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Nur wenige Fonds mit spezieller Ausrichtung bieten dem Anleger mehr als einen Marketing-Gag Gute Fonds-Themen schwer zu finden

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Fallstricke

Höheres Risiko: Anleger, die auf Themenfonds setzen, begrenzen damit auch ihr Anlageuniversum. Wer beispielsweise auf einen Boom an den asiatischen Aktienmärkten spekuliert, kann - falls dieser ausbleibt - herbe Verluste erleiden, auch wenn anderswo die Kurse steigen.

Ungewisse Strategie: Generell gilt an der Börse: "Der Trend ist dein Freund." Wenn also eine Fondsgesellschaft einen echten Trend erkennt und darauf mit einem Themenfonds reagiert, können die Anleger davon profitieren. Allerdings werden die Trends oftmals zu Marketingzwecken von den Fondshäusern inszeniert. Ein Erfolg der Produkte ist häufig fraglich. Anleger müssen daher selbst lukrative Investmentideen von kurzlebigen Modeerscheinungen unterscheiden.

Imitate: Hat eine Fondshaus erfolgreich einen Trend erkannt, ziehen die anderen oftmals möglichst schnell mit eigenen Produkten nach. Anleger sollten sich daher zunächst für ein Thema entscheiden und dann die verschiedenen Produkte vergleichen.

Regionen, Branchen und Exoten

Kategorien: Eine klare Abgrenzung für Themenfonds gibt es nicht. Häufig findet eine Unterteilung in Regionen- und Branchenfonds statt. Hinzu kommen noch exotische Produkte, die in keine der beiden anderen Kategorien fallen.

Regionenfonds: Unter den Themenfonds stellen die auf bestimmte Regionen ausgerichteten Produkte die größte Gruppe dar. Besonders beliebt waren unter Anlegern lange Zeit Fonds, die in so genannte Schwellenländer (Emerging Markets) investieren. Diese Fonds weisen daher noch immer das höchste Fondsvermögen auf. In Asien hat Indien aber mittlerweile Japan den Rang abgelaufen. Momentan fließt das meiste Geld jedoch in Osteuropa-Portfolios. Auch Aktien aus der Schweiz, Italien, Frankreich und Großbritannien sind weiterhin beliebt.

Branchenfonds: Die Mehrzahl der Branchenfonds investiert noch immer in Biotechnologie-, Technologie-, Telekommunikations- und Internetwerte. Vieler dieser Portfolios wurden aber noch zu Zeiten des Neuen Markts aufgelegt. Seit dem Platzen der Internetblase fließt weitaus mehr Geld in Rohstoff- und Energie-Fonds. Relativ stabil blieben in den vergangenen Jahren Portfolios, die in Finanzpapiere investieren.

Exoten-Fonds: Viele Fondshäuser locken die Anleger mit exotischeren Produkten. Beliebt sind dabei Portfolios, die auf Großereignisse ausgerichtet sind. Derartige Produkte werden aber häufig als Marketing-Gags kritisierst, da eine langfristig ausgerichtete, erfolgversprechende Strategie fehlt. Interessanter sind da schon langfristige Trends wie die demographische Entwicklung. Beliebt sind bei den Fondsanbieter auch so genannte Öko-Fonds, die in Aktien von Unternehmen investieren, die gewisse ökologische Kriterien erfüllen.

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