Starinvestor Paulson trennt sich von Gold

Die Nachfrage nach Gold ist so gering, wie seit vier Jahren nicht mehr. Und das obwohl der Goldpreis kürzlich wieder etwas gestiegen ist. Auch Milliardär John Paulson hat nicht länger Vertrauen in die Anlageform.
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Goldbarren: Ob der Preis für das Edelmetall sich wieder erholt, ist weiterhin unklar. Die Nachfrage steigt zwar, aber als sichere Anlage gilt es längst nicht mehr. Quelle: dpa

Goldbarren: Ob der Preis für das Edelmetall sich wieder erholt, ist weiterhin unklar. Die Nachfrage steigt zwar, aber als sichere Anlage gilt es längst nicht mehr.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Milliardär und Hedgefonds-Manager John Paulson hat seine Goldbestände um die Hälfte reduziert. Noch im letzten Monat hatte er Gold als Anlageform grundsätzlich befürwortet. Der Preis für das Edelmetall ist seitdem allerdings in einen sogenannten Bärenmarkt zurückgefallen.
Der Hedgefonds Paulson & Co. hat seinen Anteil am Fonds SPDR Gold Trust bis zum 30. Juni auf 10,2 Mio. Anteile gesenkt. Zum Ende des ersten Quartals lag der Wert mit 21,8 Mio. Anteilen noch mehr als doppelt so hoch, wie aus am Mittwoch vorgelegten Mitteilungen an die Finanzbehörden hervorging.

Damit hat der in New York ansässige Hedgefonds von Paulson erstmals seit 2011 die Goldpositionen reduziert, und zwar wegen „eines verminderten Bedarfs nach Absicherung“. Das teilte das Unternehmen auf Nachfrage von Bloomberg News mit.
Verkauft wurden überdies Optionen zum Kauf von Aktien des Goldförderers Barrick Gold , wie die Mitteilung an die Behörden weiter offenbarte.

Nachfrage nach Barren und Münzen auf Rekordniveau
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30 Kommentare zu "Starinvestor: Paulson trennt sich von Gold"

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  • Wer ist Paulson, vermutlich so einer wie Sorros und Buffet ? Ich vertraue da auf meinen väterlichen Freund,
    dem deutschen Goldschmied erfolgreich selbstständig in 5. Generation.
    Noch nie gab es für uns Deutsche v o r 1 / 1,95583, dass der Wert eines Kilos des golden schimmernden Metalls in der Hand, kleiner als das Volumen einer sehr flachen Zigarettenschachtel, den Wert von von 64.000 (alte) Deutsche Mark überschritt. Warum wohl, wenn "Anleger" selbst (Staats-) Anleihen mit Rendite von allerhöchst
    verschuldeten Staaten kaum noch vertrauen.



  • Richtig. Sagt Frankfurt Taunus ebenfalls.

  • Da kommen nun wohl einige Zentralbanken ins Rudern, da sie ihre Goldbestände über die Bullion Banken verleast haben und nun kaum noch physisches Gold am Markt bekommen.

    Die Nachfrage in Indien ist bereits so hoch, das die Regierung eingeschritten ist und keine Goldimporte mehr zulässt. Und die Heiratssaison steht erst noch bevor!

  • Wenn die Bullion BANKSTER ihre Lieferverpflichtungen an echten Gold nicht nachkommen können, da sie die realen Bestände zig-mal geleast haben, dann sehen wir einen der kräftigsten jemals dagewesenen weltweiten Short-Squeeze.

    In Zuge dessen werden eine ganze Reihe an Bullion Banken und Fonds bankrott gehen.

    Paulson weiß also genau wovon er sich besser bei Zeiten tretten sollte.

  • Wieviel Gold der SPDR physisch je hatte, wieviel "abgeflossen" ist und wieviel noch da sein müsste, ist alles irrelevant.
    Wichtig ist, dass ein Mittelabfluss NICHT dadurch zustande kommt, dass jemand seine Anteile an dem Gold-Fonds verkauft. Nur die "autorisierten Teilnehmer" dürfen an den SPDR Gold Trust einen entsprechenden Rückzahlungsantrag stellen.

