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Versteckte Transaktionen gehen zu Lasten der Langfristanleger – Branche will Selbstkontrolle Experten fordern konsequente Offenlegung aller Fondskosten

Die Botschaft der Experten ist kurz und knapp: Europas Vermögensverwalter haben weit weniger als die Amerikaner mit Kunden zu kämpfen, die unsauberen Handel mit Fonds-Anteilsscheinen praktizieren. Ihrer Meinung nach stellen sich größere Herausforderungen beim Ausweis von Fondsgebühren und -kosten sowie bei der Kontrolle des Wertpapierhandels in den Fondsportfolios.

FRANKFURT/M. Denn dort seien die potenziellen Schäden für die Anleger bei Nachlässigkeiten weit höher. Gefordert wird beispielsweise, Wertpapier-Handelskosten in Fonds auszuweisen, ebenso wie die Häufigkeit des Handels und den Anteil der laufenden Fondsgebühren, der dem Vertrieb beziehungsweise dem Fondsverkäufer zufließt.

Viele Fachleute schätzen, dass die Ermittlungen in den USA wegen verbotenen „Late Tradings“ und unsauberen „Market Timings“ – beide Handelspraktiken gehen zu Lasten der Wertpapiersparer – in Europa keine so hohen Wellen schlagen werden. Das sagen beispielsweise alle von der Researchfirma Morningstar befragten deutschen Investmentgesellschaften. Der Stand der Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) scheint diese Einschätzung zu bestätigen.

Die Berater denken ähnlich. Rüdiger Brauel, Geschäftsführer der AMC – Brauel Unternehmensberatung für Finanzanlagen, meint: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Europa ein Skandal hochkocht – im Gegensatz zu USA ist das hier eher ein Randthema.“ Stefan Jaecklin, Direktor Investmentbanking und Asset- Management bei Mercer Oliver Wyman, ist sich sicher: „Das Thema ist bald ausdiskutiert und wird dann mit Lösungen versehen sein.“

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