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Schutzvereinigung DSW sieht aber noch mehr Bedarf Fonds klopfen Firmen stärker auf die Finger

Fondsgesellschaften setzen sich immer stärker für Leitlinien guter Unternehmensführung (Corporate Governance) bei den Firmen ein, deren Aktien sie halten. Das ergab eine Umfrage unter 44 vorwiegend deutschen Investmentgesellschaften, durchgeführt von der Anlegerschutzvereinigung DSW in Zusammenarbeit mit der Fondsanalysefirma Feri Trust.

ina FRANKFURT/M. DSW-Vertreter machen trotz der positiven Entwicklung weiteren Handlungsbedarf aus. Sie fordern eine flächendeckende Einführung von Corporate-Governance- Richtlinien sowie eine Berichterstattung über Abstimmungsgrundsätze für Hauptversammlungen bzw. über das tatsächliche Abstimmungsverhalten.

Bei den einzelnen Corporate- Governance-Themen stehen laut Umfrage Informationspolitik und Unabhängigkeit des Aufsichtsrates an vorderster Stelle. Mit 62 Prozent sieht die Mehrheit der Befragten Spielraum für weitere Verbesserungen beim Thema Corporate Governance. Beispielsweise wünschen sich die Fondsfirmen einen offeneren Umgang der Unternehmen mit dem Thema. Darüber hinaus fordern sie unter anderem einen schärferen Blick auf den Aufsichtsrat, monieren den beliebten automatischen Wechsel des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden auf den Aufsichtsratsvorsitz.

Vielen der Befragten ist die grundsätzliche Bedeutung des Themas klar. „39 Prozent verfügen bereits über eigene Richtlinien, die bei der Anlage Corporate-Governance- Aspekte einbeziehen, 46 Prozent bereiten sie vor“, erläutert DSW-Geschäftsführerin Jella Benner-Heinacher. „Es findet ein Umdenken in Richtung ausländischer Vorbilder wie den großen US-Pensionsfonds Calpers oder den britischen Pensionsfonds Hermes statt.“

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