Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Insolvenzverwalter: Viele Beteiligungen mit Problemen Falk mit „Zügen eines Schneeballsystems“

Seite 2 von 2:

Bei den Problemfonds müssen Anleger damit rechnen, nachträglich zur Kasse gebeten zu werden. Besonders hart könnte es Anleger der GbR-Fonds treffen. Üblicherweise haftet ein solcher Investor auch mit dem Privatvermögen nur quotal. Dies sei bei den Falk-Fonds strittig, sagte Nachmann. Offenbar sind die GbR-Gesellschaftsverträge nicht eindeutig, so dass einzelne Anleger schlimmstenfalls nicht nur im Verhältnis ihres Anteils zu den Anteilen anderer Anleger mit ihrem Privatvermögen haften, sondern mit dem gesamten Vermögen für die gesamten Schulden.

Bei den KG-Fonds droht die Rückforderung von Ausschüttungen, weil Fonds Gelder mangels Gewinnen aus liquiden Mitteln auszahlten. Dadurch sinkt die haftende Einlage des Anlegers. Die Banken verlangen nun, die Hafteinlagen wieder aufzufüllen. Über alle Fonds hinweg belaufen sich die Nachschussforderungen auf 108 Mill. Euro. Nachmann deutete an, die Banken seien bereit, auf Teile der Summe zu verzichten. Die größten Gläubiger sind die DZ-Bank und die BHW-Tochter AHBR. "Die Banken haben zugesichert, bis in den Herbst still zu halten", versicherte Nachmann.

Kritisch ist die Situation für die Fonds Nr. 55 und Nr. 60. Ralph Veil von der Münchener Anwaltskanzlei Mattil & Kollegen, berichtete, die Darlehensvaluta sei in diesen Fonds zweimal bzw. sogar dreimal so hoch wie der jeweilige Immobilienwert. Schlecht steht es auch um den so genannten Zinsfonds. Er finanzierte Nachmann zufolge sowohl die Falk-Gruppe als auch Fonds, etwa den Erbbauzins-Fonds Nr. 80 durch nachrangige Darlehen. "Das Geld, das ausgezahlt ist, ist höchst gefährdet", stellte Nachmann fest.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen