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Hochfrequenzhandel Staatsfonds flüchtet vor den „Flash Boys”

880 Milliarden US-Dollar verwaltet Norwegens Staatsfonds, der größte der Welt. Jetzt stellt er sich hinter die neue US-Plattform IEX, die Hochfrequenzhandel ausschließt. Der Besteller „Flash Boys” machte IEX bekannt.
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Beim Hochfrequenzhandel werden Orders mit Hochleistungscomputern innerhalb einer Tausendstel- oder gar Millionstel-Sekunde aufgegeben. Normale Händler können da nicht mithalten. Quelle: dpa

Beim Hochfrequenzhandel werden Orders mit Hochleistungscomputern innerhalb einer Tausendstel- oder gar Millionstel-Sekunde aufgegeben. Normale Händler können da nicht mithalten.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer US-Bestsellerautor Michael Lewis bekommt Rückenwind – und das vom größten Staatsfonds der Welt, dem 880 Milliarden US-Dollar (rund 650 Milliarden Euro) schweren Fonds Norwegens. Der Fonds stellt sich hinter den neuen Handelsplatz von Brad Katsuyama.

Dessen IEX Group, bekannt durch den Bestseller „Flash Boys” von Michael Lewis, könnte nach Angaben des Staatsfonds Investoren vor dem räuberischen Verhalten von Hochfrequenzhändlern schützen. Die IEX hat etwa eine 350 Mikrosekunden lange Verzögerung zwischen Handelsanfrage und Handelsausführung eingebaut. So soll ein Vorteil für Hochfrequenzmanöver vermieden werden.

Der Fonds hält weltweit rund 521,2 Milliarden Dollar an Aktien und ist der größte Investor Europas. „IEX ist ein Handelsplatz, an dem alle Teilnehmer zu denselben Bedingungen spielen”, sagte Thomas Sevang, ein Sprecher des Staatsfonds, „wir unterstützen das.”

Der IEX-Marktplatz, den der Fonds für direkte und für indirekte Handelstransaktionen nutzt, bezahlt Firmen nicht dafür, dass sie Aktien kaufen oder verkaufen. Damit verweigert er sich einer Praxis, den andere Handelsplätze nutzen, um Hochfrequenzhändler anzulocken.

Das Buch „Flash Boys” hatte einen Aktienmarkt dargestellt, auf dem Handelsplätze, Broker-Dealer und Hochfrequenz-Händler sich miteinander verschwören, um andere Investoren im großen Stil zu betrügen. Dem Buch zufolge manipulierten die beteiligten Firmen den 22 Billionen Dollar schweren US-Aktienmarkt. Im Mittelpunkt der Handlung steht Katsuyama. Er war einst weltweiter Chef für elektronische Verkäufe und Handel bei RBC Capital Markets LLC – bevor er der Chef von IEX wurde.

Handelsvolumen von IEX gewachsen
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2 Kommentare zu "Hochfrequenzhandel: Staatsfonds flüchtet vor den „Flash Boys”"

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  • Solange sie "ruhig" weiter spielen und die Notenbanken ihre Dauergarantien geben wird nicht viel passieren. Aber wenn irgendwas passiert, kommt man als Kleinanleger fast nicht mehr raus. Daher ist es so wichtig, alles abzusichern wenn man da "mitspielt". Dafür kann man auch in ein paar Minuten mehr verdienen, als andere das ganze Jahr.

  • Das ist noch nicht viel, aber immerhin ein Anfang.

    Wie lange dauert es, eine Nachricht zu erfassen und die Reaktion in die Tasten zu hauen? Na, sagen wir 5 Sekunden. Das wäre auch die richtige Verzögerungsspanne.

    Außerdem bringt es gar nichts, alle Orders gleichmäßig um 0.35 sek. zu verzögern. Das Ganze spielt sich dann eben genauso und in gleicher Eihenfolge ab, lediglich um diese 0.35 sek. später. Erst wenn die Verzögerung zufällig zwischen 0.35 sek und 5 sek. variiert, wird wieder Ruhe eintreten. Für den ernsthaften Anleger ist diese Verzögerung völlig bedeutungslos.

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