Hedgefonds-Star John Paulson verscherbelt Gold

Hedgefondsmanager John Paulson zieht sich aus dem SPDR Gold Shares zurück. Andere Investoren stecken unterdes viel Kapital in den Indexfonds auf Gold. Über Paulsons Beweggründe wird heftig spekuliert.
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Der Hedgefonds-Manager John Paulson in New York. Quelle: dpa

Der Hedgefonds-Manager John Paulson in New York.

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New YorkStar-Hedgefondsmanager und Gold-Daueroptimist John Paulson hat sich von weiteren Anteilen am weltweit größten börsennotierten Indexfonds (ETF) auf Gold getrennt. Zwischen Ende September und Ende Dezember verkaufte er Anteile am SPDR Gold Shares im Wert von rund 600 Millionen Dollar, wie am späten Dienstagabend veröffentlichte Zahlen der US-Finanzaufsichtsbehörde SEC zeigen.

Paulson hielt Ende Dezember 17,3 Millionen Anteile am SPDR Gold Shares. Ende September waren es noch 20,3 Millionen gewesen. Der Verkauf entsprach einem Umfang von 330.000 Unzen des Edelmetalls. In den USA sind institutionelle Investoren dazu verpflichtet, ihre Transaktionen quartalsweise an die SEC zu melden. Diese Dokumente bieten den besten Einblick in die Spekulationen von Hedgefonds.

Um in Gold zu investieren, hatten Wall-Street-Größen wie Paulson in den vergangenen Jahren vor allem auf börsennotierte Indexfonds zurückgegriffen, die Barren in ihren Portfolios hielten. Paulson, der als treuer Gold-Anleger bekannt ist, hatte sich bereits im dritten Quartal 2011 von rund einem Drittel seiner Anteile am SPDR Gold Shares getrennt.

Experten meinen, dass er die Anteile damals wie heute verkauft habe, um Anleger auszahlen zu können. Paulson hatte in den vergangenen Monaten ebenso wie andere Hedgefondsmanager damit zu kämpfen, dass Investoren aus Unsicherheit oder weil sie mit der Wertentwicklung unzufrieden waren Kapital abzogen. Zudem hat er in direkte Goldinvestments und Derivate auf das Edelmetall umgeschichtet, über die er keine öffentliche Auskunft geben muss.

Während Paulson sich zu einem Großteil aus dem SPDR Gold Shares zurückgezogen hat, haben andere Investoren viel frisches Kapital in diesen Fonds gesteckt. Dadurch stieg dessen Goldbestand im vierten Quartal 2011 um rund zwei Prozent auf 1254,57 Tonnen. Zu den prominenten Investoren, die Anteile dieses Fonds zugekauft haben, gehörten Hedgefonds-Legende George Soros, der US-Vermögensverwalter Pimco und der Pensionsfonds Teacher Retirement System of Texas.


  • rtr
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5 Kommentare zu "Hedgefonds-Star: John Paulson verscherbelt Gold"

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  • Zitat: "Man(n) brauch nur 2 Dinge dauerhaft im Portfolio: Apple-Aktien (30 %) und Gold-Hardware (50 %), selbstverständlich im Herbst oben abgesichert."

    Wenn man vor 10 Jahren gekauft hat, ist der Tipp ganz gut.

    Ansonsten ist er von zweifelhafter Güte. Das merkt man allerdings erst danach.

  • Sehr gut Flash-Man, kann ich nur applaudieren.
    Wenn Du jetzt noch lernst, Andere nicht immer wieder als Idioten oder sonstwie zu beleidigen, nur weil sie's eben nicht so drauf haben oder meinetwegen auch ein bißchen doof sein könnten (!), dann könntest Du hier echt noch den Guru-Status bekommen. Also lege Dir das milde Licht der Güte zu, dann wird's schon. :-)

  • So ein Idiot !

    Man(n) brauch nur 2 Dinge dauerhaft im Portfolio: Apple-Aktien (30 %) und Gold-Hardware (50 %), selbstverständlich im Herbst oben abgesichert. Und 20 % Cash um den ein oder anderen Stock für ein paar Tage / Wochen mal zu " spielen " !

  • Deswegen stößt er ja sein Gold-Klopapier ab. (und geht still und leise in physisches Gold)

  • Es gibt namhafte Kommentatoren, die bezweifeln, ob die 1250 Tonnen Gold wirklich alle physisch vorhanden sind.

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