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Vermögensverwalter Blackrock ordnet sich neu – und baut das Geschäft mit alternativen Investments aus

Durch neue Strukturen will sich der weltweit größte Vermögensverwalter für schwierige Zeiten rüsten. 20 Führungskräfte sollen neue Aufgaben bekommen.
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Die Geschäfte liefen zuletzt schwächer. Quelle: Reuters
Blackrock-Gebäude in New York

Die Geschäfte liefen zuletzt schwächer.

(Foto: Reuters)

New YorkLarry Fink bereitet sein Unternehmen auf schwierige Zeiten vor. Der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock kündete am Dienstag einen weitreichenden Management-Umbau an. Im Zentrum steht dabei das Geschäft rund um alternative Investments, vor allem Private-Equity- und Hedgefonds-Strategien, das derzeit einer der lukrativsten Bereiche der Wall Street ist. Neuer Chef dieser Sparte wird Edwin Conway, wie aus einem Memo hervorgeht, das laut US-Medien am Dienstag an die Mitarbeiter versendet wurde.

Zum ersten Mal wird die Sparte auch mit einer eigenen Gruppe von Mitarbeitern versehen, die sich ganz auf dieses Geschäft konzentrieren können, das besonders wegen der hohen Gebühren attraktiv ist. 50 Vertriebsmitarbeiter sollen Conway zuarbeiten, der zuvor das Geschäft mit institutionellen Kunden leitete. Bislang musste sich die Sparte Mitarbeiter mit anderen Teams teilen.

Blackrock hatte erst am Montag mitgeteilt, 2,8 Milliarden Dollar für einen neuen Private-Equity-Fonds eingesammelt zu haben. Das lief offenbar schleppender als geplant. Insgesamt strebt der Konzern eine Größe von zehn bis zwölf Milliarden Dollar für den Fonds an. Das Geschäft steht derzeit für neun Prozent der Umsätze und kommt auf zwei Prozent der gesamten Vermögenswerte.

Blackrock verwaltet insgesamt ein Vermögen von sechs Billionen Dollar und hat in den vergangenen Jahren vor allem von dem Boom bei börsengehandelten Fonds profitiert. Die bringen jedoch deutlich weniger Gebühren ein als aktiv gemanagte Fonds. Der New Yorker Konzern ist damit wie viele andere Unternehmen der Branche auch auf der Suche nach neuen Ertragsquellen.

Fink, der Blackrock 1988 mitgegründet hat, verkündete bereits im Januar eine Sparrunde, die auch den Abbau von 500 Stellen in diesem Jahr beinhaltet, rund drei Prozent der gesamten Belegschaft. Nach einem besonders volatilen vierten Quartal rutschten Blackrocks Vermögenswerte knapp unter die Marke von sechs Billionen Dollar. Die ersten drei Monate 2019 waren aber wieder deutlich stärker.

Die Veränderungen in der Branche seien eine gute Gelegenheit für Blackrock, sich neu zu positionieren und sich so von der Konkurrenz zu unterscheiden, „aber nur, wenn wir bereit sind, mutig und entschlossen zu handeln“, zitiert das „Wall Street Journal“ aus dem Memo, das von Fink und seinem Stellvertreter Rob Kapito unterzeichnet ist.

Gut 20 Führungskräfte bekommen den Berichten zufolge neue Aufgaben zugeteilt. Das gilt auch für zwei Topmanager, die eines Tages auf Larry Fink folgen könnten. Mark McCombe, der bislang für das Geschäft in Nord- und Südamerika zuständig war, soll sich die Aufgabe künftig mit Mark Wiedman teilen. Wiedman wurde erst im Januar zum Chef des internationalen Geschäfts befördert und ist zudem verantwortlich für die Unternehmensstrategie.

McCombe soll sich künftig auf die USA und Kanada konzentrieren, hieß es, Wiedman um Lateinamerika, Asien, Europa, den Nahen Osten und Afrika. Die beiden sind nicht die einzigen Kronprinzen. Auch der langjährige Manager Rob Kapito ist unter anderem im Gespräch, ebenso wie der operative Vorstand Rob Goldstein und der Chef des Geschäfts für festverzinsliche Wertpapiere, Rich Kushel.

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