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Peter Sanderson Blackrock-Manager wird Chef des krisengeschüttelten Fondshauses GAM

Peter Sanderson soll die Schweizer Firma führen. Sie will damit den Skandal um einen Fondsmanager hinter sich lassen. Die Herausforderungen sind groß.
Update: 30.07.2019 - 10:43 Uhr Kommentieren
Blackrock-Manager wird Chef des Schweizer Fondshaus GAM Quelle: Reuters
GAM- Zentrale in Zürich

Das Unternehmen geriet nach der Suspendierung eines Fondsmanager wegen Verstößen gegen interne Richtlinien in Turbulenzen.

(Foto: Reuters)

Zürich Das krisengeschüttelte Schweizer Fondshaus GAM bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Der britische Jurist Peter Sanderson übernimmt ab 1. September den Posten des CEO. 

Sanderson kommt vom Vermögensverwaltungskonzern Blackrock. Der GAM-Verwaltungsrat David Jacob, der das Unternehmen seit vergangenem November operativ geführt hat, steigt zum Verwaltungsratschef auf.

Mit der Personalrochade will die krisengeschüttelte Firma den Skandal um einen Fondsmanager hinter sich lassen. Die Herausforderungen für den designierten Chef sind groß.

GAM war vor einem Jahr in Turbulenzen geraten, nachdem das Unternehmen den Fondsmanager Tim Haywood überraschend suspendiert hatte. Er soll gegen interne Regeln der Firma verstoßen haben. Anleger reagierten geschockt – und zogen massiv Kapital aus den Fonds der Firma ab. Auch der Aktienkurs von GAM fiel dramatisch.

Dieses Kapitel möchten die Schweizer nun schließen. Die Anleger des betroffenen Fonds seien im Schnitt zu 100 Prozent ausbezahlt worden, heißt es. Auch der Konflikt mit Fondsmanager Haywood sei beigelegt. Man sei zwar weiter der Ansicht, dass „grobes Fehlverhalten“ vorliege. Doch habe man sich geeinigt, dass „keine Partei die andere verklagen wird“, teilte GAM mit.

Mit dem Wechsel an der Spitze soll GAM nun endlich in ruhigere Fahrwasser zurückkehren. Das Unternehmen könne „seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Zukunft richten“, wird der scheidende Verwaltungsratschef Hugh Scott-Barrett zitiert.

Doch für das neue Management bleiben Herausforderungen: Im Kerngeschäft, dem sogenannten Investmentmanagement, zogen Anleger im ersten Halbjahr rund 7,6 Milliarden Franken ab. Und operativ weist das Unternehmen zwar einen Mini-Gewinn von zwei Millionen Franken aus – nach den Rechnungslegungsregeln der IFRS steht unterm Strich aber ein Minus von 13,6 Millionen Franken. Die Resultate waren bereits nach einer Gewinnwarnung erwartet worden.

Der Jurist Sanderson hatte bei Blackrock zuletzt das Finanzdienstberatungsgeschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verantwortet. Nun will er bei dem Unternehmen mit 860 Mitarbeitern für mehr Wachstum sorgen: „Ich freue mich sehr, zu GAM zu stoßen und die Stabilisierung des Unternehmens weiter zu führen und es auf neues Wachstum auszurichten“, wird Sanderson zitiert.

Mehr: Der einstige britische Star-Fondsmanager Neil Woodford steht vor dem Rauswurf. Das „Orakel von Oxford“ hat mit mäßiger Performance und einer Fondsschließung das Vertrauen der Anleger verspielt.

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