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Steuererklärung So klappt's auch mit der Abgeltung

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Was ist dabei neu? Bislang mussten die Gewinne und Verluste mit Wertpapiergeschäften, bei denen zwischen An- und Verkaufszeitpunkt weniger als ein Jahr lag, in der Anlage SO der Steuererklärung aufgeführt werden. Für Neukäufe ab dem Jahr 2009 fällt diese Frist nun weg, Gewinne sind immer steuerpflichtig und müssen von nun an in der Anlage KAP aufgeführt werden. Dafür können Verluste, auch die, die mit ETFs erzielt wurden, jetzt auch mit erhaltenen Zinsen oder Dividenden verrechnet werden. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Verluste aus Aktiengeschäften können nur mit Gewinnen aus Aktiengeschäften verrechnet werden. Eine indirekte Anlage in Aktien, insbesondere über einen Aktien-ETF, unterliegt jedoch nicht dieser Beschränkung der Verlustverrechnung für Aktiengeschäfte, erläutert Holger Hartmann, Rechtsanwalt bei der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft.

Alte Verluste bis 2013 nutzen

Anders ist das bei Wertpapieren, die noch vor dem Jahr 2009 gekauft wurden. Für sie gilt weiterhin das alte Steuerrecht. Wurden die ETFs etc. wieder innerhalb der Jahresfrist verkauft, sind die Gewinne nicht mit der pauschalen Abgeltungsteuer zu belegen, sondern mit dem individuellen Steuersatz und müssen in der Anlage SO erfasst werden. Verluste können mit Gewinnen verrechnet oder als sogenannte Altverluste zur Verrechnung mit späteren Gewinnen in die Folgejahre vorgetragen werden.

Liegt hingegen zwischen An- und Verkauf mehr als ein Jahr, sind Gewinne steuerfrei - mögliche Verluste haben auch keine steuerliche Wirkung mehr. Mit der Einführung der Abgeltungsteuer hat der Gesetzgeber den Zeitraum zur Verrechnung von Altverlusten auf das Jahr 2013 begrenzt. Wer nun neue Gewinne mit alten Verlusten verrechnen will, um so seine Steuerschuld zu reduzieren, muss die nun in der Anlage KAP angeben. Eine Verrechnung der Altverluste mit Zinsen der Dividenden ist aber nicht zulässig.

Zweites Depot kann sinnvoll sein

Da für die vor 2009 gekauften ETFs ein Bestandsschutz - es gilt das alte Steuerrecht - besteht, sollten Neukäufe des gleichen Fonds in ein zweites Wertpapierdepot erfolgen. Hintergrund: Wenn mehrere ETFAnteile zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ein Depot gekauft werden, gilt beim Verkauf das sogenannte Fifo- (First-in-firstout) Prinzip. Das bedeutet, dass rechtlich zuerst die Wertpapiere verkauft werden, deren Anschaffungszeitpunkt am weitesten zurückliegt.

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