Hedgefonds-Legende Gold-Preissturz brockt Paulson-Fonds Verlust ein

Mit Wetten gegen US-Ramschhypotheken machte John Paulson sich und seine Kunden reich. Die Entwicklung des Goldpreises hat er aber wohl nicht kommen sehen. Seine Fonds haben Insidern zufolge deutlich an Wert verloren.
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Hedgefonds-Manager John Paulson: Sein Fonds soll wegen des Goldpreissturzes deutlich an Wert verloren haben. Quelle: dpa

Hedgefonds-Manager John Paulson: Sein Fonds soll wegen des Goldpreissturzes deutlich an Wert verloren haben.

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Boston/New YorkDer Sturz des Goldpreises hat die Hedgefonds-Legende John Paulson auf dem falschen Fuß erwischt. Sein Advantage Fund habe seit Monatsbeginn deutlich an Wert verloren, berichtete eine mit den Zahlen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Paulson, der in der Vergangenheit mit Investitionen in das Edelmetall Milliarden verdient hat, wolle seine Anleger in der kommenden Woche über den aktuellen Stand seiner Fonds informieren.

Der Advantage Fund habe in den ersten beiden April-Wochen 2,4 Prozent verloren, habe aber dennoch seit Jahresbeginn 1,3 Prozent zugelegt, erfuhr Reuters weiter. Ein Sprecher Paulsons wollte sich nicht zu diesen Zahlen äußern.

Der Goldpreis war allein am Montag um neun Prozent gefallen und verbuchte damit den größten Wertverlust seit drei Jahrzehnten. Paulson war bekanntgeworden, weil er als einer der ersten den Zusammenbruch des US-Häusermarktes 2007 vorhersah, der später das gesamte Finanzsystem ins Wanken brachte. Mit seinen Wetten gegen US-Ramschhypotheken (Subprime) - und auf den großen Crash - verdiente Paulson für seine Kunden und sich selbst Milliarden. Danach verließ ihn allerdings das Glück: Er wettete zu früh auf eine Erholung der US-Wirtschaft.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Hedgefonds-Legende: Gold-Preissturz brockt Paulson-Fonds Verlust ein"

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  • Gottseidank, endlich hat den Bankster sein eigenen mafiöses System überrollt.

  • Dem kann ich mich nur anschließen und ergänzen: HB, hört auf, einen offenkundigen "Betrüger" immer wieder in den Himmel zuheben. Wenn Paulson nicht kungeln (betrügen) kann, gewinnt er kein Land.

    1,3 Prozent seit Jahrsbeginn. Lachhaft!!!! Mit diesem Ergenis würde ich ich unter dem nächsten Stein verkriechen.

    In dieser Beziehung halte ich es wie Kostolany: Hedgfonds sind nichts anderes als Betrug!!!!

  • @ Herr Kundenbetrug

    Sie tragen ihren Namen mit väterlichen Stolz.

    So auch bei Poulson, unser Paulson, ein alter hinterhältiger Freibeuternachfahre, Hanseschwede, eigentlich direkter Zöging von "Godeckes Knecht", kaufte seinerzeit "saugünstig" ein, shortet, kennt seine Pappenheimer, verliert scheinbar paar Milliarden. Liebt das Spiel, so daneben liegt er nicht für deutsche 5 Euro Lottospieler. Kennt US Verschuldung und deren Folgen.

    Derzeit springen einige Freibeuter nicht pfleglich mit dem Recken um.

    Morgan-Regierung-Sucks-Maeriee und Bernie " der Vervielfältiger" auf der einen Seite, und , gegenüber, Godecke, unser Hanse Schwede. Der Typ ankert schon in der richtigen Karibikbucht.
    Jetzt such mal in der Flotte deinen Glatzkopf.

    Mit den Sucksglatzköpfn hat er nicht viel gemein, der eine kam aus Norwegen, der andere, wie schon angedeutet, aus Schweden. ( jetzt mal so aus der hohlen Hand ).

  • Wer hier was nicht kommen sieht, wird sich erst am Ende herausstellen.

    Ich sage dazu nur - Bernanke 2005: There's No Housing Bubble to Go Bust

    Wie haben sie alle über Paulson und Pelligrini in 2005, 2006 und selbst noch 2007 über seine "Verlustwetten" gelacht. Oder auch über "I'm short your house" Lippmann - der Pessimist der DB, der Weltuntergangsverlierer mit seinen unnützen und teuren Vorbereitungen auf den Zusammenbruch seit 2005. Nur am Ende war es Jain mit seiner CDO Müllproduktion am Fließband der Deutsche Bank Milliardenverluste einbrachte.

  • Paulson verdiente sein Geld mit einem Betrug, bei dem er sich mit der Bank Goldman Sachs gegen deren Kunden verbündete.
    Im Kern ging es darum, dass Paulson eine Hypothekenportfolio zusammenstellte, das nach Paulson Überzeugung aus reinen Untergangskandidaten bestand.
    Goldman Sachs wiederum animierte seine Kunden, das Ausfallrisiko der Schrottpapiere (wie ein Versicherer) zu tragen.
    Den Kunden war dabei verschwiegen worden, von wem und nach welchen Kriterien das Untergangsporfolio zusammengestellt worden war.
    Im Resultat stiegen die von Paulson billig erstandenen Versicherungen massiv im Wert, während das Schrottportfolio wie vorprogrammiert kollabierte.
    Für den Betrug ließ sich Paulson als smarter Investor feiern, während zumindest Goldman Sachs eine Aufsichtsstrafe kassierte.
    Investoren wie Paulson gelingt es immer weniger, den Markt outzuperformen, seit Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht solche Gestalten mit dem Instrumentarium durchleuchten, das zur Bekämpfung organisierter kriminalität vorgesehen ist.

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