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Nebenwertefonds Große Chancen mit kleinen Aktien

Gute Nebenwertefonds bieten den Anlegern aktuell hohe Renditechancen. Die besten Produkte hängen in der aktuellen Marktphase Blue-Chip-Fonds ab. Was Anleger bei der riskanten Anlageklasse beachten sollten. Und welche Fonds einen Blick wert sind.
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Fondsseite in der Zeitung: Nebenwertefonds bieten hohe Wachstumschancen. Quelle: gms

Fondsseite in der Zeitung: Nebenwertefonds bieten hohe Wachstumschancen.

DÜSSELDORF. Jede Investmentklasse hat seine Zeit. Während einer Krise sind Bundesanleihen oder Geldmarktkonten gefragt. Im anschließenden Aufschwung steigt die Nachfrage nach Aktien von Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung. Danach werden die Anleger wieder risikofreudiger und greifen bei den Nebenwerten zu.

Diese Phase scheint aktuell erreicht. Während in der Finanzkrise vor allem die höhere Liquidität bei Blue Chips gefragt war, vertrauen die Anleger allmählich wieder auf die schwerer verkäuflichen Small Caps. "Die Kurse für Nebenwerte steigen etwas zeitverzögert zu denen der Blue Chips", sagt Marcus Griephan, Abteilungsdirektor Private Banking bei der Privatbank Donner & Reuschel.

Im dem vergangenen zwölf Monaten stieg der Nebenwerteindex des MSCI Germany beispielsweise um rund 23 Prozent. Zum Vergleich: Der Gesamtindex notierte nur rund acht Prozent besser. Das gleiche Bild in den Vereinigten Staaten: Der MSCI Small Cap rentierte 14 Prozentpunkte besser als der S&P 500. Weltweit betrug der Renditevorsprung der Nebenwerte laut MSCI gut fünf Prozent.

Anleger mit dem Drang zu üppigen Renditen sollten aktuell erwägen, ob sie nicht einen Teil ihres Geldes in die Aktien kleinerer Unternehmen stecken. Da sich kaum ein privater Anleger mit den Miniunternehmen auskennt, lohnt das Investment in Fonds. "Aktives Management bietet einen klaren Vorteil", sagt Griephan. "Da die Werte nicht so intensiv beobachtet werden wie Blue Chips, kann ein gutes Research deutliche Renditechancen bringen".

Nebenwertefonds taugen alledings nur als Beimischung im Portfolio und sollten einen Anteil von 20 Prozent des Vermögens nicht übersteigen. "Diese Produkte sind nicht für jeden Anleger geeignet", sagt Tobias Spies, Geschäftsführer der Münchener Vermögensverwaltung Kohlhase, der auch die auf Nebenwerte fokussierte Fondsgesellschaft Nestor leitet. "Interessenten sollten Erfahrungen im Umgang mit Wertpapieren haben und wissen, dass Kursschwankungen in diesem Segment höher sind als bei klassischen Standardwerten".

Wer das Risiko liebt, konnte mit Nebenwerte-Produkten in den vergangenen zwölf Monaten - analog zu den Aktienmärkten - eine höhere Rendite als mit Blue-Chips-Fonds einstreichen. Im Schnitt lag die Rendite der Nebenwertefonds mit Europa-Fokus bei 14 Prozent und damit doppelt so hoch wie bei Produkten mit Fokus auf Standardwerten. In den USA brachten die Nebenwertefonds im Schnitt drei Prozentpunkte mehr, in Asien 12 Prozentpunkte.

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