mein Beispiel lautet: in einen Globalen Aktienfonds habe ich seit 1996 ca. 42000€ eingezahlt. Verlust bis einschl. Juli 2011: -22%.
    Es ist auch bei Fonds m.E. vonnöten, zum richtigen Zeitpunkt zu agieren. Was habe ich (bzgl. Cost Average Effect) davon , bei hohen Kursen nur wenige Anteile zu erstehen? Alles andere sind in meinen Augen nur Durchhalteparolen.

  • Kurz/mittelfristig mache ich in (Gold) Mining Aktien und ETFs, die Banken und DAX shorten. wenn der Dax seinen bottom erreicht hat, kauf ich mir billige Dax-Standards ein.

  • LANGFRISTIGER Performance-Vgl. seit Januar 1980:

    Aktien (gemessen am DAX) ca. + 945 %

    Ausgewählte Aktien (incl. Splitts und thesaurierter Dividenden)

    BASF ca. 1970 %

    Siemens ca. 2640 %

    VW ca. 2130 %

    Gold (auf USD-Basis) ca. + 180 %

    Silber (auf USD-Basis) ca. +155 %

    Ergo, langfristig gibt es überhaupt keine Alternative zur Aktie als Vermögensanlage und Altersvorsorge !!!

  • Was schlagen denn die Herrschaften als Alternative vor.Gold ist in den 80-Jahren nach langer Hausse von 850 bis auf ca.250 Dollar Anfang 2001 gefallen. Manche sahen den Goldpreis schon bei 100 Dollar.Heute sind Aktien mal wieder die Lachnummer.Schaun wir mal in 3-4 Jahren,wo dann der Goldpreis und die totgesagten Aktien stehen!!

  • Ja, ich kann es auch nicht mehr hören. Die Börsenparty ist seit 2000 vorbei. Ich denke nicht, dass sich da in den nächsten Jahren was ändert. Tiefgreifende Schuldenkrise, niedrige Wachstumsraten in USA und Europa, mittelfristige steigende Inflation und Zinsen, radikaler Umbau bei den Banken, Babyboomer gehen in Pension ... alles Gründe, dass Aktien in den nächsten 10 - 20 Jahren tendenziell eher sinken werden. Beispiel gefällig ? Siehe Japan.

    DAX kurzfristig sehr bald mit 4 an erster Stelle. Und auch ne 3 noch dieses Jahre würde mich nicht wundern.

  • Wichtig wäre dass der Geldtransfer über die Leistungsbilanzüberschüsse nach Deutschland (Ø14 Milliarden im Monat) aufhört. (irgendwie muss es zurück, Naturgesetz)
    Die jetzige Verträge schützen die Industrie der wirtschaftlich schwache Euroländer nicht genug.
    Diese Verträge könnten nur funktionieren wenn alle Euroländer gleich stark wären und gleiche natürliche Standortvorteile hätten. Das ist aber bei weitem nicht der Fall.
    Man kann sich das so vorstellen, eine Familie sitzt am Esstisch und jeder bedient sich so wie er kann und nach Kräften. Da würden einige sicher verhungern und andere sich fett-fressen.
    Die Verantwortliche müssten schnellst diese Missstände beseitigen und dafür sorgen dass sich die Wirtschaft in allen Euroländer konvergent einwickelt, evtl. über eine Fiskalunion?
    Eurobonds wären nur eine Zwischenlösung bis die Wirtschaftsregierung oder die Fiskalunion steht.

  • "Aktien sind langfristig die renditestärkste Anlageklasse".
    Für die letzen 10 Jahre ist das glatt gelogen, und ich glaube ich bin nicht der einzige der es extrem satt hat, das zu hören und zu lesen. Die Zahlen sprechen für sich:

    +280% Gold (EUR)
    +160% Renten Emerging Markets
    +120% Fund Patrimoine A (max 50% Aktien)
    +60% REX P
    +30% DAX

    http://www.fondsweb.de/chartvergleich/IE0032828273-R120-BENCH846911-FR0010135103-LU0107944042

  • Wie Kostolany sagte<. Kaufen und schlafen gehen, ist nicht mehr.In allen westlichen Nationen altert die Gesellschaft und wird eventuelle Ersparnisse zum Teil aufzehren und weniger vererben. In den USA kommen jetzt die Baby-Boomer ins Rentenalter und träumen von Weltreisen und Florida.Das bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als 20% ! und sinkenden Kursen und hoher Inflation.

    Die Jüngeren haben in der Masse gar nicht das Einkommen, um in Aktien zu investieren, sie schaffen nur in einer kleinen Minderheit eine Zusatzrente a la Riester.

    Wir laufen in eine starke Inflation hinein, die, da die Einkommen kaum wachsen werden, kaum Geld übrig lässt zum Sparen.

  • Zum Teil muss ich Ihnen Recht geben. Die Zeiten à la "Aktientitel kaufen und 10 Jahre liegen lassen = Gewinn" sind bei den Volas nicht mehr möglich wie damals. Die Zeiten haben sich halt geändert! Und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Klar gibt es Alternativen. Problem ist nur, dass die meisten Privatanleger eine total verschobene Vorstellung bzgl. Geldanlage haben. Gewünscht wird eine täglich fällige, steuerfreie und risikolose Anlage mit min. 10% p.a., und das alles noch völlig kostenlos! Und diese Erwartungshaltung kann bei besagten Privatanlegern nur zu Enttäuschungen führen. Und wer keine Risiken eingehen möchte, darf auch keine Renditen erwarten, die nicht durch die Inflation aufgefressen werden.

  • "Mal ehrlich - Fondssparen, überhaupt ein Aktienportfolio besitzen, das ist doch sowas von "90er Jahre"-Denke. Fehlt noch, daß einer losplärrt "Multimedia!"."

    Entschuldigung, aber Ihre Denke ist wohl eher aus siebzehnhundertfrankreich! Zwischen der Internetblase und einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio liegen immernoch Welten! Und dass die Börsen keine Einbahnstraßen sind, ist auch bekannt.
    Wer jedenfalls einen Fondssparplan abschließt, tut dies meistens vor einem langfristigen Hintergrund. Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass meine Sparpläne vom Kursverfall profitiert. Wichtig sind nur die Kurse am Verkaufstag. Von allem ein bisschen, ohne Vorlieben oder Abneigungen! Der Mix machts!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%