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Institutionelles Investment

Beteiligungen Viel Geld fließt in die Firmenwelt

Immer mehr institutionelle Anleger versuchen über Investments in Private Equity, eine gute Rendite zu erzielen. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: Hohe Bewertungen und viel nicht investiertes Kapital.
25.10.2017 - 06:28 Uhr Kommentieren
Finanzinvestoren wie Triton erzielen hier hohe Renditen. Quelle: picture alliance / Bildagentur-o
Metall-Recycling

Finanzinvestoren wie Triton erzielen hier hohe Renditen.

(Foto: picture alliance / Bildagentur-o)

Frankfurt Für die Finanzinvestoren läuft es rund in diesem Jahr. Bestes Beispiel ist das deutsche Private-Equity-Haus Triton. Im Jahr 2013 hatte das Beteiligungsunternehmen den deutsch-spanischen Metallrecycler Befesa für rund 1,1 Milliarden Euro einschließlich Schulden vom spanischen Konzern Abengoa gekauft. Ein guter Griff, wie sich nachfolgend herausstellte. Bereits nach vier Jahren will Triton nun Kasse machen und 40 bis 50 Prozent der Anteile an der Börse platzieren, wie der Chef von Befesa, Javier Molina, kürzlich in einer Telefonkonferenz sagte. Der Sprung auf das Parkett ist für das laufende Quartal geplant. Insgesamt könnte das Emissionsvolumen beim Börsengang bis zu 800 Millionen Euro betragen, berichten Finanzkreise.

Das sind die größten Firmenjäger der Welt
15,4 Milliarden US-Dollar: TPG Partners V
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Der 15,4 Milliarden US-Dollar schwere PE-Fonds gehört zur texanischen Investmentgesellschaft TPG. Unter anderem die Übernahme des Armaturenherstellers Grohe im Jahr 2004 durch TPG veranlasste Franz Müntefering zu seinem Heuschrecken-Vergleich, der sich mittlerweile als Metapher für das Agieren anonymer Investoren durchgesetzt hat.

(Foto: dpa)
17,6 Milliarden US-Dollar: KRR Fund 2006
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Zahlreiche Käufe führte die Beteiligungsgesellschaft gemeinsam mit der Investmentbank Goldman Sachs durch – in Deutschland kaufte das Duo unter anderem Anteile an Wincor Nixdorf, den Telekommunikationsbereich von Bosch und die Demag-Holding, in der mehrere Unternehmen der Siemens AG vereint sind. 17,6 Milliarden US-Dollar ist der Fonds schwer.

(Foto: dpa)
11,2 Milliarden Euro: Apax Europe VII
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In Deutschland war der Fonds unter anderem an der Bundesdruckerei, verkaufte die Anteile aber bereits nach zwei Jahren aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit. 11,2 Milliarden Dollar umfasst der 2008 gegründete Fonds. Manche Fonds, die in Europa ihren Schwerpunkt haben, werden in Euro auferlegt – weil auch Investoren vermehrt in Euro anlegen.

(Foto: dpa)
16 Milliarden Euro: CVC Capital Partners Fund VII
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In Deutschland unter anderem an der Parfümeriekette Douglas und dem Energieversorger Evonik Industries beteiligt, gehört CVC Capital Partners zu den international führenden Private-Equity-Unternehmen.

(Foto: dapd)
18 Milliarden US-Dollar: Blackstone Capital Partners VII
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Auch Blackstone ist mit zwei Fonds im Ranking vertreten. Mit 18 Milliarden US-Dollar Volumen liegt der 2015 gegründete Fond im Mittelfeld.

(Foto: AP)
18,4 Milliarden US-Dollar: Apollo Investement Fund VIII
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Das New Yorker Investment-Unternehmen war unter anderem an dem Kauf der deutschen „Bremer Kreditbank“ (früher KBC Bank Deutschland) beteiligt.

18,9 Milliarden US-Dollar: TPG Partners VI
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Mit knapp 19 Milliarden Dollar der schwerste Fonds des Beteiligungsunternehmens: TPG Partners VI. Er ist auf Nordamerika und Asien spezialisiert und investiert vor allem in Firmen im Technologie- und Telekommunikationsbereich. Hier im Bild: Gründer Co-Gründer David Bonderman.

(Foto: Reuters)

Damit würde Triton den Großteil seines Investments bereits im ersten Schritt einspielen. Denn die Erlöse fließen ausschließlich an das Private-Equity-Haus. Das Unternehmen selbst bietet keine Aktien an. Das ist normalerweise unüblich und zieht große Bedenken der Investoren nach sich, die zudem die weitere Marktentwicklung des Unternehmens mit Skepsis betrachten. Aber Befesa argumentiert mit dem hohen Cashflow. Die zufließenden Barmittel erlaubten es, jährlich 80 Millionen Euro in Wachstum zu investieren, heißt es in Finanzkreisen.

Finanzinvestoren sind in der Weltwirtschaft eine Macht. Auch in Deutschland spielen sie eine immer wichtigere Rolle. Ihre Namen sind in der Öffentlichkeit nicht nur im Fall Triton den wenigsten ein Begriff. Dabei kontrollieren Finanzinvestoren wie EQT, KKR, Cinven, BC Partners, CVC und Ardian einen großen Teil der deutschen Wirtschaft. Sie sind an über 5.000 Unternehmen beteiligt, beschäftigen knapp eine Million Mitarbeiter und setzen 179 Milliarden Euro um, hat der Branchenverband BVK ausgerechnet.

Die Suche nach interessanten Unternehmen fällt den Private-Equity-Firmen derzeit schwer. "Es gibt zu wenige attraktive Übernahmekandidaten im Markt. Das ist das eigentliche Problem", betonen Carsten Laux und Oliver Lütkens, die bei der Deutschen Bank das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiten. Dabei bewegt sich die Private-Equity-Branche fast in der besten aller Welten. Die beiden Deutschbanker sehen aktuell vier wesentliche Treiber für M&A im Markt, wie die Königsdisziplin im Angelsächsischen genannt wird: das günstige Finanzierungsumfeld, die Konsolidierung in vielen Branchen, die beschränkten Möglichkeiten für organisches Wachstum und die aktuell hohe Akzeptanz der Aktionäre.

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