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Vermögensverwalter GAM im Hedgefonds-Visier: Management soll Aufspaltung prüfen

Der Hedgefonds Bluebell Capital Partners fordert den Schweizer Vermögensverwalter auf, seine Unternehmensstrategie zu überprüfen – und zu sanieren.
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Auslöser der Krise bei GAM war die Suspendierung eines wichtigen Fondsmanagers Ende Juli. Quelle: Reuters
Fondsanbieter GAM

Auslöser der Krise bei GAM war die Suspendierung eines wichtigen Fondsmanagers Ende Juli.

(Foto: Reuters)

London Der skandalgeplagte Schweizer Vermögensverwalter GAM hat noch immer mit Mittelabflüssen zu kämpfen. Nun drängt ein Hedgefonds das Management, die Sparmaßnahmen auszuweiten und sogar eine Aufspaltung der Aktivitäten zu erwägen.

In einem der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegenden Schreiben an den GAM-Verwaltungsratspräsidenten David Jacob fordert Bluebell Capital Partners eine Überprüfung der Unternehmensstrategie. GAM solle sich auf die Sanierung der Vermögensverwaltung konzentrieren und für den Bereich Private Labeling die Optionen ausloten.

Bluebell kritisiert zudem den Umgang des Verwaltungsrats mit dem Skandal um das mittlerweile liquidierte Anlagevehikel Absolute Return Bond Fund und fordert das Gremium auf, die personelle Erneuerung voranzutreiben.

„Die GAM-Aktionäre zahlten einen hohen Preis für etwas, was zunehmend als Fehlreaktion auf einen Sturm im Wasserglas erscheint“, schrieb Bluebell-Mitbegründer Giuseppe Bivona in der vergangenen Woche in dem Brief an GAM.

Bivona bestätigte den Inhalt des Schreibens. Ein Sprecher von GAM lehnte einen Kommentar zu Aktionärs-Interaktionen ab.

Mit dem Engagement von Bluebell steigt der Druck auf GAM-Chef Peter Sanderson, der bereits den Abbau von mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze erwägt. Pläne des Vermögensverwalters, sich selbst zum Verkauf zu stellen, waren gescheitert.

Bluebell ist mit einem verwalteten Kapital von etwa 50 Millionen Euro zwar zu klein, um aus eigener Kraft Veränderungen zu erzwingen. Die Gründer wollen jedoch mit anderen Aktivisten kooperieren, mit denen sie schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben. In diesem Jahr hat bereits die ebenfalls aktivistische Krupa Global Investments einen Anteil in GAM aufgebaut.

Die GAM-Aktie notierte am frühen Nachmittag 2,8 Prozent im Plus.

Der Handelsblatt Expertencall
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