    Raten Sie mal, wer dazu zählt! Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgen Olly, aber auch die Deutsche Bank, die Credit Suisse oder UBS - also all jene, die über Kunden verfügen, die an solchen Anteilen Interesse hatten- und gegen die sie gewettet haben.

    Diese autorisierten Teilnehmer haben bei der Kapitalanlagegesellschaft State Street Global Advisors so genannte Körbe an Anteilen erworben - sie nahmen diese als Großhändler direkt ab und verkauften sie dann an ihre Kunden weiter. Die (leeren) Körbe...

    Wenn diese Endkunden die Produkte in Scharen verkaufen, wird auch der autorisierte Teilnehmer sich irgendwann gezwungen sehen, einen Teil seiner Anteilskörbe zurückzufordern.

    Es findet dann ein Tausch der Anteile statt, kein cash-settlement, sondern ausschließlich eine physische Andienung der (noch) vorhandenen Goldbarren.
    Soweit die Theorie.

    Ich glaube eher, dass Paulson einen kommenden Shortsqeeze gerochen und ETF´s in Gold umgewandelt hat.

  • Gut, dass ist dann wohl eher das Signal, dass es bald nach oben geht. Ich glaube er war einer der wenigigen, die bei Gold fast immer falsch lagen und sogar nun Verluste realisiert... Starinvestor! Experten und Analysten...

  • Noch nie dagewesene Goldnachfrage (nach physischem Gold versteht sich) in Indien und China:

    Indien 1.000 Tonnen in 2013
    detto von China: 1.000 Tonnen in 2013

    http://www.sify.com/finance/gold-demand-from-india-china-could-hit-record-1-000-t-each-in-2013-wgc-news-bullion-niplWtddgeb.html

  • RESTLOS ALLE Experimente mit Papiergeld sind gescheitert - es gibt in der Geldhistorie KEINE EINZIGE Ausnahme:
    "Wie alle vorherigen Papiergeldsysteme kann unser derzeitiges System auf Dauer nicht bestehen. Es wird zu einer immer höheren Verschuldung, insbesondere des Staates, führen sowie zu wachsender wirtschaftlicher Instabilität. Das jetzige System hat bereits eine beträchtliche Strecke des Weges hin zu seinem unausweichlichen Untergang zurückgelegt."
    http://www.misesde.org/?p=5702
    Die "Paulson-Story" hier ist zudem eine alte Leier und wird immer wieder aufgewärmt. Paulson weiß als Insider natürlich auch, dass das Verhälnis von Goldforderungen ("Papiergold") zu physischem Metall ca. 45:1 beträgt, und er hat keine allzu große Lust, sich am wunderschönen Gesellschaftsspiel "Die Reise nach Jerusalem" zu beteiligen - und das Spiel wird mit nur einem einzigen Stuhl bzw. Goldbarren gespielt werden.
    Fazit: Wir werden den Default von Comex und LBMA in nicht allzu ferner Zukunft erleben - vielleicht schon in diesem Jahr...

  • Gold verkaufe ich erst, wenn der Euro und die Banken abgewickelt sind. Es steht wieder eine Drückungsaktion bevor, da der Goldpreis in den letzten Wochen stark gestiegen ist. Nicht das vielleicht noch die dummen Sparer das Geld abheben in Sachwerte anlegen.
    Ich werde einen Short auf Gold setzen. Somit kann ich bei einem fallenden Goldpreis Geld machen und dieses in wertbeständiges umtauschen.

  • Jaja Paulson,
    da hat er sich verzockt, weil der Goldpreis wieder hochreagiert.

    Schnell öffentlich die Meldung über den Ticker, daß er verkauft hat, um die Märkte zu beeinflußen, damit es nicht weiter steigt.
    Auf Handelsblatt und Co. ist Verlaß. die drucken jeden Müll von "Starinvestoren"...(Das sind die nützlichen Idioten der Branche...)

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