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„Scope Investment Awards 2019“ Die besten Fondshäuser in den Einzeldisziplinen

Scope Analysis und das Handelsblatt prämieren die besten Fondshäuser. Hier die Gewinner in den Rubriken Aktien, Anleihen und gemischte Portfolios.
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Das von ihm gegründete Fondshaus Lupus Alpha wird als bester Spezialanbieter ausgezeichnet. Quelle: Lupus Alpha
Ralf Lochmüller

Das von ihm gegründete Fondshaus Lupus Alpha wird als bester Spezialanbieter ausgezeichnet.

(Foto: Lupus Alpha)

Frankfurt Scope zeichnet verschiedene Fondsanbieter für gute Leistungen in unterschiedlichen Bereichen aus. An der Spitze steht der Gewinner Fidelity als bester Universalanbieter. Darüber hinaus liegt der Fokus auf dem besten Spezialisten mit begrenzter Produktpalette und den Spitzenadressen für wichtige Anlagekategorien: Aktien, Anleihen und gemischte Portfolios.

Könner für Nebenwerte: Es gibt einen Leitwolf unter den deutschen Fondshäusern. Der hat sich seinen Firmennamen als lateinische Übersetzung des Raubtiers gesucht: Lupus Alpha. Der Vermögensverwalter erhält den Award als bester Spezialanbieter, das heißt unter den Fondshäusern mit begrenztem Produktangebot. Bekannt geworden ist das unabhängige Haus mit seiner Expertise für Aktien kleinerer Firmen, für Derivatestrategien und spezielle Anleiheinvestments.

Vor allem die Expertise für deutsche und europäische Nebenwerte steht im Blickpunkt. Der Fonds „German Smaller Champions“ schaffte in zehn Jahren jährlich knapp 19 Prozent Ertrag per annum, der „Smaller Euro Champions“ fast elf Prozent. Lupus-Alpha-Mitgründer Ralf Lochmüller ist überzeugt: „Mit europäischen Nebenwerten sollten im nächsten Jahr Erträge zwischen vier und fünf Prozent drin sein.“

Abo auf den Sieg: Ist ein Anbieter bei den Scope Awards auf Erfolg gebucht, dann ist es Comgest. Das französische Investmenthaus überzeugt durch Stetigkeit und Verlässlichkeit: Es erhält bereits zum fünften Mal die Auszeichnung für das beste Aktienhaus. „Bei den Produkten beschränken wir uns auf wenige Strategien, unsere Fonds legen sehr konzentriert an, sie kaufen und verkaufen Aktien nur selten“, beschreibt es Comgest-Partner Jan-Peter Dolff.

Die Manager suchen Wachstumsfirmen mit guten Geschäftsmodellen, investieren in nur 30 bis 40 Einzelwerte. Die Flaggschiffe sind die Aktienfonds für Schwellenländer und Europa, der „Magellan“ und der „Comgest Growth Europe“.

Expertise in Brüssel: Dieser Gewinner ist ein unbeschriebenes Blatt bei deutschen Privatanlegern: Degroof Petercam. Kaum einer dürfte den aktuellen Award-Gewinner für das beste Anleihehaus kennen. Der belgische Verwalter entstand vor drei Jahren durch die Fusion zweier Finanzhäuser.

„Wir sind aktive Manager, vertrauen auf unsere eigenen Analysten für Aktien, Anleihen, bei der Gesamtschau auf die Welt und bei den Nachhaltigkeitsaspekten“, sagt Deutschlandchef Thomas Meyer. Nach dem Rückgang der Renditen seit der Finanzkrise seien Staatsanleihen und Firmentitel weniger attraktiv.

„Aber die Unternehmen mit Hochzinsbonds, also Ramschstatus, sind in Europa heute stabiler als in der Vergangenheit“, meint Meyer. In dem Segment erwartet er immerhin noch Renditen von 3,5 Prozent.

Talent zum Kombi-Pack: Diese Fondsdisziplin hat ein wenig vom Zehnkampf: Mischfonds, die als Königsklasse für die Vermögensverwalter gelten. Hier müssen die Manager Titel aus allen wichtigen Anlageklassen je nach Markteinschätzung kombinieren. Am besten machen das laut Scope die Strategen von Allianz Global Investors.

„Wir haben da eine starke DNA“, beschreibt es Ingo Mainert, mitverantwortlich für die Mischfonds in Europa. Mischprodukte sind die beliebteste Fondsgruppe in Deutschland. „Die große Nachfrage wird anhalten“, glaubt Mainert. Ein Grund für den rasanten Absatz sei die eingebaute Verteilung der Risiken. Der Allianz-Fondsmann fasst es in vorwinterliche Worte: „Wer streut, der rutscht weniger.“

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