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Überteuerte Produkte Bundesbank warnt Anleger vor Banken

Die Notenbank hält viele Anlageprodukte für zu teuer und rät Investoren davon ab, auf die Kauf- und Verkaufempfehlungen der Finanzinstitute zu hören. Die Vorstellung, Anleger könnten durch geschickte Aktienauswahl den Anlageerfolg verbessern, sei eine Illusion.
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Bundesbank-Chef Axel Weber: Die Notenbank übt ungewöhnlich scharfe Kritik an der Finanzbranche. Quelle: DAPD

Bundesbank-Chef Axel Weber: Die Notenbank übt ungewöhnlich scharfe Kritik an der Finanzbranche.

FRANKFURT. Die Bundesbank warnt Privatanleger vor dem Kauf von teuren Produkten, mit denen die Banken das meiste Geld verdienen. Sie rät Anlegern zudem davon ab, ihre Wertpapiere oder Fondsanteile durch häufiges Kaufen und Verkaufen unnötig umzuschichten. Es gebe für den einzelnen Anleger wenig Grund zu der Annahme, er könne besser als andere die künftigen Gewinner oder Verlierer identifizieren, warnt die Notenbank in ihrem jüngsten Monatsbericht.

Kauf- und Verkaufsprovisionen sind wichtige Einnahmequellen für die Finanzbranche. Ihre Analysten bedienen mit Kauf- und Verkaufsempfehlungen die von der Bundesbank aufs Korn genommene Illusion der Anleger, man könne durch geschickte Aktienauswahl den Anlageerfolg steigern. Die Bundesbank warnt außerdem vor dem Fehler vieler Investoren, bei der Auswahl von Anlageprodukten "die entscheidende Rolle der Kostenstrukturen" zu vernachlässigen. Sie weist auf die teilweise hohen Kosten von Investmentfonds und die Risiken von Zertifikaten hin und empfiehlt die kostengünstige Anlage in börsengehandelte Anlageprodukte, die passiv einen Vergleichsindex abbilden, so genannte Exchange Traded Funds (ETFs).

Gebühren fressen Erträge

Nach einer Untersuchung des privaten Hamburger Consultingunternehmens CapQM aus dem Jahr 2009 haben die privaten Anleger vor der Finanzkrise ein Viertel bis ein Drittel ihrer Marktrendite als Gebühren und Provisionen an Kreditinstitute, Fondsgesellschaften, Lebensversicherer und Vermögensverwalter abgegeben. Bei Kapitalanlagen im Wert von 1,9 Billionen Euro im Jahr 2007 hätten die privaten Haushalte den Finanzhäusern rund 28 Milliarden Euro für Kauf, Verkauf und Verwaltung ihrer Kapitalanlagen bezahlt.

Hinter den Abschlusskosten für Lebensversicherungen hätten dabei die Verwaltungskosten der Investmentfonds und deren Ausgabeaufschläge die höchsten Kosten verursacht. Allein durch das Umsteigen auf kostengünstigere Produkte wie passive Indexfonds und längeres Halten der einmal gewählten Anlagen winkten ihnen laut CapQM Einsparungen bei den Anlagekosten von bis zu 10 Milliarden Euro pro Jahr.

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16 Kommentare zu "Überteuerte Produkte: Bundesbank warnt Anleger vor Banken"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es gibt einen neuen Feiertag, den 18.01. die Deutsche bundesbank schließt sich in ihrem Monatsbericht offiziell meiner Meinung an. Respekt und jawohl es wird abgezockt. Wer möchte ein paar Zahlenbeispiele? Wenden Sie sich an einen Honorarberater ihres Vertrauens. Warum berichten die anderen Presseorgane nicht darüber. Weil es noch viel zu viele gibt, die es nicht war haben wollen?!

  • index Fonds sind ja mittlerweile die große Mode und auch die bundesbank rührt die Trommel. bei soviel Reklame wundert es nicht, daß sich da gerade die nächste blase aufbaut. Viele ETFs, die zur Zeit an den Markt kommen, verdienen den Namen nicht und haben mit der klassischen idee nichts mehr zu tun. Sowohl was den inhalt angeht als auch die Provisionen. Die banken sind unverändert kreativ. Man kann allen Anlagern nur raten, nicht blind der guten idee hinterherzulaufen, sondern sich genau anzuschauen, was sie da eigentlich kaufen.

  • @ Till Wollheim

    Haben Sie sich tatsächlich schon einmal mit den Details der "börse" beschäftigt? Offensichtlich nicht, denn sonst käme nicht ein Aussage wie "Wchneeballsystem" zustande. An der börse werden - großteils - tatsächliche Werte gehandelt ... im Gegensatz zum bargeld. Aktien von Gesellschaften wie Siemens, bASF, bayer, RWE, etc. verbriefen einen Anteil an der ensprechenden Gesellschaft und somit ist der Aktionär Firmen(mit)eigentümer. Sicher gibt es auch hier Firmen, die "Luftnummern" sind, aber Sie wollen ja wohl nicht behaupten, daß die oben genannten dazu gehören ... und wenn doch, dann sollten Sie einmal in München. Ludwigshafen, Leverkusen, etc. an den Firmenstandorten vorbeifahren und notfalls noch einen blick in die bilanz werfer ... da ist mehr Substanz als in einem Sparbuch und mehr Leben als bei einem toten Goldbarren!

