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Moderne Kapitalmarktforschung entlarvt Fehler Anleger müssen Angst und Gier ausblenden

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In komplizierten Situationen mit unsicherem Ausgang, wie zum Beispiel dem Aufbau eines Investment-Portfolios, vereinfacht der Anleger häufig den Prozess der Entscheidungsfindung, indem er einfache „Faustregeln“ anwendet. So kaufen zum Beispiel viele Investoren Aktien, deren Kurs rapide gefallen ist, weil sie erwarten, dass die Kurs bald wieder ihr altes Niveau erreichen. Informationen, die dieser Annahme zuwiderlaufen könnten, blenden sie aus.

Menschen neigen dazu, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. So sind Anleger in der Regel davon überzeugt, dass ihre eigenen Prognosen die zuverlässigsten und genauesten sind. Sie lassen außer Acht, dass auch an den Finanzmärkten der Zufall eine gewisse Rolle spielt und vergessen Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht haben.

Wie nutzen nun Fondsmanager diese Erkenntnisse für sich aus? Experten wie die Portfoliomanager von JPMorgan Fleming zielen darauf ab, die häufigsten Anlegerfehler zu vermeiden und gleichzeitig von den länger angelegten Marktanomalien zu profitieren, die als Folge des irrationalen Verhaltens anderer Anleger auftreten. Dazu wenden die Experten eine Bottom Up-Titelselektion an, deren Fokus auf den Wachstums- und Substanzmerkmalen einzelner Aktien liegt. Sie identifizieren Anzeichen für eine überdurchschnittliche spätere Wertentwicklung der Papiere, wobei alle zur Verfügung stehenden Marktdaten und eine objektive Bewertung möglicher zukünftiger Entwicklungen mit einbezogen werden. Emotionale Aspekte sollen bei diesem Prozess weitestgehend ausgeblendet werden.

*Ajay Gambhir ist Fondsmanager in der European Equities Group von JP Morgan Fleming Asset Management in London.

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