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Sperre Kanam-Fonds hält an Anlagestrategie fest

Nachdem Anleger im Januar rund 625 Mill. Euro aus dem offenen Immobilienfonds Kanam Grundinvest abgezogen hatten, scheint sich nun das Blatt zu wenden. Nach Angaben von Kanam sind dem Fonds im Februar täglich rund eine Mill. Euro zugeflossen.
  • Kerstin Jaumann (Der Fonds)
Offene Immobilienfonds. Für eine größere Ansicht der Graphik klicken Sie bitte auf das Pluszeichen.

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HB HAMBURG. Auch der Handel über die Fondsbörse Deutschland hat sich im Vergleich zu den Vormonaten nahezu verdoppelt. Über die Fondsbörse können Anleger ihre Fondsanteile trotz des Rücknahmestopps kaufen und verkaufen.

Obwohl sich die Lage verbessert habe, sei das Liquiditätspolster noch nicht ausreichend, teilt Kanam mit. Daher bleibe die dreimonatige Sperre für Anteilsrückgaben weiter bestehen. Die Gesellschaft musste Mitte Januar die Rücknahme der Anteile für den Kanam US-Grundinvest und den Kanam Grundinvest stoppen, da sie sonst die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliquidität von fünf Prozent in den Fonds unterschritten hätte. Die Zielquote liegt indes zwischen 15 und 25 Prozent. Falls die Zuflüsse dafür nicht ausreichen, sollen zusätzlich Immobilien aus dem Portfolio des einst über drei Mrd. Euro schweren Kanam Grundinvest verkauft werden. An der Anlagestrategie der beiden Manager Hans-Joachim Kleinert und Matti Kreutzer soll sich jedoch nichts ändern.

Im Gegensatz zum Kanam-Fonds hat der Degi International eher mit einer zu hohen Liquiditätsquote zu kämpfen. Obwohl die Anleger im Januar knapp 83 Millionen Euro aus dem erst im Februar 2003 aufgelegten Fonds abgezogen haben, liegt die Barreserve bei 53 Prozent. Das wirkt sich auch auf die Performance aus: Während der Kanam Grundinvest in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 6,13 Prozent erzielt hat, legte der Degi International lediglich um 4,03 Prozent zu (siehe Tabelle). Um die Performance zu verbessern, hat das Fondsmanagement weitere internationale Akquisitionen geplant. Auf Länderebene ist der von Bärbel Schomberg betreute Fonds derzeit vor allem in Frankreich, Großbritannien und Italien investiert. Trotz der derzeitigen Krise hält Matthias Weinbeck von der Sauren Research AG den Kanam Grundivest weiter für attraktiv. "Im Vergleich zum Degi International sollte der Kanam-Fonds eine höhere Partizipation an der Immobilienrendite ermöglichen", erläutert Weinbeck. Anlegern rät er zudem, umzudenken und offene Immobilienfonds nicht länger als Geldmarktersatz zu sehen. Wie bei jedem anderen Investment sollten sie einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren mitbringen. "Man sollte nicht aufgrund von Panikreaktionen das ganze Segment an den Pranger stellen", so der Analyst. Das Vertrauen der Anleger müsse jedoch erst wieder hergestellt werden.

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