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Teure Laborforschung will bezahlt werden Wachstumskapital verzweifelt gesucht

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Der Markt für Wachstumskapital ist nicht auf Europa beschränkt. Großes Potenzial gibt es in China, Indien und Japan, wo die Unternehmen von expandierenden Volkswirtschaften profitieren und es ein ähnliches Vakuum in der Größenordnung bis 200 Mill. Euro gibt. Möglichkeiten gibt es hier viele. Besonders empfänglich scheinen die Sektoren Technologie, Gesundheit, Outsourcing, Halbleiter und Mobilfunk. Getrieben ist dieses Wachstum durch die explosionsartige Entwicklung von IT und Telekommunikation und die aufstrebenden Schichten konsumfreudiger Verbraucher, gerade in China. In Indien wird das Wachstum zusätzlich durch den Dienstleistungssektor sowie den Export weiter angeheizt.

Für viele bisher wagniskapitalfinanzierte Unternehmen in diesen Märkten kommt Wachstumskapital gerade recht, um sie durch eine neue Phase zu begleiten.

Ein global tätiger Finanzinvestor kann seinen Portfoliounternehmen auch bei der Internationalisierung helfen. Für viele Technologie getriebene Unternehmen ist das Wachstum im Ausland geradezu obligatorisch. Dies gilt besonders für europäische Firmen, die den US-Markt beziehungsweise Asien erschließen wollen.

Wachstumskapitalfonds kombinieren das Beste aus beiden Welten: Buyout und Wagniskapital. Das In-vestment kann eine Mehrheits- oder Minderheitsbeteiligung sein, komplett aus Eigenkapital oder einer Kombination aus Fremd- und Eigenkapital bestehen, ein exklusives Investment oder ein Club Deal sein. Der Eigenkapitalanteil liegt dabei üblicherweise zwischen 20 und 40 Mill. Euro.

Die Geschäfte, bei denen Wachstumskapital investiert wird, finden sich vermutlich auch künftig kaum in den Schlagzeilen wieder. Erfolgspotenzial haben sie aber auch ohne große öffentliche Wirkung – und zwar sowohl für den Investor als auch für das von ihm finanzierte Unternehmen.

David M. Rubenstein ist Mitgründer und Managing Director von The Carlyle Group.

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