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Hedge-Fonds Herbe Verluste für Superinvestor Paulson

Der Star unter den Hedge-Fonds-Managern, John Paulson, hat sich mit dem Euro und Goldaktien verzockt. Das bescherte den Anlegern in seinem Advantage Fonds das zweite Verlustjahr in Folge.
10.01.2013 - 14:03 Uhr
Hedgefonds-Manager John Paulson Quelle: dpa

Hedgefonds-Manager John Paulson

(Foto: dpa)

New York Ob John Paulson nun aufatmet? Im Dezember hat der Superinvestor die 2012 erlittenen Verluste seines Advantage Plus Fonds ein wenig eingegrenzt - durch einen Gewinn von 4,5 Prozent im Dezember. Dies berichtete eine Person, die seine Zahlen kennt.

Dennoch bleiben herbe Verluste für seine Anleger.

Noch immer kommt der Fonds für das Gesamtjahr auf ein Minus von 19 Prozent, heißt es in Branchenkreisen weiter. Der Fonds wettete im vergangenen Jahr vor allem gegen die Europäische Einheitswährung und setzte auf Goldaktien. Beides klappte nicht

In diesen Fällen ging die Strategie des Advantage Plus nicht auf. Dieser Fonds versucht von Sondersituationen an den Finanzmärkten zu profitieren, etwa Übernahmen und Konkursen. Er steigert mit Fremdkapital die Renditen, was aber auch das Verlustrisiko erhöht.

Die zehn prominentesten „Verzocker“ der Welt
File photo of President and Portfolio Manager of Paulson & Co. John Paulson speaking during the Sohn Investment Conference in New York
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Hedgefonds-Manager John Pauson wettet wieder auf Gold. Im laufenden Jahr verteuerte sich das Edelmetall um acht Prozent.

(Foto: Reuters)
NICK LEESON ARRIVES AT WATFORD MAGISTRATES COURTS
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Nick Leeson sorgte für die wohl größte Fehlspekulation der 90er-Jahre, als er für die singapurische Außenstelle der traditionellen britischen Barings Bank als Chefhändler arbeitete. Die Verluste seiner Trades, die er auf ein geheimes und nicht kontrolliertes Konto verbuchte, summierten sich auf 825 Millionen Pfund – bis die Barings Bank zusammenbrach. Später wurde Leeson zu sechseinhalb Jahren Gefängnis wegen Urkundenfälschung, Untreue und Betrug verurteilt.

(Foto: Reuters)
Börsenhändler Kerviel schreibt über Milliardenverlust
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Der Aktienhändler Jérôme Kerviel brachte seinen Arbeitgeber, die französische Bank Société Générale, mit hochriskanten Aktiengeschäften um fünf Milliarden Euro. Dafür, dass er bei seinen Trades regelmäßig Handelslimits überschreiten konnte, wurde allerdings auch die Bank selber verantwortlich gemacht. Kerviel wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, ging aber in Berufung. Das Urteil wird für Oktober erwartet.

(Foto: dpa)
UBS trader Adoboli arrives at City of London Magistrates Court in London
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Gegen Kerviels fünf Milliarden nimmt sich der Verlust, den Kweku Adoboli der Schweizer Großbank UBS im Jahr 2011 eingebracht hat, fast mickrig aus: 2,3 Milliarden Dollar sollen seine Handelsgeschäfte die UBS gekostet haben. In dem Prozess gegen ihn, der dieser Tage beginnt, plädiert Adoboli auf nicht schuldig.

(Foto: Reuters)
Dimon Congress
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Auch bei der US-Bank JP Morgan Chase verspekulierte man sich im großen Stil. Im Frühling dieses Jahres informierte Konzernchef Jamie Dimon die JP-Morgan-Aktionäre persönlich, dass sein Institut im Monat zuvor rund zwei Milliarden Dollar bei spekulativen Finanzwetten verloren hatte. Dimon räumte dabei „ungeheuerliche Fehler und Schlampereien“ ein.

(Foto: dapd)
File photo of Investor Carl Icahn speaking at the Wall Street Journal Deals & Deal Makers conference, held at the New York Stock Exchange
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Carl Icahn, berühmt-berüchtigter Corporate Raider, lag in den vergangenen Jahren mehrfach daneben. Icahn verlor etwa mit seinem Engagement beim Internetpionier Yahoo ordentlich Geld: Die 12,7 Millionen Yahoo-Papiere, die er ein Jahr zuvor für rund 25 Dollar pro Aktie gekauft hatte, veräußerte er im Herbst 2009 für unter 15 Dollar das Stück.

(Foto: Reuters)
George Soros
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Sogar Investorenlegenden sind vor Irrtümern nicht gefeit. George Soros, der Anfang der 1990er-Jahre mit seiner Wette gegen das Pfund Sterling einen Milliardengewinn erzielt hatte, verzockte sich 2008 mit Papieren der späteren Pleitebank Lehman: Wenige Monate vor deren Zusammenbruch hatte Soros auf ihre Rettung gewettet und dazu knapp zehn Millionen Lehman-Aktien angehäuft – die kurze Zeit später wertlos waren.

(Foto: dpa)

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