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Übernahme durch McKesson Hedgefonds klagt auf höheren Preis für Celesio-Aktien

Im Januar übernahm McKesson den Pharmahändler Celesio, nun gibt es ein juristisches Nachspiel: Ein Hedgefonds klagt auf einen höheren Preis für seine Anteile. Es seien nicht alle Anleger gleich behandelt worden.
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Der US-Konzern McKesson war im Januar mit seinem zweiten Anlauf zur Übernahme von Celesio erfolgreich: Die Zentrale in Stuttgart-Münster. Quelle: dpa

Der US-Konzern McKesson war im Januar mit seinem zweiten Anlauf zur Übernahme von Celesio erfolgreich: Die Zentrale in Stuttgart-Münster.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Hedgefonds Magnetar will vor Gericht einen höheren Preis für seine Celesio-Aktien durchsetzen. Der US-Konzern McKesson habe bei dem milliardenschweren Kauf des Stuttgarter Pharmahändlers Minderheitsaktionäre und Halter von Celesio-Wandelanleihen benachteiligt und gegen das deutsche Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz verstoßen, begründete Magnetar am Mittwoch die beim Landgericht Frankfurt eingereichte Klage. McKesson hätte Magnetar zufolge in Summe über 370 Millionen Euro mehr anbieten müssen. Celesio wollte sich zu der Klage nicht äußern.

Der US-Konzern McKesson war im Januar mit seinem zweiten Anlauf zur Übernahme von Celesio erfolgreich. Der US-Pharmagroßhändler aus San Francisco sicherte sich durch Verträge mit dem damaligen Celesio-Mehrheitsaktionär Haniel und dem amerikanischen Hedgefonds Elliott rund 75 Prozent der Celesio-Anteile inklusive Wandelanleihen. Den übrigen Aktionären hatten die Amerikaner damals 23,50 Euro je Aktie geboten. Mit dem mehr als sechs Milliarden Euro teuren Zukauf wurde der Konzern einer der führenden Pharmahändler in Europa.

McKesson habe bei der Übernahme damals nicht alle Aktionäre fair behandelt, argumentiert der Hedgefonds. So sei den Minderheitsaktionären nur 23,50 Euro geboten wurden, während die Besitzer von Wandelanleihen bis zu 30,95 Euro je Aktie erhalten hätten. Magnetar hielt zuletzt noch gut drei Prozent der Celesio-Anteile. McKesson besaß Ende April rund 76 Prozent an Celesio.

Inzwischen will McKesson mit Celesio einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abschließen, was ab der Schwelle von 75 Prozent möglich ist. Dabei soll den restlichen Aktionären eine Barabfindung von lediglich 22,99 Euro angeboten werden – deutlich weniger als in der McKesson-Offerte. Darüber sollen die Celesio-Aktionäre am 15. Juli auf ihrer Hauptversammlung abstimmen. Auch diesen Preis will Magnetar vor Gericht anfechten. An der Börse wird bereits darauf spekuliert, dass die Abfindung noch erhöht wird. Die Celesio-Aktie stieg am Mittwoch auf ein Sechs-Jahres-Hoch von 25,96 Euro.

  • rtr
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