  • Leider geht die bRD-bank nicht weit genug!
    Mit der Aussage "... der Gewinn des einen (ist) der Verlust des anderen. Das bedeute, dass der Gewinn aller investoren, relativ zum passiven Vergleichsportfolio null betrage" deckt nur die halbe Wahrheit auf. Tatsächlich wird an der börse kein einziger Pfennig/Cent verdient! Es wird nur ständig umgeschichtet und die Kurse gehen nur deshalb in die Höhe, weil von dummen oder gierigen Kleinanlegern direkt oder indirekt ständig frisches "blut" dem an sich toten System zugeführt wird. Das nennt man bei ehrlicher Sprachanwendung: Schneeballsystem. Und zudem ist der einzige Zweck der börse, das Geld der Massen an die von der Anzahl der Mitglieder her kleine "Elite" "abzuliefern"! Dies kann Crashes durchstehen, wärend die Kleinanleger (im schlimmsten falle insolvent) - aber davon reden weder Politik noch Medien! - sich von der börse frustiert zurückziehen und anderen Dummen ihren Platz überlassen. Da aber immer wieder neue Dumme ihr Geld herbeischaffen, steigen die Kurse - ohne jemals durch Erwirtschaftung generiert worden zu sein. Die börse hat auch - von der Neuemmission abgesehen - nichts mit den Firmen zu tun - sie dienen nur als Alibi-Maßstab für das teuflische Spiel zwischen den Akteuren an der börse!!! insofern ist unsere Wirtschaftswissenschaft kläglich gescheitert - von der korrumpierten Politik ganz zu schweigen! Näheres beim nächsten Urban Priol!!

  • Mit bedauern nehme ich die Warnung der bundesbank zur Kenntis, denn sie geht völlig am Thema vorbei: Die Warnungen vor überzogenen Privisionen sind schÑon und Gut, aber UM HiMMELS WiLLEN: Warum hält man in Deutschland am System der Hausbanken fest und geht nicht z.b. auf das US-System über? Dann könnte jeder direkt an die börse gehen und man könnte sich den "Makler" Hausbank sparen, welcher nur eigene interessen verfolgt?!?

  • Es stimmt natürlich, dass viele Finanz-Produkte überteuert sind. Und das ist für den Anleger selbstverständlich nicht gut.

    Andererseits glauben viele auch, dass Geldanlegen ganz einfach sei und man keine professionelle Hilfe benötigen würde. Und auch hier werden von den Anlegern dann haarsträubende Fehler gemacht.

    Was wäre das beste?
    Vielleicht geht es gar nicht so sehr darum, den Markt zu schlagen. Sondern vielmehr darum, eine vernünftig gestreute Anlage zu haben, mit der man sich auch wohlfühlt und deren Risiken man auch einigermaßen abschätzen kann und versteht. Wenn man sich intensiv mit der Thematik befasst, kann man das alleine. Wenn man aber keine Zeit aufwenden kann oder will, dann sollte man das einem HORNORAR berater überlassen. Denn das ist eben eine Dienstleistung. Aufgrund der "bankberatung muss gratis sein" Mentalität ist dieser berufszweig nicht so stark mit seriösen beratern ausgestattet. Wenn man nicht aufpasst, dann war die beratung nicht gratis sondern umsonst.

  • Ein klares Wort, ein wertvoller Rat an Leichtgläubige, Verführbare oder illusionisten. Gut so. Hoffentlich erreicht der Rat möglichst schnell eine breite Öffentlichkeit.

  • @ ASb
    Aber So blöde kann man doch nicht sein, die Gebühren mit dem angelegten Kapital zu vergleichen.Aber wenn Sie schon auf diesem Dampfer fahren, wieso vergleichen Sie denn nicht gleich die Monatsgebühren mit dem Kapital,dann schrumpft die Prozentzahl nochmals kräftig.ich vermute, Sie sind Ökonom, diese verwechseln berufsmässig Flüsse mit beständen.

  • bei solch einem undifferenzierten Müll streuben sich mir ja die Haare zu berge!

    Wer investiert denn in Fonds?

    Das sind in der Regel die Kleinanleger, die sich alle 3-4 Jahre mal (wenn überhaupt) mit ihrer Anlage befassen.

    Zum einen ist es verdammt schwierig, mit ETFs eine ausbalancierte Mischung zwischen Aktien und Renten hinzukriegen - zum anderen muss man sich dann auch im Klaren darüber sein, dass ein Markt auch mal komplett abschmieren kann. Wenn man dies einfach verschläft, ist man schnell einen großen Teil seines Vermögens los.

    Hier pauschal jede Anlageberatung jedes einzelnen der zigtausend bankangengestellten zu verunglimpfen, gehört momentan aber ja zum guten Ton und der feine Herr Weber hat natürlich momentan einiges zu tun, um seinen Ruf wieder aufzuhübschen.

  • EiN WAHRES WORT ZUR RECHTEN ZEiT SCHAFFT RUHE UND GELASSENHEiT
    Verwundere mich nicht. Da es in diesem Jahr eine bereinigung des Marktes in Deutschland geben wird und gerade mittlere Einkommen Einschnitte erleben werden ist mit einem angeratenen Umschichten in sicherere (Komparativ!) Anlagen ein direktes Ansprechen von Anlegern "mit Luft" von 10 Jahren.
    Wenn Herr Weber so weiter macht, ist er doch zu Schade für die EZb.
    MAN KANN AUCH iN DER bUNDESbANK GLÜCKLiCH WERDEN.

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